Gundolf Keil

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Gundolf Keil (* 17. Juli 1934 in Wartha-Frankenberg, Landkreis Frankenstein, Provinz Niederschlesien) ist ein deutscher Medizinhistoriker. Er lehrte unter anderem von 1972 bis 2003 an der Universität Würzburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gundolf Keil, Sohn eines kaufmännischen Direktors, besuchte nach der Vertreibung aus Niederschlesien die Grundschule in Rostock, wo er auch das Gymnasium besuchte. Im Oktober 1950 wechselte er nach Zürich und nach dem 1951 erfolgten Umzug in die Bundesrepublik Deutschland ging er zunächst ans Realgymnasium Ettlingen und besuchte dann das Hellenstein-Gymnasium in Heidenheim an der Brenz, wo er im Februar 1954 sein Abitur bestand.[1] Keil studierte Medizin, Germanistik, Volkskunde, Klassische Philologie und Geowissenschaften in Heidelberg, Göttingen und Bonn. Nach dem philologischen Staatsexamen wurde er 1961 bei Gerhard Eis mit dem Thema Die ‚Cirurgia‘ Peters von Ulm zum Dr. phil. promoviert. Seine Assistentenzeit verbrachte er in Göttingen und Bonn bei Gernot Rath und Johannes Steudel. 1968 legte er das medizinische Staatsexamen in Bonn ab und wurde 1969 zum Dr. med. promoviert. Im gleichen Jahr wurde er zum Professor für Germanistik an die Universität Stockholm berufen.

Seine Lehrbefugnis (venia legendi) für das Fachgebiet Geschichte der Medizin[2] erwarb er 1971 in Freiburg bei Eduard Seidler. Im Anschluss übernahm er kommissarisch das Amt des Direktors des Marburger Instituts für Geschichte der Medizin. Von 1972 bis 2002 war er ordentlicher Professor an der Universität Würzburg und stand zugleich dem dortigen Institut für Geschichte der Medizin vor, vom Sommersemester 2002 bis zum Wintersemester 2003/4 als kommissarischer Vorstand.[3] Gundolf Keil ist seit 2004 Emeritus. Keil ist Mitglied der Historischen Kommission für Schlesien.[4]

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Keil ist die mittelalterliche und frühneuzeitliche Fachprosaforschung.[5] Er hat zahlreiche Publikationen veröffentlicht unter anderem in den Bereichen Medizingeschichte, Wissenschaftsgeschichte, Literaturgeschichte und zur Klassischen Philologie. So war er ab 1975 Herausgeber der Monographien-Reihe Würzburger medizinhistorischen Forschungen, ab 1983 Herausgeber der Würzburger medizinhistorischen Mitteilungen[3] und in Weiterführung der Tradition ab 2005 von Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen.[6] 2000 wurde er ordentliches Mitglied der Naturwissenschaftlichen Klasse der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt. 2010 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Naturwissenschaftliche Klasse berufen.

Affäre um Promotionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keil betreute nach seinen eigenen Angaben insgesamt mindestens 250 Dissertationen.[7]

Die Universität Würzburg ging Vorwürfen nach, Keil habe Zahlungen für die Ausgabe von Dissertationen und wesentliche Hilfeleistungen angenommen; die Ständige Kommission fand in ihrem 22-seitigen Abschlussbericht vom 8. Juni 2007 den Verdacht naheliegend, dass „hier Zahlungen zum Vorteil jedenfalls der Medizinhistorischen Gesellschaft als Gegenleistung für die Ausgabe von Dissertationen und für wesentliche Hilfestellungen bei ihrer Erstellung erbracht wurden“.[7]

Der Präsident der Universität Würzburg folgte der Empfehlung, den Vorgang an die Staatsanwaltschaft zu übergeben. Die Vorwürfe der Geldannahme von Provisionsvermittlern konnten in sechs Fällen nachgewiesen werden. Keil wurde wegen Vorteilsannahme zu 90 Tagessätzen verurteilt.[8] Er erhielt 2009 einen Strafbefehl in Höhe von 14.400 Euro, in dem es hieß:[7] „Ihnen war bei Entgegennahme der genannten Geldbeträge bewusst, dass der Zeuge M. Ihnen die Geldbeträge auch vor dem Hintergrund überließ, dass über ihn ein erster Kontakt zu verschiedenen zukünftigen Doktoranden zustande kam (…).“

Weitere Konsequenzen waren nicht erfolgt. Eine anonyme Gruppe ehemaliger Institutsangehöriger[9] namens Freunde des Instituts für Geschichte der Medizin sandte im März 2011 ein 40-seitiges Dossier an Presse und Justiz.[7] Zu den Vorwürfen zählte, dass Keil an der Universität Würzburg eine „universitäre Doktorfabrik“ betrieben habe.[10] Die Universität Würzburg leitete eine Überprüfung der von Keil betreuten Dissertationen ein und stellte in Aussicht, Doktorgrade abzuerkennen, wenn sie „wissenschaftliche Mindeststandards“ nicht erfüllten.[11] Im November 2012 wurden in zwei Fällen Doktorgrade entzogen.[7][12][13]

Keil bot unbeschadet von Vorwürfen und Verurteilung im Wintersemester 2012/13 als ordentlich emeritierter Ordinarius an der Universität Würzburg zwei Seminare an.[7]

Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vorsitzender Physikalisch-Medizinische Gesellschaft Würzburg (seit 1974/75 und 1976)
  • Mitvorstand (seit 1982) und geschäftsführender Vorstand (seit 1986) des 1982 gegründeten und 1986 an die Universität übernommenen[14] Gerhard-Möbus-Institut für Schlesienforschung an der Universität Würzburg
  • Mitglied (seit 1986), Stiftungsratsvorsitzender (1991–2006), Stellvertretender Vorsitzender (2006–2009) der Stiftung Kulturwerk Schlesien
  • Vorstandsmitglied (ab 1982) und Ehrenvorsitzender (ab 2001) der am 14. Oktober 1982[15] gegründeten Würzburger medizinhistorischen Gesellschaft[16]
  • Geschäftsführender Vorstand der Studienstiftung des deutschen Volkes.[17]
  • Mitglied bzw. Vorstand weiterer in- und ausländischer wissenschaftshistorischer Gesellschaften.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die verworfenen Tage. In: Sudhoffs Archiv. Band 41, 1957, S. 27–58.
  • Der Botensegen. Eine Anweisung zur Wasserweihe bei der Wundbehandlung. In: Medizinische Monatsschrift. 11, 1957, S. 541–543.
  • Peter von Ulm und die Passauer Wundarznei. In: Ulm und Oberschwaben. 35, 1958, S. 139–157.
  • Das Arzneibuch Ortolfs von Baierland: Sein Umfang und sein Einfluß auf die „Cirurgia magistri Petri de Ulma“. In: Sudhoffs Archiv. 43, 1959, S. 20–60.
  • Die Bekämpfung des Ohrwurms nach Anweisungen spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher deutscher Arzneibücher. In: Zeitschrift für deutsche Philologie. 79, 1960, S. 176–200.
  • Der deutsche Branntweintraktat des Mittelalters: Texte und Quellenuntersuchungen. In: Centaurus. 7, 1960/61, S. 53–100.
  • Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Phil. Diss. Heidelberg 1960).
  • Die mittellateinische Übersetzung vom Harntraktat des „Bartholomäus“. Untersuchungen zur Wirkung der frühen deutschen Rezeptliteratur. In: Sudhoffs Archiv. 47, 1963, S. 417–455.
  • Die Niederlassungsankündigung eines Wundarztes aus dem 15. Jahrhundert. Untersuchungen zum ärztlichen Werbe-Formular. In: Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur. 89, 1967, S. 302–318.
  • Die Grazer frühmittelhochdeutschen Monatsregeln und ihre Quelle. In: Gundolf Keil, Rainer Rudolf, Wolfram Schmitt, Hans Josef Vermeer (Hrsg.): Fachliteratur des Mittelalters. Festschrift Gerhard Eis. Metzler, Stuttgart 1968, S. 131–146.
  • Ortolfs Arzneibuch. Ergänzungen zu James Follans Ausgabe. In: Sudhoffs Archiv. 53, 1969, S. 119–152.
  • Der „Kurze Harntraktat“ des Breslauer „Codex Salernitanus“ und seine Sippe. Dissertation. Bonn 1969.
  • Zur Datierung des „Antidotarium Nicolai“. In: Sudhoffs Archiv. 62, 1978, S. 190–196; auch in Klaus O. Kern (Hrsg.): Wissenschaftliche Verbindung Cimbria zu Heidelberg. Festschrift zum 100jährigen Bestehen. Heidelberg 1976, S. 28–36.
  • Prosa und gebundene Rede im medizinischen Kurztraktat des Hoch- und Spätmittelalters. In: Poesie und Gebrauchsliteratur im deutschen Mittelalter. Würzburger Colloquium 1978. Hrsg. von Volker Honemann, Kurt Ruh, Bernhard Schnell und Werner Wegstein, Tübingen 1979, S. 76–94.
  • „Gart“, „Herbarius“, „Hortus“. Anmerkungen zu den ältesten Kräuterbuch-Inkunabeln. In: Gundolf Keil (Hrsg.): „gelêrter der arzenîe, ouch apotêker“: Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte. Festschrift Willem F. Daems (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. 24). Wellm, Pattensen 1982, ISBN 3-921456-35-5, S. 589–635.
  • (Hrsg.): Fachprosa-Studien. Beiträge zur mittelalterlichen Wissenschafts- und Geistesgeschichte. E. Schmidt, Berlin 1982, ISBN 3-503-01269-9.
  • Der medizinische Kurztraktat in der deutschen Literatur des Mittelalters. In: Ingo Reiffenstein (Hrsg.): Beiträge zur Überlieferung und Beschreibung deutscher Texte des Mittelalters. Göppingen 1983 (= Göppinger Arbeiten zur Germanistik, 402), S. 41–114.
  • Vom Einfluss der Gestirne auf die Gesundheit und den Charakter des Menschen. Kommentar. Faksimile-Verlag, Luzern 1983, ISBN 3-85672-013-8.
  • „weme daz herze von leids wegen wê tuot“. Psychiatrisches in altdeutschen Rezepten. In: Hans-Jürgen Friede, Götz-Erik Trott (Hrsg.): Depression in Kindheit und Jugend. Huber, Bern/Stuttgart/Toronto 1988, ISBN 3-456-81731-2, S. 11–21.
  • Der anatomei-Begriff in der Paracelsischen Krankheitslehre. Mit einem wirkungsgeschichtlichen Ausblick auf Samuel Hahnemann. In: Hartmut Boockmann, Bernd Moeller, Karl Stackmann (Hrsg.): Lebenslehren und Weltentwürfe im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Politik – Bildung – Naturkunde – Theologie. Bericht über Kolloquien der Kommission zur Erforschung der Kultur des Spätmittelalters 1983 bis 1987 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen: philologisch-historische Klasse. Folge III, Nr. 179). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1989, ISBN 3-525-82463-7, S. 336–351.
  • Apercus zur Geschichte der Gefäßchirurgie. In: Martin Sperling (Hrsg.): Gefahren, Fehler und Erfolge in der vaskulären Chirurgie und ihre Wirklichkeit. Karger, Basel u. a. 1991, ISBN 3-8055-5533-4, S. 13–21.
  • Die Texte des „Kodex Berleburg“ im Spiegel altdeutscher Fachprosa. In: Werner Dressendörfer, Gundolf Keil, Wolf-Dieter Müller-Jahncke (Hrsg.): Älterer deutscher „Macer“ – Ortolf von Baierland „Arzneibuch“ – „Herbar“ des Bernhard von Breidenbach – Färber- und Maler-Rezepte. Die oberrheinische medizinische Sammelhandschrift des Kodex Berleburg (Berleburg, Fürstlich Sayn-Wittgenstein’sche Bibliothek, Cod. RT 2/6). Einführung zu den Texten, Beschreibung der Pflanzenabbildungen und der Handschrift (= Codices illuminati medii aevi. 13). Edition Lengenfelder, München 1991, ISBN 3-89219-013-5, S. 19–74.
  • Der Hausvater als Arzt. In: Trude Ehlert (Hrsg.): Haushalt und Familie in Mittelalter und früher Neuzeit. Vorträge eines interdisziplinären Symposions vom 6.–9. Juni 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4156-X, S. 219–243.
  • Heinrich von Pfalzpaint und die plastische Chirurgie der Haut. In: Günter Burg, Albert A. Hartmann, Birger Konz (Hrsg.): Onkologische Dermatologie. Neue Aspekte. Altersbedingte Besonderheiten. Springer, Berlin u. a. 1992, ISBN 3-540-55768-7, S. 3–11.
  • Lexer und die medizinische Fachsprache. In: Horst Brunner (Hrsg.): Matthias von Lexer. Beiträge zu seinem Leben und Schaffen (= Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Beiheft 80). Steiner, Stuttgart 1993, ISBN 3-515-06357-9, S. 141–157.
  • regimen sanitatis – râtes leben: Gesundheitsregeln des Mittelalter. In: Ria Jansen-Sieben, Frank Daelemans: Voeding en geneeskunde (= Archief- en bibliotheekwezen in Belgie. Extranummer 41). Brüssel 1993, S. 95–124.
  • (Hrsg.): „ein teutsch puech machen“. Untersuchungen zur landessprachlichen Vermittlung medizinischen Wissens (= Ortolf-Studien. 1). Reichert, Wiesbaden 1993, ISBN 3-88226-539-6.
  • (Hrsg.): Würzburger Fachprosa-Studien. Beiträge zur mittelalterlichen Medizin-, Pharmazie- und Standesgeschichte aus dem Würzburger Medizinhistorischen Institut. Festschrift für Michael Holler (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. 38). Königshausen & Neumann, Würzburg 1995, ISBN 3-8260-1113-9.
  • mit Michael Freyer: Geschichte des medizinisch-naturkundlichen Unterrichts. Einführung in Grundlagen und Verlauf der Entwicklung eines neuen Lehrgebiets. Filander-Verlag, Fürth 1997, ISBN 3-930831-08-2.
  • Acht Wundtrank-Rezepte aus der „Hübsch Chirurgia“ des Niklas von Mumpelier. In: Schriften der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste. 31, 2011, S. 55–80.
  • „blutken – bloedekijn“. Anmerkungen zur Ätiologie der Hyposphagma-Genese im ‚Pommersfelder schlesischen Augenbüchlein‘ (1. Drittel des 15. Jahrhunderts). Mit einer Übersicht über die augenheilkundlichen Texte des deutschen Mittelalters. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. 8/9, 2012/2013, S. 7–175.
  • diverse Artikel in: Lexikon des Mittelalters. München/Zürich 1977ff.
  • als Hrsg. mit Christoph Weißer (Schriftleiter) und Marianne Halbleib (Redaktion): Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Deutscher Wissenschafts-Verlag, Baden-Baden 2005 ff.
Als Co-Autor
  • mit Peter Assion (Hrsg.): Fachprosaforschung. Acht Vorträge zur mittelalterlichen Artesliteratur. E. Schmidt, Berlin 1974, ISBN 3-503-00743-1.
  • mit Lothar Bossle, Josef Joachim Menzel und Eberhard Gunter Schulz (Hrsg.): Nationalsozialismus und Widerstand in Schlesien (= Schlesische Forschungen. 3). Thorbecke, Sigmaringen 1989, ISBN 3-7995-5853-5.
  • mit Willem Frans Daems: Paracelsus und die „Franzosen“. Beobachtungen zur Venerologie Hohenheims. Teil I: Pathologie und nosologisches Konzept. In: Nova Acta Paracelsica. 9, 1977, S. 99–151.
  • mit Antoni Jonecko: Studien zum Dichterarzt Nikolaus von Polen. Eine Skizze des mittelalterlichen Arztes und Dichters unter besonderer Akzentuierung seiner „Antipocras“-Streitschrift, seiner „Experimenta“, der „Chirurgie“ sowie seiner Verbindungen nach Schlesien. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. 11, 1993, S. 205–225.
  • mit Josef Joachim Menzel (Hrsg.): Anfänge und Entwicklung der deutschen Sprache im mittelalterlichen Schlesien. Vom 2. bis 4. November in Würzburg 1989. Thorbecke, Sigmaringen 1995, ISBN 3-7995-5856-X.
  • mit Rolf Müller: Deutsche Lanfrank-Übersetzungen des 14. und 15. Jahrhunderts. Zur Wertung der Lanfrank-Zitate in Brunschwigs „Chirurgie“. In: Hans-Heinz Eulner, Gunter Mann, Gert Preiser, Rolf Winau, Otto Winkelmann (Hrsg.): Medizingeschichte in unserer Zeit. Festgabe für Edith Heischkel-Artelt und Walter Artelt zum 65. Geburtstag. Enke, Stuttgart 1971, ISBN 3-432-01698-0, S. 90–110.
  • mit Rudolf Peitz: „Decem quaestiones de medicorum statu“. Beobachtungen zum Fakultätensttreit und zum mittelalterlichen Unterrichtsplan Ingolstadts. In: Gundolf Keil, Bernd Moeller, Winfried Trusen (Hrsg.): Der Humanismus und die oberen Fakultäten (= Deutsche Forschungsgemeinschaft: Mitteilungen der Kommission für Humanismusforschung. 14). Acta Humaniora, Weinheim 1987, ISBN 3-527-17016-2, S. 215–238.
  • mit Paul Schnitzer (Hrsg.): Das Lorscher Arzneibuch und die frühmittelalterliche Medizin. Verhandlungen des Medizinhistorischen Symposiums im September 1989 in Lorsch (= Geschichtsblätter Kreis Bergstraße. Sonderband 12). Verlag Laurissa, Lorsch 1991, ISBN 3-922781-74-8.
  • (Hrsg.): Das Lorscher Arzneibuch. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1989, ISBN 3-8047-1078-6.
    • I. Band: Faksimile der Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg
    • I. I. Band: Übersetzung der Handschrift Msc. Med. 1 der Staatsbibliothek Bamberg. Von Ulrich Stoll und Gundolf Keil. Unter Mitwirkung von Albert Ohlmeyer
  • als Mitherausgeber und Verfasser diverser Artikel: Die deutsche Literatur des Mittelalters. Verfasserlexikon. Begr. von Wolfgang Stammler. Fortgef. von Karl Langosch. Hrsg. von Burghart Wachinger. de Gruyter, Berlin/ New York, ISBN 978-3-11-022248-7.
  • mit Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage und Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 3-11-015714-4.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Domes, Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Christoph Weißer, Volker Zimmermann (Hrsg.): Licht der Natur. Medizin in Fachliteratur und Dichtung. Festschrift für Gundolf Keil zum 60. Geburtstag. Kümmerle, Göppingen 1994, ISBN 3-87452-829-4.
  • Konrad Goehl, Johannes Gottfried Mayer (Hrsg.): Editionen und Studien zur lateinischen und deutschen Fachprosa des Mittelalters. Festgabe für Gundolf Keil. Königshausen & Neumann, Würzburg 2000, ISBN 3-8260-1851-6.
  • Dominik Groß, Monika Reininger (Hrsg.): Medizin in Geschichte, Philologie und Ethnologie. Festschrift für Gundolf Keil. Königshausen & Neumann, Würzburg 2003, ISBN 3-8260-2176-2, insbesondere S. 5 (Vorwort) und 411–471 (Verzeichnis der Veröffentlichungen von Gundolf Keil, zusammengestellt von Christoph Weißer und Carolin Schmidt)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werner E. Gerabek: Laudatio anläßlich des 60. Geburtstages von Professor Dr. med. Dr. phil. Gundolf Keil am 17. Juli 1994. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 13, 1995, S. 533–535.
  2. Gundolf Keil: Die urognostische Praxis in vor- und frühsalernitanischer Zeit. Medizinische Habilitationsschrift Freiburg im Breisgau 1970.
  3. a b Dominik Groß, Monika Reiniger: Medizin in Geschichte, Philologie und Ethnologie. Festschrift für Gundolf Keil. Königshausen & Neumann, Würzburg 2003, S. 5.
  4. Mitgliederverzeichnis
  5. Gundolf Keil: Literaturbegriff und Fachprosaforschung. In: Jahrbuch für Internationale Germanistik 2, 1970, Nr. 1, S. 95–102.
  6. DWV: Fachprosaforschung - Grenzüberschreitungen
  7. a b c d e f Daniel Müller: Promotionen: Würzburger Doktorfabrik. In: Die Zeit. Nr. 47, 15. November 2012.
  8. Olaf Przybilla: Uni Würzburg – eine Doktorfabrik? – Die Angst vor dem Déjà-vu. In: Süddeutsche Zeitung. 31. März 2011.
  9. Armin Geus: Aufhören: Berichte aus den nachgelassenen Papieren eines heiteren Chronisten. (= Nebensachen und Seitenblicke. Heft 13). Basilisken-Presse, Marburg an der Lahn 2014, ISBN 978-3-941365-46-9, S. 24.
  10. Olaf Przybilla: Vorwürfe gegen die Universität Würzburg – Die Doktorfabrik. In: Süddeutsche Zeitung. 1. Juni 2011 (Interview mit Unipräsident Alfred Forchel und dem Dekan der medizinischen Fakultät Matthias Frosch)
  11. Hermann Horstkotte: Entziehung des Doktortitels: Ramschware Dr. med. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 26. Oktober 2011.
  12. Manfred Schweidler: Uni nimmt zwei Doktoren Titel ab. In: Mainpost. 7. November 2012.
  13. Ralph Bauer: Plagiatsaffäre zieht weiter Kreise - Zwei Doktoren sollen nun ihren Titel verlieren. In: Südwest Presse. 9. November 2012.
  14. Wolfgang Freericks: Begrüßungsansprache zur Verleihung des Georg-Dehio Preises 1997. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 17, 1998, S. 565–567; hier: S. 566.
  15. Gundolf Keil: Zehn Jahre ‚Würzburger medizinhistorisches Kolloquium‘. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 9, 1991, S. 5–9; hier: S. 5.
  16. Ralf Vollmuth: Laudatio anläßlich der Ernennung von Prof. Dr. Dr. Gundolf Keil zum Ehrenvorsitzenden der ‚Würzburger medizinhistorischen Gesellschaft‘. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. 21, 2002, S. 558 f.
  17. Hans-Achim Müller: Grußworte anläßlich der Überreichung der Festschrift an Herrn Professor Dr. med. Dr. phil. G. Keil. (gehalten im Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg am 16. 7. 1994) In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 13, 1995, S. 532.