Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder

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Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder ist eine Bildmappe des Schweizer Künstlers Jörg Müller aus dem Jahr 1973. Sie illustriert die scheinbar unaufhaltsame „Zubetonierung“ einer fiktiven Landschaft im Kanton Aargau in Zeiten des Wirtschaftswachstums.

Sie machte den Illustrator Müller auf Anhieb bekannt. Die sieben Bilder zeigen den immer gleichen Ausschnitt einer Landschaft im Wechsel der Jahreszeiten im Abstand von nur drei beziehungsweise vier Jahren. Die Kritik am Fortschrittsglauben ihrer Entstehungszeit, die in den Bildern nüchtern unpädagogisch zum Ausdruck kam, machten die Mappe, die 1974 den deutschen Jugendbuchpreis erhielt, zu einem Novum im Bereich Bilderbuch. Eine zweite Bildmappe Müllers, Hier fällt ein Haus, dort steht ein Kran und ewig droht der Baggerzahn (1976), zeigt den Wandel einer Stadt als unaufhaltsamen Baufortschritt in ähnlich detailgetreuen Abbildungen.

1976 komponierte Wolfgang Söring eine Musik zu Müllers Bildern. Ute Blaich und Gert Haucke schrieben Texte zu jedem einzelnen der grossformatigen Werke. Musik und Text bildeten Hörfolgen, die auf einer Schallplatte erschienen.

Buchausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder oder Die Veränderung der Landschaft. Sauerländer, Aarau / Frankfurt am Main 1973; Neuausgaben: 2007, ISBN 978-3-7941-5177-6; Fischer Saerländer, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-7373-5449-3.
    • als Hörbuch: Alle Jahre wieder saust der Presslufthammer nieder oder die Veränderung der Landschaft: Hörfolge mit Musik, Text von Ute Blaich und Gert Haucke, Teldec 1976, DNB 1004832311; Phonogram, Hamburg 1981, DNB 820037974 (Schallplatte 33 UpM, Stereo ; 30 cm, Philips 6449033 / Tonkassette, Nr. 7143033).
  • Hier fällt ein Haus, dort steht ein Kran und ewig droht der Baggerzahn oder Die Veränderung der Stadt. Sauerländer, Aarau 1976 (8. A. 1995), ISBN 3-7941-1499-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Illustrationen auf der Website des Gewerbemuseums Winterthur anlässlich der Ausstellung vom 2. September bis 21. Oktober 2007