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Alsterweiler-Kapelle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Katholische Kapelle Mariä-Schmerzen
Alsterweiler-Kapelle
Alsterweiler-Kapelle
Basisdaten
Konfession römisch-katholisch
Ort Maikammer, Deutschland
Baugeschichte
Baubeginn 1845
Baubeschreibung
Baustil Klassizismus
Bautyp Saalbau
Koordinaten 49° 18′ 31,3″ N, 8° 7′ 11,5″ OKoordinaten: 49° 18′ 31,3″ N, 8° 7′ 11,5″ O

Die Alsterweiler-Kapelle, auch Mariä-Schmerzen-Kapelle oder Sieben-Schmerzen-Kapelle[1] genannt, befindet sich in Alsterweiler, einem Ortsteil von Maikammer im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie steht unter Denkmalschutz.[2]

Die Kapelle befindet sich in der örtlichen Alsterweiler Hauptstraße 5. Sie ist der Ausgangspunkt des Weinlehrpfad Maikammer.[3]

Die Kapelle wurde 1845 mit einem klassizistischen Saalbau errichtet. Die Initiative ging dabei von Bürgern vor Ort aus; entsprechend mussten Bau und Inneneinrichtung durch Spenden und Stiftungen finanziert werden. 1968 wurde das Bauwerk außerdem renoviert. Da das Altarbild 1980 restauriert wurde, fand in diesem Zusammenhang eine erneute Renovierung des gesamten Bauwerks statt.[4]

Blick zum Altar mit Flügelretabel im Chor
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Motiv: Detailreichere, klarere Aufnahme des Flügelaltars

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

In der Kapelle befindet sich eines der in der Pfalz wenig erhaltenen spätgotischen Flügelretabel mit Tafelmalereien. Es wurde in der Zeit um 1445 geschaffen. Ursprünglich stammte es aus der Maikammerner Pfarrkirche St. Kosmas und Damian. Vermutlich wurde es vom Kloster Heilsbruck beauftragt, dem die Pfarrkirche zugehörig war, und von dem Straßburger Glas- und Tafelmaler Heinz geschaffen. Möglicherweise war auch der Maler Hans Hirtz beteiligt. Der mittlere Schrein ist mit einer figurenreichen Kreuzigung Christi auf goldenem Grund bemalt. Auf dem linken Flügel ist die Kreuztragung Christi und auf dem rechten Flügel die Kreuzabnahme dargestellt. Auf der Rückseite sind Darstellung der heiligen Zwillinge Cosmas und Damian sowie eine Geißelung Christi aufgemalt.[5]

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Motiv: Ansicht der Orgel

Falls du dabei helfen möchtest, erklärt die Anleitung, wie das geht.
BW

Auch eine Orgel ist der Teil der Ausstattung. Dessen Gehäuse und ursprüngliches Werk wurden 1844 von Johann Eichenauer für die Kirche St. Pankratius in Berghausen geschaffen. In 1878 baute Gustav Schlimbach eine neue Orgel im alten Gehäuse. Nach der Kapellenrenovierung, kam das Instrument 1981 von Berghausen in die Alsterweiler-Kapelle und Gebr. Späth Orgelbau baute ein neues Werk mit mechanischen Trakturen in dem historischen Gehäuse. Die Orgel verfügt über sieben klingende Register auf einem Manual und Pedal. Alle Windladen sind als Schleifladen ausgeführt. Die Disposition lautet:[6]

Manual C–g3
1. Praestant 8′
2. Holzgedackt 8′
3. Oktave 4′
4. Sifflöte 2′
Terz
(Vorabzug aus Nr. 5)
135
5. Sesquialter II 223
6. Mixtur III 113
Pedal C–f1
7. Subbass 16′

Ebenfalls Teil der denkmalgeschützten Anlage ist ein benachbartes Missionskreuz aus Sandstein, das laut seiner Inschrift aus dem Jahr 1852 stammt.[2]

Commons: Alsterweiler-Kapelle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Mariä Schmerzen. alsterweiler.matthiasdreyer.de, abgerufen am 21. November 2013.
  2. a b Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. (Memento vom 29. November 2025 im Internet Archive)Mainz 2025[Version 2026 liegt vor.], S. 70 f. (PDF; 10 MB).
  3. Weinlehrpfad Maikammer – Wein-Wanderung über die Mandelhöhe. weinlehrpfade.de, abgerufen am 21. November 2013.
  4. Alsterweiler Kapelle. suedlicheweinstrasse.de, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 14. Juli 2014; abgerufen am 21. November 2013.
  5. Hans Caspary (Bearb.): Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Rheinland-Pfalz, Saarland. 2., bearbeitete und erweiterte Auflage. Deutscher Kunstverlag, Berlin / München 1984, ISBN 3-422-00382-7 (dehio.org [abgerufen am 7. Oktober 2025]).
  6. Informationen zur heutigen Orgel und deren Geschichte (Beschreibung Nr. 2074316). In: Orgeldatenbank orgbase.nl. Abgerufen am 27. Oktober 2025.