Maikammer

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Maikammer
Maikammer
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Maikammer hervorgehoben
Koordinaten: 49° 18′ N, 8° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Maikammer
Höhe: 151 m ü. NHN
Fläche: 13,68 km2
Einwohner: 4360 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 319 Einwohner je km2
Postleitzahl: 67487
Vorwahl: 06321
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 052
Adresse der Verbandsverwaltung: Immengartenstraße 24
67487 Maikammer
Webpräsenz: www.maikammer.de
Ortsbürgermeister: Karl Schäfer (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Maikammer im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)MaikammerSankt Martin (Pfalz)Herxheim bei Landau/PfalzHerxheimweyherRohrbach (Pfalz)InsheimBornheim (Pfalz)Essingen (Pfalz)Hochstadt (Pfalz)Offenbach an der QueichBilligheim-IngenheimBirkweilerBirkweilerBöchingenBöchingenBöchingenEschbach (Pfalz)FrankweilerFrankweilerGöcklingenHeuchelheim-KlingenIlbesheim bei Landau in der PfalzIlbesheim bei Landau in der PfalzImpflingenKnöringenLeinsweilerRanschbachSiebeldingenSiebeldingenWalsheimWalsheimWalsheimBad BergzabernBarbelrothBirkenhördtBöllenbornDierbachDörrenbachGleiszellen-GleishorbachHergersweilerKapellen-DrusweilerKapsweyerKlingenmünsterNiederhorbachNiederotterbachOberhausen (bei Bad Bergzabern)OberotterbachOberschlettenbachPleisweiler-OberhofenSchweigen-RechtenbachSchweighofenSteinfeld (Pfalz)VorderweidenthalAlbersweilerAlbersweilerAnnweiler am TrifelsAnnweiler am TrifelsDernbach (Pfalz)EußerthalGossersweiler-SteinMünchweiler am KlingbachRamberg (Pfalz)RinnthalSilz (Pfalz)VölkersweilerWaldhambach (Pfalz)WaldrohrbachWernersbergAltdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)BurrweilerBurrweilerEdenkobenEdenkobenEdesheimEdesheimEdesheimEdesheimFlemlingenFlemlingenFlemlingenFreimersheim (Pfalz)GleisweilerGleisweilerGommersheimGommersheimGommersheimGroßfischlingenHainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)KleinfischlingenRhodt unter RietburgRhodt unter RietburgRoschbachRoschbachVenningenVenningenVenningenWeyher in der PfalzWeyher in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandkreis GermersheimRhein-Pfalz-KreisLandkreis Bad DürkheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Bad DürkheimLandkreis KaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzFrankreichKarte
Über dieses Bild
Maikammer mit Hambacher Schloss 2013
Maikammer Gesamtansicht vom Sommerberg
Straße in Maikammer

Maikammer ist eine Ortsgemeinde und ein Wein- und Erholungsort im Südwesten Deutschlands in der Pfalz südlich von Neustadt an der Weinstraße. Sie ist Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer Höhe von 120 bis zu 300 m am Fuße der Kalmit, der höchsten Erhebung des Pfälzerwaldes (673 m), gelegen, liegt Maikammer in einer von Reben dominierten Landschaft. Weitere Erhebungen auf Gemarkung der Gemeinde neben der Kalmit sind die Nordflanke des Schafkopf (617 m), der Rotsohlberg (607 m), die Nordflanke des Stotz (603 m), die Nordostflanke des Breitenbergs (545 m), der Flachkopf (498 m) und der Wetterkreuzberg (401 m).

Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Neustadt an der Weinstraße, Kirrweiler (Pfalz), Edenkoben, Sankt Martin (Pfalz), Edenkoben (Exklave), Gommersheim (Exklave) und Kirrweiler (Exklave).

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund des milden Klimas wachsen hier neben dem Wein exotische Früchte wie Kiwis, Zitronen, Mandeln und Esskastanien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Maikammer und Alsterweiler zusammengewachsen waren, trug die Gemeinde bis zum 31. Mai 1938 den Doppelnamen Maikammer-Alsterweiler.[2][3]

Maikammer ist Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, die aufgrund eines Landesgesetzes zum 1. Juli 2014 mit der Verbandsgemeinde Edenkoben zusammengelegt wurde. Laut Urteil des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz vom 8. Juni 2015 (VGH N 18/14) ist die Zwangsfusion jedoch nichtig und Maikammer ab sofort wieder eine eigenständige Verbandsgemeinde.[4]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Oktober 2014 waren 53,6 Prozent der Einwohner katholisch und 23,8 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Maikammer besteht aus 20 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG BL Gesamt
2014 3 12 3 2 20 Sitze
2009 3 12 3 2 20 Sitze
2004 3 11 3 3 20 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe Verbandsgemeinde Maikammer e. V.
  • BL = Bürgerliste e. V.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Maikammer
Blasonierung: „In Schwarz ein goldenes Gemarkungszeichen in Form eines steigenden Pfeils, dessen Schaft in einem Kreuz endet.“[7]
Wappenbegründung: Es wurde 1937 vom bayerischen Reichsstatthalter genehmigt und geht zurück auf ein Siegel von 1743.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die katholische Kirche Maikammer
Innenraum der Kirche

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Alsterweiler-Kapelle mit dem „Maikammerer Altar“ und einem spätgotischen Triptychon. Das Altarbild zählt zu den wenigen noch erhaltenen Beispielen gotischer Tafelmalerei in der Pfalz. Wohl um 1445 vollendet, ist er ein wertvolles Zeugnis oberrheinischer Malerei.
  • Außerdem ist den Gebrüdern Ullrich, den Erfindern der Gelenksperre für klappbare Meterstäbe oberhalb von Maikammer ein Denkmal gesetzt worden: ein überdimensionaler Zollstock.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Maikammer

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Historischem hat Maikammer noch ein beheiztes Freibad mit Wellenrutsche und Kletterwand am Schwimmbecken, eine Open-Air-Halle mit vier Tennisplätzen (Kunstrasen mit Quarzsand) und vier Squash-Courts. Weitere sportliche Highlights: Die neu errichtete Kalmithalle und der Kunstrasen, auf welchem der TuS Maikammer seine Fußballspiele austrägt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Maifest – Weintreff
  • Brunnenkerwe
  • Weinkerwe
  • Gartenmarkt
  • Mineralientage Maikammer
  • Herbstmarkt
  • Automarkt

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autobahnanschluss Edenkoben zur A 65 in unmittelbarer Nähe mit direkten Auf- und Abfahrten in Richtung Karlsruhe bzw. Ludwigshafen/Mannheim.

Von 1912 bis 1955 war Maikammer durch die Pfälzer Oberlandbahn, eine elektrische Überland-Straßenbahn, direkt mit den Hauptbahnhöfen in Neustadt a.d. Hardt bzw. Landau verbunden. Die Bahn diente bis auf die Kriegszeiten überwiegend dem Personenverkehr.

Seit 1855 hat Maikammer mit der ca. 1 km östlich des Ortszentrums gelegenen Station Maikammer-Kirrweiler einen Anschluss an die Bahnstrecke Neustadt–Wissembourg, der ehemaligen Pfälzischen Maximiliansbahn.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule Johannes-Leonhardt-Schule in Maikammer
  • Realschule Plus Maikammer-Hambach

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Allmaras, Geheimrat
  • Dieter Ziegler (* 1937), Winzer und Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter und Minister in Rheinland-Pfalz, Bürgermeister der Gemeinde Maikammer

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Koch, bedeutender klassizistischer Architekt, 1781 in Maikammer geboren, 1861 in Bernstein (Burgenland) gestorben, tätig vor allem in Wien (Palais Clam-Gallas), Böhmen (Prag, Villa Kinský) und Ungarn (Schloss in Fehérvárcsurgó)[8][9]
  • Jakob von Hartmann (1795–1873), Offizier, zuletzt General der Infanterie der Bayerischen Armee
  • Jakob Hildenbrand (1860–1933), Politiker (BVP)
  • Johannes Wolf (1885–1961), Winzer und Politiker (BVP, CDU), Landtagsabgeordneter in Rheinland-Pfalz, Bürgermeister der Gemeinde Maikammer
  • Holmes Zimmermann (1900–1957), Schauspieler
  • Helmut Ziegler (1913–1971), Politiker (SPD)
  • Karl Lackner (1917–2011), Jurist
  • Dieter Ziegler (* 1937), Winzer und Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter und Minister in Rheinland-Pfalz, Bürgermeister der Gemeinde Maikammer

Personen, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ingobert Heieck (1936–1993), deutscher römisch-katholischer Ordensbruder, wuchs vor Ort auf
  • Die Brüder Franz und Anton Ullrich erfanden eine Neuerung an Gelenkmaßstäben mit Federsperrung (Kaiserliches Patentamt, Patentschrift No. 41417 patentiert am 10. September 1886, veröffentlicht am 2. Dezember 1887). Gliedermaßstäbe mit Einschnappvorrichtung in den Gelenken gab es schon vordem, allerdings brachte diese Erfindung eine Vereinfachung der Handhabung mit sich. Den Gebrüdern Ullrich wurde als Erfinder am südlichen Ortseingang ein Denkmal in Form eines Klappmeters gesetzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Leonhardt (u. a.): Chronik Maikammer–Alsterweiler, Ortsgemeinde, Maikammer 1986 (enthält u. a. Leonhardt: Geschichte von Maikammer–Alsterweiler [ursprünglich 1928 erschienen])
  • Günter Schäfer, Martina Stöckl: Ortsfamilienbuch Maikammer-Alsterweiler 1587–1918/1937. Maikammer 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maikammer – Sammlung von Bildern
 Wikinews: Maikammer – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 506.
  3. Statistik des Deutschen Reichs, Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich, Teil I, Berlin 1939, S. 269.
  4. Urteil des Verfassungsgerichtshofs Rheinland-Pfalz vom 8. Juni 2015, abgerufen am 12. Juni 2015
  5. Gemeindestatistik. In: KommWis. 31. Oktober 2014; abgerufen am 30. November 2014.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  8. Autor: Koch, Heinrich. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950. 2. überarbeitete Auflage (nur online).
  9. Webseite zu Heinrich Koch