Aluminiumselenid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Aluminiumselenid
__ Al3+     __ Se2−
Allgemeines
Name Aluminiumselenid
Andere Namen

Aluminium(III)-selenid

Verhältnisformel Al2Se3
CAS-Nummer 1302-82-5
PubChem 164804
Kurzbeschreibung

bräunlicher geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 290,84 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,437 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

950 °C[1]

Löslichkeit

Zerfällt in Al2O3 und SeO2 in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​330​‐​373​‐​400​‐​410
P: 260​‐​301+310​‐​304+340​‐​320​‐​330​‐​405​‐​501 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][1]
Umweltgefährlich Giftig
Umwelt-
gefährlich
Giftig
(N) (T)
R- und S-Sätze R: 23/25​‐​33​‐​50/53
S: 20/21​‐​28​‐​45​‐​60​‐​61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Aluminiumselenid ist eine anorganische chemische Verbindung des Aluminiums aus der Gruppe der Selenide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumselenid kann durch Reaktion von Aluminium mit Selen bei 1000 °C gewonnen werden.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumselenid ist ein feuchtigkeitsempfindlicher gelb- bis bräunlicher Feststoff, der sich in Wasser Aluminiumhydroxid und Selenwasserstoff zersetzt.[4]

Der Reinstoff ist weiß, das Handelsprodukt jedoch meist gelb- oder bräunlich.[5] Er besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe Cc (Raumgruppen-Nr. 9)Vorlage:Raumgruppe/9 und den Gitterparametern a = 1168 pm, b = 673 pm, c = 733 pm und α = 121,1° sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle. Die Verbindung ist ein Halbleiter.[6]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumselenid wird als Ausgangsstoff zur Herstellung von Selenwasserstoff in der Halbleiterproduktion verwendet.[5][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt Aluminum selenide, 99% (metals basis) bei AlfaAesar, abgerufen am 7. August 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  3. a b Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis, 2011, ISBN 1-4398-1462-7, S. 12 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Richard C. Ropp: Encyclopedia of the Alkaline Earth Compounds. Newnes, 2012, ISBN 0-444-59553-8, S. 172 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. a b G. R. Waitkins, R. Shutt, Irvin W. Kinney, James P. McReynolds: Aluminum Selenide and Hydrogen Selenide. In: W. Conard Fernelius (Hrsg.): Inorganic Syntheses. Vol. 2. John Wiley & Sons, Inc., 2007, ISBN 978-0-470-13233-3, S. 183–186, doi:10.1002/9780470132333.ch55.
  6. Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 302 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).