Aluminiumselenid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Aluminiumselenid
__ Al3+     __ Se2−
Allgemeines
Name Aluminiumselenid
Andere Namen

Aluminium(III)-selenid

Verhältnisformel Al2Se3
CAS-Nummer 1302-82-5
PubChem 164804
Kurzbeschreibung

bräunlicher geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 290,84 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,437 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

950 °C[1]

Löslichkeit

Zerfällt in Al2O3 und SeO2 in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
06 – Giftig oder sehr giftig 08 – Gesundheitsgefährdend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​330​‐​373​‐​410
P: 260​‐​301+310​‐​304+340​‐​320​‐​330​‐​405​‐​501 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Aluminiumselenid ist eine anorganische chemische Verbindung des Aluminiums aus der Gruppe der Selenide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumselenid kann durch Reaktion von Aluminium mit Selen bei 1000 °C gewonnen werden.[2]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumselenid ist ein feuchtigkeitsempfindlicher gelb- bis bräunlicher Feststoff, der sich in Wasser Aluminiumhydroxid und Selenwasserstoff zersetzt.[3]

Der Reinstoff ist weiß, das Handelsprodukt jedoch meist gelb- oder bräunlich.[4] Er besitzt eine monokline Kristallstruktur mit der Raumgruppe Cc (Raumgruppen-Nr. 9)Vorlage:Raumgruppe/9 und den Gitterparametern a = 1168 pm, b = 673 pm, c = 733 pm und α = 121,1° sowie vier Formeleinheiten pro Elementarzelle. Die Verbindung ist ein Halbleiter.[5]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aluminiumselenid wird als Ausgangsstoff zur Herstellung von Selenwasserstoff in der Halbleiterproduktion verwendet.[4][2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Aluminum selenide, 99% (metals basis) bei AlfaAesar, abgerufen am 7. August 2013 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Dale L. Perry: Handbook of Inorganic Compounds, Second Edition. Taylor & Francis, 2011, ISBN 1-4398-1462-7, S. 12 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Richard C. Ropp: Encyclopedia of the Alkaline Earth Compounds. Newnes, 2012, ISBN 0-444-59553-8, S. 172 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b G. R. Waitkins, R. Shutt, Irvin W. Kinney, James P. McReynolds: Aluminum Selenide and Hydrogen Selenide. In: W. Conard Fernelius (Hrsg.): Inorganic Syntheses. Vol. 2. John Wiley & Sons, Inc., 2007, ISBN 978-0-470-13233-3, S. 183–186, doi:10.1002/9780470132333.ch55.
  5. Jean d’Ans, Ellen Lax, Roger Blachnik: Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Springer, 1998, ISBN 3-642-58842-5, S. 302 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).