Ameni Qemau

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Namen von Ameni Qemau
Eigenname
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iiT14w
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Ameniqemau
Jmn jj qm3w

Ameniqemau, auch Ameni Qemau, ist der Eigenname eines altägyptischen Königs (Pharaos) der frühen 13. Dynastie (Zweite Zwischenzeit).

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisher ist er nur durch seine Pyramide bekannt. Es gibt diverse Vorschläge, ihn mit Herrschern, die von anderen Monumenten bekannt sind, gleichzusetzen, so z. B. mit Se-hotep-ib-Re, der im Königspapyrus Turin erscheint und ein Jahr regiert haben soll.

Grabmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Ameni-Qemau-Pyramide

Im Jahr 1957 entdeckte Charles Arthur Musès in Dahschur-Süd die Überreste einer Pyramide aus der 13. Dynastie mit einer Basislänge von etwa 52 m. Während der Oberbau aufgrund von Steinraub weitgehend zerstört war, ist die Substruktur erhalten geblieben. Die Anordnung der Kammern ist typisch für die späte 12. Dynastie bzw. frühe 13. Dynastie.

In den monolithischen Steinsarkophag war je ein Hohlraum für die Mumie und die Kanopen geschlagen. Der Sarkophag war aufgebrochen und enthielt lediglich einige unidentifizierbare Knochenreste. Auf der Suche nach Wertgegenständen hatten die Grabräuber die Kanopenkrüge zertrümmert zurückgelassen. Musès setzte sie wieder zusammen und fand auf ihnen den Namen des Pharaos: Ameni Qemau. Man kann davon ausgehen, dass der König in seiner Pyramide bestattet wurde, da entsprechende Spuren vorhanden waren. Musès Aufzeichnungen wurden jedoch aus seinem Haus in Kairo entwendet und der Fund erst später im Detail veröffentlicht.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen von Beckerath: Untersuchungen zur politischen Geschichte der zweiten Zwischenzeit in Ägypten. Glückstadt/ New York 1964, S. 41–42, 233, XIII. B
  • K .S. B. Ryholt: The Political Situation in Egypt during the Second Intermediate Period. Kopenhagen 1997, S. 214–15, 337 (File 13/5)
  • Thomas Schneider: The Relative Chronology of the Middle Kingdom and the Hyksos Period (Dyns. 12–17). In: Erik Hornung, Rolf Krauss, David A. Warburton (Hrsg.): Ancient Egyptian Chronology (= Handbook of Oriental studies. Section One. The Near and Middle East. Band 83). Brill, Leiden/Boston 2006, ISBN 978-90-04-11385-5, S. 168–196 (Online).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nabil M. Swelim, Aidan Dodson: On the Pyramid of Ameny-Qemau and its Canopic Equipment, In: Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo 54 (1998), S. 319–334
VorgängerAmtNachfolger
unsicherPharao von Ägypten
frühe 13. Dynastie
unsicher