Amenra

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AmenRa
Amenra (2013)
Amenra (2013)
Allgemeine Informationen
Herkunft Kortrijk (Belgien)
Genre(s) Post-Metal
Gründung 1999
Website www.ritualofra.com
Aktuelle Besetzung
Gesang
Colin H. van Eeckhout
Lead-Gitarre
Mathieu Vandekerckhove
Levy Seynaeve
Bjorn Lebon
Gitarre
Lennart Bossu
Ehemalige Mitglieder
Bass
Kristof Mondy
Live- und Session-Mitglieder
Gesang
Scott Kelly

Amenra (ausgesprochen “Amen Ra”) ist eine belgische Post-Metal-Band, die 1999 in Kortrijk gegründet wurde und aus der Hardcore-Band Spineless hervorging.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Auflösung der Band Spineless wurde Amenra von Sänger Colin H. van Eeckhout, Gitarrist Mathieu Vandekerckhove und Bassist Kristof Mondy gegründet.[1] Die Gründung benennt Colin H. van Eeckhout als den wichtigsten Augenblick der Bandgeschichte, welche durch den späteren Tod seines Vaters als Projekt Ernsthaftigkeit erhielt.[2] Bis zum Jahr 2003 stieß Bjorn Lebon hinzu und in diesem ersten festen Lineup nahmen Amenra ihr Debütalbum auf. Die Bandkonstellation veränderte sich seither nur geringfügig. So stieß Lennart Bossu 2008 als weiterer Gitarrist zur Band.

Über die Jahre veröffentlichten Amenra neben den regulären Studioalben eine Vielzahl an Split-EPs und zum Teil limitiertem Zusatzmaterial. Im Jahr 2009 erschien das Akustikalbum Afterlife sowie das Buch und die DVD der Church of Ra. 2012 erschien das Livealbum Live mit einer Auswahl von Aufnahmen aus Griechenland, Belgien und den Niederlanden. Im gleichen Jahr unterzeichnete die Band einen Vertrag mit Neurot Recordings.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den in den Songtexten enthaltenen Metaphern, fassen die Musiker und Künstler alle zusammenhängenden Projekte als Church of Ra zusammen und bezeichnet den Zusammenhang als eine Überzeugungen und Art der Gläubigkeit.[3] Religiöse Themata und eine Dualität aller Dinge sind Kernbegriffe der Church of Ra.[4] Personell umfasst die Church of Ra überwiegend Musiker und bildende Künstler, deren Werke auf verschiedenen Kunstausstellungen in Belgien und Frankreich präsentiert werden. Alle Künstler stehen in einem engen Verbund mit Amenra. Die Werke der verschiedene Künstler fließen in die Gestaltung des Gesamtkunstwerkes der Church of Ra mit ein und ergänzen die Arbeiten anderer Künstler. Neben den ästhetischen und thematischen Gemeinsamkeiten der Church of Ra sollen alle Facetten der Organisation, mittels eines Selbstreflektierenden Ausdrucks, dem psychologischen Ziel dienen, jedem zur Erkenntnis einer individuellen Wahrheit zu verhelfen.[5][6]

Religiöse Motive spiegeln sich in den Auftritten, Videos und Artworks der gesamten Church of Ra wider. Colin H. Van Eeckhout sieht so auch Amenra, welche er als den Kern der Church of Ra bezeichnet, in einer ethischen Funktion, ohne derweil belehrend oder reglementierend eingreifen zu wollen.

„Es geht darum, ein "gutes Leben" zu führen, ein "guter Mensch" zu sein. Ich werde mich hüten, hier irgendwelche Regeln aufzustellen, an die sich irgendwer halten soll. Du hast die Musik und Texte, aus denen sich jeder was gewinnen kann. Ohnehin hat doch jeder sein eigenes Leben, aus dem sich jeder was herausziehen und für das jeder seine eigenen Spielregeln aufstellen kann.“

Colin H. Van Eeckhout[3]

Eeckhout spricht dem ethischen und ästhetischen Konzept hinter der Church of Ra eine hohe Bedeutung zu die sich auch in der ästhetischen Codierung und Perfektionierung der Inhalte und Gestaltungen aller wahrnehmbaren Elemente der Church of Ra wiederfindet. Von der Covergestaltung über Musikvideos und Merch-Artikeln aber auch Kunstprojekten und Büchern bis zu der Gestaltung der Projekteigenen Website ist alles Teil dieses künstlerisch-ästhetischen sowie ethischen Konzeptes.[5]

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amenra werden dem Post-Metal zugerechnet. In Besprechungen wird auf Wechsel zwischen „Verharrungsphasen“ und Ausbrüchen in Form von Tempowechseln und tief gestimmten Gitarrenriffwellen hingewiesen.[7][8] Zur Stileingrenzung wird die Band mit frühen Isis und Neurosis verglichen – eine Umschreibung, welcher im Zuge der Kooperation mit Scott Kelly und dem Neurosis-eigenen Label Neurot Recordings auch Eeckehout zustimmte.

„Ich kann gar nicht beschreiben, was für ein erfüllendes Gefühl es ist, die Anerkennung von denjenigen zu erhalten, die den Weg vor uns beschritten haben, die wir respektieren und denen wir immens viel schulden. Ohne Neurosis hätte es vermutlich niemals Amenra gegeben.“

Colin H. Van Eeckhout[9]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Mass I: Prayer I- VI (Album, Anvil of Fury)
  • 2004: AmenRa/Vuu (Split-EP, Fivestar)
  • 2004: Prayers 8 + 10 (EP, Grave Escape)
  • 2004: Gameness/Amen Ra/Gantz/Vuur (Split-Album, Heart of Fire)
  • 2005: Mass II: Sermons (EP, Eigenvertrieb)
  • 2005: Mass III (Album, Fivestar, Sound Devastation)
  • 2007: Amenra/Hitch (Split-EP, Vlas Vegas)
  • 2008: Mass IIII (Album, Hypertension Records)
  • 2009: Mass III-II + IIII (Kompilation, Init Records)
  • 2009: Afterlife (EP, Eigenvertrieb)
  • 2011: Amenra/Black Heart Rebellion (Split-EP, S&D)
  • 2011: Amenra/Hive Destruction (Split-EP, Init Records)
  • 2011: Amenra/Oathbreaker (Split-Ep, Church of Ra)
  • 2012: Amenra/Hessian (Split-EP, Init Records)
  • 2012: Live (Livealbum, ConSouling Sounds)
  • 2012: Mass V (Album, Neurot Recordings)
  • 2015: Live II (Livealbum, Myproudmountain)
  • 2017: Mass VI (Album, Neurot Recordings)

Video/DVD[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005: Mass III DVD (pre-order special)
  • 2009: Church of Ra
  • 2009: Amenra 23.10 live DVD

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Church of Ra

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Laut.de: Amenra. Abgerufen am 19. Juni 2018.
  2. BlackMagazin.com: Colin H van Eeckhout (CHVE, Amenra, Kingdom, Blind to Faith) – Interview (Memento vom 5. Dezember 2016 im Internet Archive)
  3. a b Konstantin Hanke: Interview Colin H. Van Eeckhout, Amenra. Ox-Fanzine, abgerufen am 29. April 2014.
  4. Amenra Interview. The Hour is Near, abgerufen am 29. April 2014.
  5. a b Bradley Smith: Amenra 2013. Nocturnal Cult, abgerufen am 29. April 2014.
  6. Church of Ra. Church of Ra, abgerufen am 29. April 2014.
  7. BlackMagazin.com: Amenra - Mass I (Memento vom 30. April 2014 im Internet Archive)
  8. Anton Kostudis: Live. Metal.de, abgerufen am 29. April 2014.
  9. Alexander Eitner: Interview Colin H. Van Eeckhout, AmenRa. Metal news, archiviert vom Original am 30. April 2014; abgerufen am 29. April 2014. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.metalnews.de