Ammoniumperrhenat

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Kristallstruktur
Strukturformel von Ammoniumperrhenat
__ N3−     __ H+     __ Re7+     __ O2−
Raumgruppe

I41/a (Nr. 88)

Allgemeines
Name Ammoniumperrhenat
Andere Namen
  • Metaperrheniumsäureammoniumsalz
  • Rheniumstandardlösung
Verhältnisformel NH4ReO4
CAS-Nummer 13598-65-7
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 268,24 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

3,97 g·cm−3 (25 °C)[1]

Löslichkeit

wenig löslich in Wasser (6,2 g/100 ml bei 20 °C)[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
03 – Brandfördernd 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​315​‐​319​‐​335
P: 220​‐​261​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Brandfördernd Reizend
Brand-
fördernd
Reizend
(O) (Xi)
R- und S-Sätze R: 8​‐​36/37/38
S: 17​‐​26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Ammoniumperrhenat ist eine anorganische chemische Verbindung aus der Gruppe der Perrhenate.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Ammoniumperrhenat kann durch Reaktion von einer Perrheniumsäurelösung mit Ammoniak gewonnen werden.[4]

\mathrm{NH_3 + HReO_4 \longrightarrow NH_4ReO_4}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Ammoniumperrhenat ist ein weißer Feststoff,[1] der wenig löslich in Wasser ist. Er zerfällt bei 400 °C in Rhenium(IV)-oxid, Wasser und Stickstoff. Er besitzt eine tetragonale Kristallstruktur vom Scheelit-Typ mit der Raumgruppe I41/a (Raumgruppen-Nr. 88) und den Gitterparametern a = 587,1 pm und c = 1294,2 pm.[4]

Verwendung[Bearbeiten]

Die bei der Reduktion von Ammoniumperrhenat mit 2-Hydrazinopyridin und Triphenylphosphin entstehenden Rhenium(III)-organohydrazide sind potenzielle Radiopharmaka.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Datenblatt Ammonium perrhenate, 99.999% trace metals basis bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 2. August 2013 (PDF).
  2. O. Glemser "Ammonium Perrhenate" in Handbook of Preparative Inorganic Chemistry, 2nd Ed. Edited by G. Brauer, Academic Press, 1963, New York. vol. 1. p. 1484–85.
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  4. a b  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1633.