Amphitrite (Mythologie)

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Amphitrite (geschrieben: Aphirita) auf einer korinthischen Abbildung (ca. 575–550 v. Chr.)

Amphitrite (griechisch Ἀμφιτρίτη) oder Aphrodite Pelagia ist eine Okeanide oder Nereide der griechischen Mythologie. Sie gilt darin als Beherrscherin der Meere. Sie war für ihre Schönheit bekannt.

Ihre Eltern sind Okeanos und Tethys. Nach anderen Geschichten ist Amphitrite die Schwester der Tethys. In bestimmten Quellen wird sie als eine der Meernymphen Nereides erwähnt, und wäre somit Tochter des Nereus und der Doris. Dies ist die von Hesiod dargestellte Version (Hes. Th. 240ff.).[1] Eigentlich wollte Amphitrite unverheiratet bleiben. Poseidon aber hatte ein Auge auf sie geworfen und bedrängte sie so stark, dass Amphitrite zu Atlas flüchtete und sich bei ihm vor Poseidon versteckte. Später schickte Poseidon (bzw. Neptun) einen Delphin als Brautwerber zu Amphitrite, der das Herz von Amphitrite erweichen konnte. Amphitrite kehrte auf dem Rücken des Delphins zu Poseidon zurück, worauf die Götter sich vermählten. Triton war der erste Sohn dieser Verbindung.

Der Mythenforscher Robert Graves erwähnt andere Versionen dieses Mythos, die er als älter klassifiziert. Er interpretiert den Mythos von Amphitrite als das Eindringen der männlichen Priesterschaft in die vormals weibliche Domäne des Fischfangs.

Mehrere Schiffe wurden nach Amphitrite benannt, unter anderem eine der ältesten noch seegehenden Yachten der Welt, die deutsche Amphitrite. Als Namensgeber ist Amphitrite auch in der Astronomie – für den Asteroiden Amphitrite und für den hypothetischen Planeten Amphitrite des frühen Sonnensystems – sowie in der Biologie und Philosophie geehrt worden, siehe Amphitrite.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Amphitrite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Griechischer Text in der Perseus Digital Library; abgerufen am 31. März 2012

Literatur[Bearbeiten]