Andenkärpflinge

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Andenkärpflinge
Orestias pentlandii, Orestias jussiei, Orestias tschudii

Orestias pentlandii, Orestias jussiei, Orestias tschudii

Systematik
Ovalentaria
Überordnung: Ährenfischverwandte (Atherinomorphae)
Ordnung: Zahnkärpflinge (Cyprinodontiformes)
Unterordnung: Cyprinodontoidei
Familie: Cyprinodontidae
Gattung: Andenkärpflinge
Wissenschaftlicher Name
Orestias
Valenciennes, 1839

Die Andenkärpflinge, Titicaca-Kärpflinge oder Südamerikanischen Hochlandkärpflinge (Orestias) sind eine Gattung aus der Familie der Killifische. Ältere Systematiken stellten sie in die eigene Familie Orestiidae. Sie sind 9 bis 22 Zentimeter große, längliche Raubfische, die vor allem durch das Fehlen der Ventralflossen gekennzeichnet sind. Ihre Nahrung besteht aus tierischem Plankton. Sie sind endemisch im Titicaca-See und anderen peruanischen, bolivianischen und chilenischen Gewässern des Altiplano in Höhenlagen über 3.600 m. Viele Arten aus dieser Gattung sind aufgrund von Umweltverschmutzung und Faunenverfälschung durch Fremdfische selten geworden. Eine Art – der Amanto (Orestias cuvieri) − ist vermutlich ausgestorben.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende 44 Arten gehören zur Fischgattung Orestias, die die US-amerikanische Ichthyologin Lynne R. Parenti 1984 aufgrund der verwandtschaftlichen Verhältnisse in vier Artenkomplexe klassifiziert hat [1]

Agassii-Artenkomplex[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cuvieri-Artenkomplex[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gilsoni-Artenkomplex[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mulleri-Artenkomplex[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Villwock, Wolfgang, 1972. Gefahren für die endemische Fischfauna durch Einbürgerungsversuche und Akklimatisation von Fremdfischen am Beispiel des Titicacas-Sees (Peru/Bolivien) und des Lanao-Sees (Mindanao/Philippinen). Verhandlungen des Internationalen Vereins für Limnologie. 18 (1227-1234).
  • Parenti, Lynne R., 1984: A taxonomic revision of the Andean Killifish Genus Orestias (Cyprinodontiformes, Cyprinodontidae). Bulletin of the American Museum of Natural History 178: 107-214. PDF Volltext

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zur Systematik, Phylogenie und Biogeographie chilenischer Arten der Gattung Orestias VALENCIENNES, 1839 - Dissertation von Arne Lüssen (2003) (Memento vom 22. Mai 2011 im Internet Archive) (PDF; 6,8 MB):

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Andenkärpflinge (Orestias) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Zur Systematik, Phylogenie und Biogeographie chilenischer Arten der Gattung Orestias VALENCIENNES, 1839 - Dissertation von Arne Lüssen (2003) (PDF, Volltext (Memento vom 22. Mai 2011 im Internet Archive); PDF; 6,8 MB)
  • Orestias auf Fishbase.org (englisch)