Andreas Fischer (Regisseur)

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Andreas Fischer (* 1961 in Bonn) ist ein deutscher Filmemacher und Fotograf. Seit 1982 produziert er Dokumentar- und Kurzspielfilme für Kino und TV.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fischer wuchs in Troisdorf auf, wo er im Jahr 1981 das Abitur am Heinrich-Böll-Gymnasium machte. Im Jahr 1984 absolvierte er eine Ausbildung zum Fotografen. Nach seinem Studium der Filmwissenschaft, Psychologie und Ethnologie in Köln und Berlin in den Jahren 1984 bis 1992 war er Lehrbeauftragter am Theaterwissenschaftlichen Institut der FU Berlin. Im Jahr 1992 gründete er die Moraki Film GmbH mit Sitz in Berlin. Von 1999 bis 2004 war er künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kunsthochschule für Medien Köln im Fachbereich Fernsehen/Film.

Sein erster Kurzfilm Ladenschluss dokumentiert die Aufgabe des elterlichen Fotogeschäfts in Troisdorf. Die gesammelten Erfahrungen im Lauf der Entstehung seines ersten Films, das positive Echo in der Öffentlichkeit sowie seine Begeisterung für das Filmemachen ermutigten ihn zu weiteren Kurzfilmen. Seit den 1990er Jahren produzierte er zahlreiche Dokumentarfilme. Diese zeichnen sich durch intensive Zeitzeugeninterviews aus. Ein besonderer Themenschwerpunkt stellt die Weitergabe von Kriegstraumata in Familiensystemen dar (Söhne ohne Väter, Der Hamburger Feuersturm 1943). Sein gesamtes Werk umfasst bis heute mehrere Dokumentar- und Kurzfilmspiele sowie Fotografien und Hörstücke. Im Jahr 1997 erhielt er den Murnau-Kurzfilmpreis für seinen Kurzspielfilm Solo Talent.[1]

Im Jahr 2022 erschien sein autobiographischer Roman "Die Königin von Troisdorf. Wie der Endsieg ausblieb" (eschen 4 verlag)

Fischer lebt heute in Berlin.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: Ladenschluss
  • 1985: Wer unterm Weihnachtsbaum singen will, muss auch ins Fischbrötchen beissen
  • 1986: Die Welt braucht mehr Herz
  • 1987: Kurt
  • 1987: Der Pinocchio-Effekt bleibt aus / Hampelmann ist Hampelmann
  • 1988: Zweiundneunzigmalseinzusein
  • 1990: Küchenbank des Grauens
  • 1990: Im Schatten der Gigantin
  • 1990: Lindenhotel
  • 1991: Lockruf des Blutes
  • 1993: Kurt Matzner – Jahrgang 1900
  • 1994: Die Geschichte von der Trans-Ural-Photogesellschaft
  • 1995: Von den dunklen Zeiten zwischen Sprossenwand und Reck
  • 1995: Solo Talent
  • 1998: Sonntagsbesuche: Berlin
  • 1998: Nachricht des Herzens
  • 2003: Contergan: Die Eltern
  • 2003: Im Bunker
  • 2007: Söhne ohne Väter: Vom Verlust der Kriegsgeneration
  • 2008: Die Les Humphries Singers: Aufstieg und Fall einer Poplegende
  • 2008: Der Hamburger Feuersturm 1943 Teil 1
  • 2009: Der Hamburger Feuersturm 1943 Teil 2
  • 2010: Generation Tri Top
  • 2016: Töchter ohne Väter[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. murnau-stiftung.de: 4. Kurzfilmpreisträger 1997 - Solo Talent (Memento vom 10. Februar 2015 im Internet Archive)
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 4. Januar 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.moraki.de