Zum Inhalt springen

Anna von Hausswolff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Anna von Hausswolff beim Haldern Pop Festival (2013)

Anna Michaela Ebba Electra von Hausswolff (* 6. September 1986 in Göteborg)[1] ist eine schwedische Sängerin, Pianistin, Organistin und Liedermacherin.

Leben und Wirken

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hausswolff ist die Tochter des Klangkünstlers und Komponisten Carl Michael von Hausswolff.[2][3] Ihre ältere Schwester ist die Kamerafrau und Dokumentarfilmerin Maria von Hausswolff.[4] Sie studierte Architektur an der Technischen Hochschule Chalmers ohne Abschluss.[2]

Ihre erste Single Track of Time erschien am 5. Februar 2010,[5] gefolgt von dem Debütalbum Singing from the Grave, das die Top 5 in den schwedischen Charts erreichte.[6][3] 2009 trat sie beim Way Out West Festival auf.[2] Im März 2010 war Anna von Hausswolff Support der britischen Band Tindersticks[7] und tourte anschließend mit Taken by Trees in Brasilien. 2011 war sie u. a. Support von Lykke Li und M. Ward. Danach trat sie bei einigen Musikfestivals auf.

Ihr zweites Album Ceremony wurde am 18. Juli 2012 beim Label Kning Disk veröffentlicht und war inspiriert vom Tod ihres Großvaters.[8] In der Ballettproduktion Midsummer Night’s Dream (2015) des Choreografen Alexander Ekman sang sie als Solistin mit Musik des schwedischen Komponisten Mikael Karlsson.[9]

2018 führte Hausswolff beim Nobelbankett mit Mikael Karlsson das Werk Amends auf.[10] Im selben Jahr erschien das Album Dead Magic, das von Randall Dunn produziert und größtenteils in der Kopenhagener Marmorkirche aufgenommen wurde.[11]

Ihr fünftes Album All Thoughts Fly (2020) besteht vollständig aus Kompositionen für die Schnitger-Orgel der Neuen Kirche Örgryte in Göteborg.[12] Im Dezember 2021 wurden zwei ihrer geplanten Kirchenkonzerte in Frankreich durch Proteste von katholischen Fundamentalisten sabotiert, die ihre Musik als „satanisch“ bezeichneten.[13] 2022 wurde sie für den schwedischen Filmpreis Guldbagge Award in der Kategorie Best Original Score für den Film The Most Beautiful Boy in the World nominiert.[14]

Anna von Hausswolff ist bekannt für ihre kräftige Stimme und ihre vielschichtigen Liveauftritte.[2][7] Sie wird zuweilen mit Kate Bush verglichen.[2][15] Sie arbeitete mit Künstlern wie Swans, Sunn O))), Wolves in the Throne Room und Yann Tiersen zusammen.[16]

Chart­plat­zie­rungen
(vorläufig)

Erklärung der Daten
Alben[17]
Singing From The Grave
 SE514.05.2010(7 Wo.)
Ceremony
 SE527.07.2012(12 Wo.)
The Miraculous
 SE820.11.2015(1 Wo.)
Dead Magic
 DE5209.03.2018(1 Wo.)
 AT5316.03.2018(1 Wo.)
 CH5311.03.2018(1 Wo.)
 SE709.03.2018(1 Wo.)
Iconoclasts
 SE3307.11.2025(…Template:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufig/2025 Wo.)
  • 2010: Track of Time (Single)
  • 2010: Singing from the Grave (Album)
  • 2012: Ceremony (Album)
  • 2015: The Miraculous (Album)
  • 2018: Dead Magic (Album)
  • 2020: All Thoughts Fly (Album)
  • 2022: Live at Montreux Jazz Festival
  • 2025: Iconoclasts
Commons: Anna von Hausswolff – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Anna von Hausswolff bei Discogs
  2. a b c d e Martin Hanberg: Lokalen viktig för Anna von Hausswolff. Svenska Dagbladet, 27. Februar 2010, abgerufen am 28. Februar 2010 (schwedisch).
  3. a b Anna von Hausswolff. In: Apple Music Classical. Abgerufen am 31. Oktober 2025.
  4. Anna von Hausswolff bei IMDb
  5. Anna von Hausswolff — Track of Time. Kning Disk, archiviert vom Original am 18. Februar 2010; abgerufen am 28. Februar 2010.
  6. Anna von Hausswolff — Singing From the Grave. Kning Disk, archiviert vom Original am 8. Januar 2014; abgerufen am 7. Mai 2010.
  7. a b Anna von Hausswolff. Archiviert vom Original am 18. Februar 2010; abgerufen am 28. Februar 2010.
  8. Anna Von Hausswolff - Ceremony. In: City Slang. 8. Juli 2019, archiviert vom Original am 8. Juli 2019; abgerufen am 31. Oktober 2025 (englisch).
  9. Midsummer Night’s Dream – Mikael Karlsson. In: mikaelk.com. Abgerufen am 31. Oktober 2025 (englisch).
  10. The Nobel Banquet 2018. In: NobelPrize.org. Abgerufen am 31. Oktober 2025 (englisch).
  11. Thomas Pizzola: The Search For Direct Expression: Anna Von Hausswolff On 'Dead Magic'. In: New Noise Magazine. 27. Februar 2018, abgerufen am 31. Oktober 2025 (englisch).
  12. Anna von Hausswolff - All Thoughts Fly. Abgerufen am 31. Oktober 2025 (englisch).
  13. John Burger: When a French church tried to host ‘doom metal’ concert, young Catholics said ‘non’. In: Aleteia. 12. September 2021, abgerufen am 31. Oktober 2025 (englisch).
  14. Anna Von Hausswolff - Auszeichnungen. In: IMDb. Abgerufen am 31. Oktober 2025.
  15. Julia Pettersen: En svensk Susanne Sundfør. Dagbladet, 11. Mai 2010, abgerufen am 12. Mai 2010 (norwegisch).
  16. Anna Von Hausswolff (SE). In: Nordic Film Music Days. Abgerufen am 31. Oktober 2025 (englisch).
  17. Charts DE Charts AT Charts CH Charts SE