Anne Frank-Fonds

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Der Anne Frank-Fonds[1] (AFF; Eigenschreibweise auch: Anne Frank Fonds) ist eine Stiftung schweizerischen Rechts mit Sitz in Basel.

Er wurde von Otto Heinrich Frank mit seiner zweiten Ehefrau Elfriede («Fritzi», geborene Geiringer) 1963 in Basel gegründet. Frank setzte den Fonds zu seinem Universalerben ein. Als solcher verwaltet der Fonds das Urheberrecht am Tagebuch der Anne Frank. Neben seiner verlegerischen Tätigkeit engagiert sich der Fonds für den Schutz von Anne Franks Werk und Integrität. Er ist unabhängig vom Anne-Frank-Haus in Amsterdam.

Die Nonprofit-Organisation unterstützt mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Tagebuchs eine Vielzahl von Projekten weltweit. Dabei orientiert sich der Fonds an den Leitgedanken von Anne Frank und Otto H. Frank, denen Bildung, Dialog, Völkerverständigung und Überwindung von Vorurteilen und Rassismus am Herzen lagen. Der Fonds hat den «Medical Fund for the Righteous» eingerichtet, aus dem Medikamente für Gerechte unter den Völkern in Osteuropa finanziert werden. Der Fonds unterstützt seit dem Jahr 2000 die jährlich von der Stadt Bergen ausgerichteten «Anne-Frank-Friedenstage»[2] und arbeitet bei der Verbreitung der Botschaft des Tagebuchs von Anne Frank mit verschiedenen Institutionen in der ganzen Welt zusammen. Im Jahr 2003 wurden dem United States Holocaust Memorial Museum in Washington, D.C. für eine Ausstellung einige Originalblätter von Annes Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt. Der Jahresbericht zeigt die Bemühungen auf globaler Ebene bei Projekten in Deutschland, Israel, Indien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten.[3]

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Die Sammlung mit mehreren hundert Objekten der Familien Stern, Elias, Frank und des Anne Frank-Fonds werden voraussichtlich ab 2015 im Jüdischen Museum Frankfurt, im Rothschild-Palais, ausgestellt.[4]

Der Fonds wird von einem ehrenamtlichen Stiftungsrat geführt. Von 1996 bis 2015 war Anne Franks Cousin Buddy Elias Präsident des Fonds, Vizepräsident ist John D. Goldsmith.[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anne Frank-Fonds (Hrsg.): Gesamtausgabe : Tagebücher - Geschichten und Ereignisse aus dem Hinterhaus - Erzählungen - Briefe - Fotos und Dokumente von Anne Frank. Übersetzt aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler. Fischer, Frankfurt am Main, 2013, 816 Seiten. ISBN 978-3-10-022304-3 (Gesamtausgabe sämtlicher Texte von Anne Frank mit bislang unveröffentlichten Briefen und Schriften und vielen Fotos, enthält alle Fassungen des Tagebuchs).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Anne Frank-Fonds, Internet-Auszug, Handelsregister des Kantons Basel-Stadt, abgerufen am 28. Oktober 2012.
  2. Website der Anne-Frank-Friedenstage
  3. Jahresbericht des Anne Frank-Fonds
  4. Arno Widmann: Der Weg ins Museum. Die Familie von Anne Frank kommt zurück nach Frankfurt am Main – ins Jüdische Museum. In: Berliner Zeitung. 29. Februar 2012, S. 23.