Anton Anderluh

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Gedenktafel für Anton Anderluh in Klagenfurt, Pernhartgasse 4

Anton Anderluh (* 11. März 1896 in Klagenfurt am Wörthersee, Kärnten; † 3. Jänner 1975[1] ebenda) war ein österreichischer Volksmusiksammler und Nationalsozialist.

Anton Anderluh war als Musiklehrer in Klagenfurt tätig. Er veranstaltete ab 1952 die Turnersee-Singwochen, die wesentlich zur Volksmusikpflege in Österreich beitrugen. Sein Hauptwerk, die Edition "Kärntner Volksliedschatz" (12 Bände, 1960–75), wurde von Walter Deutsch abgeschlossen.

Von 1938 bis 1945 war Anderluh Direktor der Lehrer- und Lehrerinnenbildungsanstalt Klagenfurt. Des Weiteren war er Leiter des "Gauausschusses für Volksmusik in Kärnten" und "Landesleiter der Reichsmusikkammer für Kärnten". Eine vom Klagenfurter Stadtsenat eingesetzte Historikerkommission attestierte ihm im Juni 2008, "mehr" als nur ein "Mitläufer des NS-Schreckensregimes" gewesen zu sein.[2] Eine Umbenennung der Klagenfurter Anderluhstraße wurde allerdings, im Unterschied zu vier anderen Fällen, für nicht zwingend erachtet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe Gerda Anderluh. In: Auf den Spuren der Volksliedforschung und Volksliedpflege in Kärnten, herausgegeben vom Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern, S. 14.
  2. Nachwort von Hans Höller zu Ingeborg Bachmann, Kriegstagebuch, S. 81, Suhrkamp 2010.