Antriebsstrang

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Antriebsstrang (Kraftfahrzeug))
Wechseln zu: Navigation, Suche
Antriebsstrang einer Baumaschine

Unter dem Antriebsstrang eines Fahrzeuges werden in der Kraftfahrzeugtechnik alle Komponenten verstanden, die im Fahrzeug die Leistung für den Antrieb generieren und bis auf die Straße übertragen.

Antriebsstrang bei Fahrzeugen ausschließlich mit Verbrennungsmotor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim konventionellen Antriebsstrang, bei dem ein Verbrennungsmotor (Otto- oder Dieselmotor) eingesetzt wird, zählen dazu der Motor mit dem Schwungrad (ggf. als Zweimassenschwungrad), die Kupplung mit dem Fahrzeuggetriebe, bei mehrspurigen Fahrzeugen das Differential, die Antriebswellen oder Steckachsen sowie die Räder. Bei einem mehrspurigen heck- oder allradgetriebenen Fahrzeug kommen noch zusätzliche Gelenkwellen oder Kardanwellen, die Viscokupplung, das eventuelle Untersetzungsgetriebe, das Kreuzgelenk oder die Gelenkscheibe, das Mittellager und ggf. Mittendifferential(e) hinzu.

Elektrifizierung des Antriebsstranges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jüngerer Zeit wird in der Automobilentwicklung darauf hingearbeitet, den Antriebsstrang zu elektrifizieren. Man versteht darunter, neben dem konventionellen Verbrennungsmotor elektrische Motoren in den Antriebsstrang einzubauen, die in bestimmten Situationen die Aufgabe des Fahrzeugantriebs effizienter übernehmen können als der Verbrennungsmotor. Sind beide Antriebskomponenten im Fahrzeug verbaut, spricht man von einem Hybridfahrzeug.

Seit langem etabliert hingegen ist der dieselelektrische Antrieb, bei dem keine mechanische Verbindung zwischen Verbrennungsmotor und elektrischem Antriebsmotor besteht.

Ein Elektrofahrzeug verfügt nicht mehr über einen Verbrennungsmotor, der Antriebsstrang reduziert sich stark, da wesentliche Teile wie etwa Schwungrad, die Kupplung und das Schaltgetriebe entfallen können. Oft wird jedoch ein Motor für die angetriebene Achse eingesetzt, so dass weiterhin Antriebswellen und ein Differential benötigt werden.

Radnabenmotor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bauform des Radnabenmotor benötigt praktisch keine zusätzlichen Komponenten. Es existieren sowohl Ausführungen als Verbrennungs-, als auch Elektromotor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Jörg Leyhausen: Die Meisterprüfung im Kfz-Handwerk Teil 1. 12 Auflage, Vogel Buchverlag, Würzburg, 1991, ISBN 3-8023-0857-3

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]