Apatzingán de la Constitución

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Apatzingán de la Constitución
Koordinaten: 19° 5′ N, 102° 21′ W
Karte: Michoacán
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Apatzingán de la Constitución

Apatzingán de la Constitución auf der Karte von Michoacán

Basisdaten
Staat Mexiko
Bundesstaat Michoacán
Municipio Apatzingán
Einwohner 99.010 (2010)
Stadtinsignien
Escudo de apatzingan.jpg
Detaildaten
Höhe 325 m
Vorwahl 453
Website www.apatzingan.gob.mx/index.php

Apatzingán de la Constitución oder kurz Apatzingán ist eine mexikanische Stadt im Bundesstaat Michoacán mit etwa 100.000 Einwohnern. Apatzingán de la Constitución ist Verwaltungssitz des Municipio Apatzingán. Der Name der Stadt wurde aus dem indianischen Nahuatl entnommen: apatzincan („Ort mit kleinen Flüssen“) ← apan (Fluss)+tzin (diminutiv)+ can (Ort).

Apatzingán gilt als Hochburg des Los Caballeros Templarios Drogenkartells.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Stadt befindet sich der Aeropuerto Nacional Pablo L. Sidar. Zudem liegt dort ein Campus der Universidad Michoacana de San Nicolás de Hidalgo.

In Apatzingán de la Constitución befindet sich der Sitz des Bistums Apatzingán.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Apatzingán wurde nach der Ankunft der Europäer im Jahr 1617 gegründet. 1814, während des Mexikanischen Unabhängigkeitskrieges, wurde in Apatzingán de la Constitución die erste Verfassung Mexikos, die Verfassung von Apatzingán, geschrieben – daher der Beiname der Stadt. Die Erhebung zur Stadt erfolgte 1883. 1941 wurde die Stadt ans Eisenbahnnetz angebunden.

Im Mai 2011 flüchteten 2500 Einwohner aus Apatzingán und Umgebung vor der Gewalt im Drogenkrieg in Mexiko. Mitglieder eines Drogenkartells sperrten zwei Tage lang eine Straße in der Stadt. Die Regierung forderte die Bewohner auf die Stadt zu verlassen und etwa 40 Schulen wurden geschlossen.[2]

Ende Oktober 2013 versuchten etwa 300 bewaffnete Mitglieder einer Bürgerwehr, die Großstadt unter ihre Kontrolle zu bringen. Dies schlug fehl. Mutmaßlich als Reaktion darauf ließen Drogenbosse mehrere Tankstellen niederbrennen. Kraftwerke wurden mit großkalibrigen Waffen und Molotowcocktails angegriffen. Ein daraus resultierender Stromausfall traf mehr als 400.000 Einwohner Michoacáns.[3]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Apatzingán – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Angriff auf Stromnetz in Mexiko: Städte im Dunkeln. TAZ. 28. Oktober 2013. Abgerufen am 8. Juni 2017.
  2. Blutiges Gefecht zwischen Gangsterbanden in Mexiko. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. Mai 2011, abgerufen am 27. Mai 2011 (deutsch).
  3. Mexiko: Kriegsmarine übernimmt Kontrolle über Pazifikhafen. Frankfurter Allgemeine. 5. November 2013. Abgerufen am 8. Juni 2017.