Drogenkrieg in Mexiko

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Drogenkrieg in Mexiko
Mexikanisches Militär im Kampf im Bundesstaat Michoacán (2007)
Mexikanisches Militär im Kampf im Bundesstaat Michoacán (2007)
Datum Seit Dezember 2006
Ort Mexiko, sowie in der Grenzregion der Anrainerstaaten USA (dort in Texas, Arizona, New Mexico und Kalifornien[1][2]), El Salvador[3], Nicaragua, Belize[4] und Guatemala
Ausgang Offen
Konfliktparteien

MexikoMexiko Mexiko

Unterstützt von:

Kartelle:

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Befehlshaber

MexikoMexiko Mexiko

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Als Drogenkrieg in Mexiko werden die bewaffneten Konflikte in Mexiko bezeichnet, die sowohl von Polizei und Mexikanischen Streitkräften gegen die im Drogenhandel tätigen kriminellen Organisationen (sog. mexikanische Drogenkartelle) als auch unter den Angehörigen der Drogenkartelle selbst ausgetragen werden. Eine immer größer werdende Rolle spielen auch korrupte Polizei- und Militäreinheiten, die in den Diensten der verschiedenen Kartelle stehen, welche miteinander konkurrieren. Der Handel mit Drogen ist für die organisierte Kriminalität in Mexiko ein Geschäftsbereich.

Durch die Unterwanderung, Korruption der heimischen Ölindustrie, welche einen Großteil des mexikanischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, gehört auch der Handel mit gestohlenem Treibstoff zu einem der Hauptgeschäfte der mexikanischen Drogenkartelle.[9] Daher stehen der Drogenkrieg und seine Opfer synonym für die allgemeine Zunahme der organisierten Kriminalität in Mexiko.

Das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung stufte den mexikanischen Konflikt seit 2010 als innerstaatlichen Krieg ein.[10]

Von 2006 bis Juni 2018 hat die organisierte Kriminalität zwischen 200.000[11] und 250.000[12] Todesopfer gefordert, 26.000 Leichen konnten (Stand August 2019) nicht identifiziert werden.[13] Das bislang blutigste Jahr in zwei Jahrzehnten in Mexiko war 2018 mit 29.000[14] bis 36.000 Toten.[15] Ein neuer Höchststand wurde im ersten Halbjahr 2019 mit 14.603 gezählten Morden von Januar bis Juni erreicht, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 13.985.[16]

Gleichzeitig werden tausende Personen vermisst. Da das Verschwinden von Personen den teils korrupten Behörden nicht immer mitgeteilt wird, da faktisch Straflosigkeit herrscht,[17] entsteht eine Dunkelziffer, über deren Höhe Unklarheit besteht.[18][19] Das macht eine Quantifizierung der Vermissten schwierig. Stand Oktober 2018 galten aber mindestens 37.400 Menschen offiziell als vermisst.[12]

Im Jahr 2011 standen ungefähr 50.000 Armeeangehörige und 35.000 Bundespolizisten gegen schätzungsweise 300.000 Angehörige der mexikanischen Drogenkartelle und ihre paramilitärischen Einheiten im Einsatz. Die Armut in Lateinamerika bewegt viele Mexikaner und spanischsprachige Ausländer dazu, sich in den Dienst der vermögenden Drogenkartelle zu stellen. Die Drogenkartelle kämpfen mit modernen Schusswaffen und haben Zugriff auf moderne Verschlüsselungs- und Computersysteme.[20] Sie haben mittels ihrer territorialen Herrschaft in einigen Regionen das Gewaltmonopol des mexikanischen Staates faktisch außer Kraft gesetzt.[21]

Entwicklung des Konflikts[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte aller Bundesstaaten Mexikos (rot: heftige Konflikte) (2010)

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewalttätige Konflikte zwischen den einzelnen Drogenkartellen gab es bereits in den 1990er und in den frühen 2000er Jahren. So wurden während der sechsjährigen Amtszeit von Vicente Fox (2000 bis 2006) etwa 9000 Personen in Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Drogenhandel getötet. Die mexikanische Regierung verhielt sich trotzdem lange passiv. Dies änderte sich erst mit der Wahl von Felipe Calderón als Präsident, der die Bekämpfung der organisierten Drogenkriminalität in Mexiko zu einem seiner wichtigsten Ziele für seine Amtszeit 2006 bis 2012 erklärte. Am 11. Dezember 2006 sandte er 6500 Militärangehörige in den Bundesstaat Michoacán. Diese lieferten sich regelrechte Straßenschlachten mit den Kriminellen, ohne dass daraus ein erklärter Sieger hervorging. Diese Handlung wird allgemein als Beginn des Drogenkrieges zwischen dem mexikanischen Staat und den Drogenkartellen betrachtet.

Konfliktparteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur mexikanischen Polizei werden die Polizeikräfte der Gemeinden, Städte und Bundesstaaten sowie die zentrale Bundespolizei gezählt. Die meisten Polizisten (über 425.000) arbeiten für die Gemeinden; die Munizipalpolizei ist häufig schlecht entlohnt und wenig ausgebildet. Die Bundespolizei besteht aus ungefähr 34.500 Polizisten. Weil jeder Gliedstaat und jede Gemeinde ein eigenes Corps hat, gibt es über 2000 Einheiten. Die von Präsident Calderón angestrebte Vereinheitlichung der Polizei stieß indessen im Parlament auf Widerstand der kommunalen Behörden und der Gouverneure der Bundesstaaten.[22]

Das Corps der Munizipalpolizei gilt als besonders anfällig für Korruption.[23] Es werden immer wieder Fälle bekannt, in denen kommunale Polizisten selbst kriminell verwickelt waren oder sogar Angehörige anderer staatlicher Behörden ermordeten. Aber auch die Bundespolizei gilt als korrumpierbar. So wurde im August 2010 die Entlassung von ungefähr 4700 Bundespolizisten angekündigt, weil sie sich nicht als vertrauenswürdig erwiesen hätten.[24] Nach Schätzungen sollen 5 bis 15 Prozent der Sicherheitskräfte mit den Kartellen zusammenarbeiten.[25]

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mexikanischen Streitkräfte, die sich in die Bereiche Heer und Marine trennen, unterstehen dem mexikanischen Verteidigungsministerium. Von den ungefähr 200.000 Militärangehörigen sind über 50.000 Soldaten im Drogenkrieg engagiert.

Bürgermilizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 2013 bildeten sich vermehrt autonom organisierte Selbstverteidigungsgruppen (span. grupos de autodefensas), die insbesondere in den Bundesstaaten Guerrero und Michoacan das Drogenkartell Los Caballeros Templarios bekämpften.[26] Diese bewaffneten Milizen sorgen selbst für die öffentliche Sicherheit und behaupten, sich lediglich gegen Erpressung, Entführung und Gewaltdelikte durch kriminelle Organisationen zur Wehr zu setzen. Für Außenstehende ist es schwierig zu bestimmen, inwieweit diese Gruppen eigenständig sind oder mit Kartellen arbeiten. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Bürgermilizen stark an. Fast in der Hälfte der 32 Bundesstaaten soll es mittlerweile Selbstverteidigungsgruppen geben.[27]

Drogenkartelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einflussbereiche der Kartelle in Mexiko (2008)

Die bereits in den 1990er-Jahren entstandenen Drogenkartelle (Golf-Kartell, Juárez-Kartell, Tijuana-Kartell und das unterdessen mächtigste Drogenkartell, das Sinaloa-Kartell) und neuere wie das Beltrán-Leyva-Kartell, La Familia Michoacana und Los Zetas sind in die Kämpfe untereinander oder gegen die mexikanischen Sicherheitskräfte involviert.[28]

Die zahlreichen Verhaftungen oder Tötungen von Drogenbossen in den fünf Jahren des Drogenkrieges haben die Kräfteverhältnisse zwischen diesen Drogenkartellen nachhaltig verändert. Im Februar 2010 soll sich das Sinaloa-Kartell mit dem Golf-Kartell und La Familia Michoacana verbündet haben, um gemeinsam gegen die anderen Drogenkartelle zu kämpfen.[29] Diese Kämpfe sollen unterdessen vorwiegend durch das Sinaloa-Kartell und die Los Zetas beherrscht werden.[30]

Anderseits verstärkte sich der Trend zur Fraktionierung der Drogenkartelle. Dies gilt vor allem für die beiden Nachfolgeorganisationen des Beltrán-Leyva-Kartells, das 2010 gegründete Cartel Pacifico Sur und das Cártel Independiente de Acapulco oder für Los Caballeros Templarios, welche aus Teilen der (ehemaligen) La Familia Michoacana bestehen.

Vorgehen der Drogenkartelle – Geschäftsfelder und Einkommensquellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das operative Vorgehen der Drogenkartelle ist je nach Gruppierung unterschiedlich. Alle teilen jedoch die Strategie, mit äußerster Gewalt gegen ihre Gegner vorzugehen. Wichtiger Bestandteil sind sogenannte „Casas de Seguridad“ („Sichere Häuser“), in denen Entführte, Drogen und Waffen bewacht werden. Diese Häuser sind oft luxuriöse Wohnhäuser in guten Wohngegenden. Dort werden Folter und Exekutionen durchgeführt. Oft werden die Opfer in solchen Häusern vergraben. Solche Häuser befinden sich auch auf dem Land, wo Schmuggelrouten gut zu kontrollieren sind, und liegen meist an geographisch-strategisch wichtigen Punkten.

Die Schutzgelderpressung („Narcocuota“) ist erst seit wenigen Jahren üblich. Es wird davon ausgegangen, dass die Gruppierung Los Zetas im Jahre 2007 damit begann. Die anderen Gruppierungen eiferten den Zetas nach. An vielen Orten in Mexiko zahlt heute jedes Einzel- oder Großhandelsgeschäft Schutzgeld – unabhängig davon, ob es mit dem Drogenhandel zu tun hat oder nicht.

Eine weitere Einkommensquelle der Kartelle ist Entführung von zentralamerikanischen Migranten, die auf dem Weg in die USA sind, um von bereits in den Vereinigten Staaten lebenden Verwandten Lösegeld zu erpressen. Diese Migranten reisen oft auf Güterzügen, wo sie einfach überfallen werden können. Es wird davon ausgegangen, dass viele dieser Menschen zu den nicht identifizierbaren Todesopfern des Drogenkrieges gehören, die in Massengräbern an vielen verschiedenen Orten Mexikos gefunden werden. Viele dieser Migranten werden auch zur Mitarbeit in Drogenkartellen gezwungen, viele Frauen zur Prostitution in Grenzstädten wie Tijuana oder Ciudad Juárez.

Einer der größten Geschäftsfelder ist der Handel mit gestohlenen sowie illegal abgebauten Rohstoffen[31] wie Erdöl und Erdgas, sowie Treibstoff.[9] Auch der Handel mit Lebensmitteln, wie Avocados gehört zu Einkommensquellen der Drogenkartelle.[32]

Die mexikanischen Drogenkartelle nutzen außerdem lateinamerikanische Gangs wie die Mara Salvatrucha oder die Mara 18. Diese Gangs arbeiten mittlerweile verstärkt für die mexikanischen Kartelle und sind zuständig für Vertrieb der Drogen und Kontrolle (Schmiergeld) bestimmter Stadtgebiete, ebenso für die Ausbeutung von Migranten, die von Zentralamerika über Mexiko in die USA reisen. Dies trifft vorrangig auf Südostmexiko und mittelamerikanische Staaten wie El Salvador, Guatemala und Honduras zu, wo diese Gangs seit Jahrzehnten das organisierte Verbrechen beherrschen und weit verbreitet sind.

Opfer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Abschnitte befassen sich vorrangig mit Todesopfern, deren Höhe von Quelle zu Quelle unterschiedlich ausfällt.

Todesopfer und Vermisste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tote (die dem Drogenkrieg zugeschrieben werden)

- Mordrate in Mexiko[33]

Jahr Anzahl
2006 (nach 11. Dezember) 62
2007 2.826 – 12.484
2008 6.837 – 14.595
2009 9.724[34] – 17.882
2010 15.273[35] – 22.943
2011 12.903 – 25.353
2012 18.061 – 24.115
2013 10.094 – 20.337
2014 7.993 – 17.366
2015 8.423 – 17.889
2016 10.967 – 22.567
2017 12.500 – 25.339[36]
2018 ca. 33.300[37][38]
2019 (1. Halbjahr) 14.603[39]

Die Regierung Mexikos veröffentlichte im Januar 2011 aufgrund einer neuen Berechnung die Zahl der Todesopfer des Drogenkrieges in den Jahren 2006 bis 2010 (siehe Tabelle).[40] Danach sind im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg bis Ende 2011 47.515 Todesopfer zu beklagen. Fast die Hälfte aller Todesopfer wurden in den Bundesstaaten Chihuahua, Sinaloa und Guerrero gezählt; die fünf am stärksten betroffenen Städte waren Juárez, Culiacán, Tijuana, Chihuahua und Acapulco de Juárez.[41] Für 2011 gibt die Regierung die Zahl von 12.903 Toten an.[42] Die Statistik widerspricht den Angaben von Journalisten, wonach die Zahl der Toten etwa doppelt so hoch sei.[43] Viele der Opfer wurden enthauptet. Alleine im Jahr 2011 fand man 453 enthauptete Leichen.[44]

Mehrere zehntausend Menschen gelten außerdem als vermisst. Hierzu gibt es keine offiziellen Zahlen, da sich viele Menschen aus Angst vor Repressalien weigern, Vermisstenanzeigen aufzugeben. Sozialwissenschaftler nehmen aber eine Zahl von zwischen 50.000 und 100.000 Vermissten an.

Experten gehen dabei davon aus, dass auf erfolgreiche Unternehmungen der Staatsgewalt keine äquivalenten Gegenmaßnahmen der Drogenkartelle mehr folgen. Stattdessen gehen diese verstärkt dazu über, sich untereinander zu bekämpfen, um sich die verbliebenen Ressourcen und Strukturen (beispielsweise die weniger werdenden Schmuggelrouten) zu sichern. Insgesamt wurden bis März 2010 rund 121.000 Personen festgenommen.

Beamte und Politiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahl an getöteten Militärangehörigen, Polizisten, Staatsanwälten und weiteren in der Justiz tätigen Personen wurde bis März 2010 mit 1000 angegeben.[45]

Von Dezember 2006 bis Juni 2011 starben 32 Bürgermeister durch Mordanschläge. 130 Politiker starben vor den mexikanischen Wahlen im Jahr 2018.[46]

Nach Stand vom Juli 2012 waren bis dahin 2.888 Soldaten, Marineangehörige, Polizisten und Geheimagenten getötet worden. 45 Prozent der Opfer waren Gemeindepolizisten.[44]

Medienvertreter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Häufig kommen auch Zivilpersonen ums Leben. So wurden zahlreiche Journalisten von Angehörigen der Drogenkartelle mit dem Tode bedroht, entführt oder ermordet. Dies führt faktisch zu einer massiven Einschränkung der Pressefreiheit.[47] Laut Angaben der mexikanischen Journalistenschutzorganisation "Artículo 19" wurden 131 Medienschaffende seit dem Jahr 2000 umgebracht.[48] Reporter ohne Grenzen zufolge gehört Mexiko zu den gefährlichsten Staaten für Journalisten.[49][48] Bekanntestes Beispiel ist die im September 2011 enthauptete Journalistin María Elisabeth Macías Castro. Die vielfach verstümmelte Leiche wurde von den Tätern an einer belebten Hauptstraße in der Grenzstadt Nuevo Laredo abgelegt.[50][51]

Flüchtlinge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut einer Untersuchung im Jahr 2011 des Internal Displacement Monitoring Centre waren schon 230.000 Menschen vor der Gewalt im Drogenkrieg geflüchtet. Die Ziele sind die USA oder weniger gefährliche Regionen Mexikos.[21]

Chronologie außerordentlicher Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Chronologie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 15. September, dem 198. Unabhängigkeitstag von Mexiko, starben bei einem Handgranatenanschlag auf dem Marktplatz von Morelia mehrere Zivilpersonen.[52] Drei Angehörige der Los Zetas wurden festgenommen und verdächtigt, das Attentat verübt zu haben.
  • Nach einer Schießerei am 26. Oktober gelang der Polizei die Festnahme von Eduardo Arellano Felix, einem führenden Mitglied des mächtigen Arellano-Kartells.[53] Die US-Behörden hatten ein Kopfgeld von 5 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt, nachdem er die Nachfolge seines 2006 inhaftierten Bruders Francisco Javier Arellano Felix angetreten hatte.
  • Am 4. November kamen der mexikanische Innenminister Juan Camilo Mouriño und 13 weitere Personen bei einem Flugzeugabsturz in Mexiko-Stadt ums Leben.[54] Zwar wurde ein Attentat eines Drogenkartells vermutet, später die Turbulenzen eines vorausfliegenden Flugzeuges als Unfallursache angesehen.[55][56]

2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wikileaks veröffentlichte eine Depesche der US-amerikanischen Botschaft in welcher erwähnt wurde, dass der damalige mexikanische Staatssekretär für Inneres, Gerónimo Gutiérrez Fernández, vorschlug, die Anstrengungen im Drogenkrieg auf drei wichtige Städte zu konzentrieren, darunter Ciudad Juárez und Tijuana, um schnell Erfolge vorzeigen zu können. Er zeigte sich wegen der Möglichkeit des „Verlierens“ bestimmter Regionen ernsthaft besorgt, denn dies würde Mexikos internationales Ansehen beschädigen, ausländische Investitionen reduzieren und zum Eindruck einer hilflosen Regierung führen.[57]
  • Am 16. Dezember wurde Marcos Arturo Beltrán-Leyva, einer der führenden Drogenhändler des Landes, von Soldaten der Marine in einer Luxusresidenz in Cuernavaca im Süden des Landes aufgespürt und getötet. Der Schlag gegen den als „Boss der Bosse“ bezeichneten Beltrán-Leyva wurde als einer der wichtigsten Erfolge im Jahr 2009 für Präsident Calderón in seinem Krieg gegen die Drogenkriminalität angesehen.[58] Danach beanspruchten dessen Bruder Héctor sowie Valdez den Führungsposten.

2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ein Massaker durch Angehörige eines Drogenkartells am 31. Januar auf einer Geburtstagsparty in Ciudad Juarez forderte 17 Todesopfer, die meisten davon unter 18 Jahre alt. Das Verbrechen an den Jugendlichen beruhte anscheinend auf einer Verwechslung. Der Kondolenzbesuch von Präsident Calderón am 14. Februar 2010 bei den Angehörigen der Opfer führte zu Unruhen im Veranstaltungssaal.[59]
  • Rodolfo Torre (46), aussichtsreichster Kandidat bei den Gouverneurswahlen im nordöstlichen Bundesstaat Tamaulipas, geriet am 28. Juni gemeinsam mit seinen Beratern nahe dem Flughafen von Ciudad Victoria in einen Hinterhalt und wurde erschossen. Calderón forderte die politische Klasse und die Zivilgesellschaft zu einem nationalen Dialog auf. Alle politischen Kräfte des Landes müssten denjenigen eine gemeinsame und geschlossene Antwort liefern, die das demokratische Leben und den Frieden der Mexikaner angreifen.[60]
  • Ende Juli wurde bekannt, dass eine Gefängnisdirektorin mehrere Insassen über Nacht freigelassen und mit Waffen ausgestattet hatte, damit diese Morde an konkurrierenden Banden verüben konnten. Insgesamt sollen die nächtlichen Freigänger für 35 Tote bei drei Überfällen in Torreón verantwortlich sein.[61]
  • Am 30. Juli wurde Ignacio „Nacho“ Coronel, die Nr. 3 des mächtigen Sinaloa-Kartells, von mexikanischen Militärangehörigen getötet.[62]
  • Am 24. August wurden in einer Hacienda die Leichen von 72 Migranten aus Brasilien, Ecuador, Honduras und El Salvador entdeckt (San-Fernando-Massaker).[63]
  • Am 30. August wurde mit Edgar Valdez Villareal einer der meistgesuchten Verbrecher Mexikos festgenommen.[64]
  • Am 2. September griff die Armee ein Ausbildungslager der Zetas an der Grenze zu den USA an und tötete 27 Mitglieder. Es war bis dahin das Gefecht mit den meisten Verlusten für ein Drogenkartell im Drogenkrieg.[22]
  • Am 12. September wurde Sergio Villareal vom Beltrán-Leyva-Kartell in Puebla festgenommen.[65] Für seine Festnahme hatten die Behörden eine Belohnung von zwei Millionen Dollar (1,6 Millionen Euro) ausgesetzt.
  • Am 25. September fassten die Sicherheitskräfte im westmexikanischen Bundesstaat Jalisco den Kriminellen Margarito Soto Reyes alias „El Tigre“. Er gehörte nach Angaben der Behörden zur Führungsriege des Sinaloa-Kartells und war für den Schmuggel von monatlich einer halben Tonne unterschiedlicher Drogen in die USA verantwortlich.
  • Am 26. September wurde José Ángel Fernández de Lara, ein Anführer der Los Zetas, in Cancún festgenommen.[66]
  • Am 6. Oktober ging ein Gesetzesentwurf für eine Polizeireform an den Senat. Dabei sollen viele der zweitausend Abteilungen aufgelöst werden. Jeder Bundesstaat soll nur mehr eine Polizeiverwaltung besitzen, die dem Gouverneur unterstellt ist.[67]
  • Am 18. Oktober wurden bei einer Operation von Militär und Polizei 105 Tonnen Marihuana (nach anderen Berichten 134 Tonnen[68]) beschlagnahmt und elf Verdächtige festgenommen. Zwei Personen wurden verletzt. Die Drogen sind auf dem mexikanischen Schwarzmarkt 335 Millionen US-Dollar, umgerechnet 240 Millionen Euro, wert. Jedoch ist der Wert der Drogen auf dem US-amerikanischen Markt viermal so hoch.
  • Im Dezember flohen aus einem Gefängnis in Nuevo Laredo 141 Häftlinge.[69]
  • Am 19. Dezember rief die Regierung von Guatemala in der Provinz Alta Verapaz den Ausnahmezustand aus. Als Grund gab sie die offene Machtübernahme der Los Zetas an, die seit mindestens 2009 die Region als einen Korridor für den Drogenhandel verwendeten.[70]
  • Ende des Jahres drohten die Zetas alle Bürger der Stadt Ciudad Mier zu töten. Die Bewohner flüchteten daraufhin und hinterließen eine Geisterstadt.[21]

2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im April griffen Narcos auf der Westautobahn von Mexiko-Stadt nach Guadalajara einen Konvoi der Bundespolizei mit Sturmgewehren und Granatwerfern an. Die Behörden mussten aufgrund der Übermacht den Rückzug antreten.[44]
  • Vom 5. bis 9. Mai fand ein von Javier Sicilia organisierter Schweigemarsch gegen den Drogenkrieg von der Stadt Cuernavaca zum Zocalo-Platz in Mexiko Stadt statt. Es nahmen mehr als 85.000 Mexikaner teil.[71]
  • Am 15. Mai wurden in Guatemala, in der Provinz Petén an der Grenze zu Mexiko, 27[72] oder 29 Leichen gefunden. Als Täter vermuteten die guatemaltekischen Behörden die Los Zetas.[73] Aufgrund des Massakers rief Präsident Alvaro Colom einen eintägigen Notstand am 27. Mai für die Provinz Petén aus. Die Polizei erhielt dadurch mehr Befugnisse.[72]
  • Am 26. Mai lieferten sich laut Regierungsangaben Angehörige des Sinaloa-Kartells in Ruiz auf der Hauptstraße von Tepic nach Mazatlán ein einstündiges Feuergefecht mit Mitgliedern der Zetas. Dabei wurden teils aus Autos heraus 29 Personen, teilweise mit Kampfanzügen und Schutzwesten bekleidet, getötet. Die Polizei konfiszierte 14 Fahrzeuge, darunter zwei gepanzerte, zudem Gewehre, Munition und Handgranaten.[74]
  • Im Mai flüchteten 2500 Einwohner aus Apatzingán und Umgebung vor der Gewalt im Drogenkrieg. Mitglieder eines Drogenkartells sperrten zwei Tage lang eine Straße in der Stadt. Die Regierung forderte die Bewohner auf die Stadt zu verlassen und etwa 40 Schulen wurden geschlossen.[74]
  • Am 29. Juli wurde Jose Antonio Acosta Hernández, einer der Anführer der für das Juárez-Kartell arbeitenden Gruppe La Línea festgenommen. Er soll laut Anklage für über 1500 Morde verantwortlich sein.[75]
  • In der Nacht zum 11. August wurde Oscar García Montoya in Tlalpan in Mexiko-Stadt festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft war er der Anführer der Gruppe Mano con Ojos (Hand mit Augen), der über 900 Morde zur Last gelegt werden.[76]
Das zerstörte Casino Royale fünf Tage nach dem Anschlag am 30. August 2011
  • Bei einem Brandanschlag auf das Casino Royale in Monterrey drangen am 25. August bewaffnete Männer in das Spielkasino ein wonach mindestens 52 Menschen im Feuer starben. Laut Regierungsangaben soll ein Kartell dafür verantwortlich gewesen sein.[77]
  • Am 20. September wurden in Veracruz direkt neben einem Konferenzhotel, das zu der Zeit von den Generalstaatsanwälten genutzt wurde, 35 gefolterte Leichen aus zwei Kleinlastern entladen. Die Toten sollen Mitglieder der Zetas gewesen sein, was von der Polizei später bestätigt wurde. Es wurden Drohungen an die Gruppe am Tatort gefunden.[78][79] Die Generalstaatsanwaltschaft identifizierte die Täter in der Folge als Mitglieder des Sinaloa-Kartells.[44]
  • Am 22. September fand die Polizei abermals 14 Leichen mit Drohungen an die Zetas.[79]
  • Am 24. September übernahm eine Gruppe namens Mata Zetas („die Zetamörder“) die Verantwortung für die am 20. und am 22. gefundenen Leichen. Ihre Gruppe sei gegründet worden um die Zetas zu bestrafen und ihre Herrschaft zu brechen.[79]
  • Am 6. Oktober fand die Polizei in Veracruz in drei Privathäusern insgesamt 32 Tote. Lokale Medien gingen von einer Täterschaft der Mata Zetas aus.[79]
  • Im Oktober wurden, nach einer Welle von Entführungen und Erpressungen in der Region um Linares, sämtliche Polizeikräfte der Stadt (insgesamt mehr als 100) zur Überprüfung einer möglichen Verwicklung in die Vorgänge festgenommen.[80]
  • Am 13. Oktober wurde die Nummer drei der Zetas, Carlos Oliva Castillo in Saltillo im Bundesstaat Coahuila festgenommen. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft soll Castillo für die Aktivitäten der Zetas in den Bundesstaaten Coahuila, Nuevo León und Tamaulipas verantwortlich gewesen sein. Er soll auch den Brandanschlag auf das Casino Royale befohlen haben.[81][82]
  • Im November fand man in Culiacán 16 verbrannte Leichen und in der Stadt Guadalajara entdeckte man die sterblichen Überreste von 26 Menschen.[44]
  • Im Dezember flohen aus zwei Gefängnissen im Norden Mexikos insgesamt 226 Häftlinge.[69]
  • Im Dezember genehmigte der Senat der Vereinigten Staaten für die Mérida-Initiative ein Budget von 249 Millionen US-Dollar für das Jahr 2012. Dies war deutlich weniger als in den Jahren zuvor.[83]

2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 19. Februar kamen bei Kämpfen in der Strafanstalt in Apodaca bei Monterrey 44 Menschen ums Leben. Laut Polizei gingen diese Kämpfe wahrscheinlich auf Rivalitäten zwischen den Zetas und dem Golfkartell zurück.[84]
  • Am 13. Mai wurden nahe Cadereyta de Jiménez 49 geköpfte und verstümmelte Leichen mit einer Drohbotschaft der Zetas auf der Schnellstraße 40 zwischen Monterrey und Reynosa entdeckt.[85][86]
  • Am 4. Juni stürmten Bewaffnete eine Drogenentzugsklinik in Torreón und schossen um sich. Dabei töteten sie elf Menschen und verletzten mindestens neun weitere.[87]
  • Am 7. Juni waren in einem abgestellten Kleinlaster in einer Kleinstadt im nördlichen Bundesstaat Tamaulipas 14 zerstückelte Leichen gefunden worden. Zusammen mit den Toten fand man eine Warnung an den zweiten Mann bei den Zetas, Miguel Ángel Treviño Morales.[88]
  • Am 13. Juli führten die Hinweise von anonymen Anrufern zum Fund von sechs enthaupteten Leichen bei der Ortschaft Jojutla und dreier Köpfe im Nachbarort Ixtla (beide Ortschaften liegen im Bundesstaat Morelos).[89]
  • Am selben Tag entdeckten Drogenfahnder an der Grenze zu den Vereinigten Staaten einen 220 Meter langen Schmugglertunnel. Dieser führte von einem Geschäft in San Luis (Arizona) zu einer Fabrik in San Luis Rio Colorado.[89]
  • Marinesoldaten nehmen am 3. September Mario Cárdenas Guillén, einen Anführer des Golfkartells, in Altamira fest.[90]
  • Am 12. September nehmen Marinesoldaten Jorge Eduardo Costilla Sánchez, einen Anführer des Golf-Kartells, sowie weitere Kartellmitglieder in Tamaulipas nahe der Grenze zu den Vereinigten Staaten fest.[91]
  • Am 17. September flohen 132 Häftlinge mithilfe eines 1,20 Meter breiten und 297 Meter langen Tunnels aus einem Gefängnis in Piedras Negras.[69]
  • Nach dem Mord an Jaime Serrano, einem Abgeordneten der Partido Revolucionario Institucional (PRI) im Bundesstaat Mexiko, und Gerüchten über bevorstehende Kämpfe zwischen Drogenkartellen rückten am 20. September etwa 700 Soldaten und Bundespolizisten in 45 Vierteln von Nezahualcóyotl, einer Vorstadt von Mexiko-Stadt ein.[92]
  • Ende September bestätigte Generalstaatsanwältin Marisela Morales Gerüchte, die von internen Kämpfen bei den Zetas handelten. Demnach soll es eine Auseinandersetzung zwischen dem Anführer Heriberto Lazcano und den zweiten Mann Miguel Ángel Treviño Morales geben.[88]
  • Am 18. Dezember starben elf Insassen und sechs Wärter bei einem Massenausbruch aus der Haftanstalt Gómez Palacio im Bundesstaat Durango. Die Häftlinge versuchten durch mehrere Tunnel und über eine Mauer zu entkommen und besaßen Schusswaffen.[93]

2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 31. Januar wurden 14 Musiker und vier Helfer der Band Kombo Kolombia vermutlich von Mitgliedern eines Drogenkartells in Hidalgo (Nuevo Leon) entführt.[94] Ihre Leichen wurden drei Tage später von der Polizei in einem Brunnen gefunden.[95] Ein Mann konnte flüchten und die Polizei alarmieren.
  • Am Morgen des 26. März besetzten hunderte Bewaffnete (die Berichte schwanken zwischen 600 und 2000) die Kleinstadt Tierra Colorada und umliegende Orte. Dabei setzten sie den Polizeichef Oscar Ulises Valles, elf Polizisten und sechs Zivilisten, die sie der Mitgliedschaft bei der Organisierten Kriminalität bezichtigten, fest. Die bewaffneten Mitglieder einer Bürgerwehr (policías comunitarios) reagierten auf die Tötung eines ihrer Kommandanten am Vortag. Sie hielten die Region fast 24 Stunden lang unter ihrer Kontrolle und übergaben die festgesetzten Personen nach Verhandlungen mit regionalen Bürgermeisterinnen und der Staatsanwältin des Bundesstaats Guerrero, Martha Elva Garzón, den Behörden. Daraufhin zogen sie ab.[96]
  • Ende Mai rückten Einheiten der Armee und Polizei unter dem Kommando von General Alberto Reyes Vaca in mehreren Städten des Bundesstaates Michoacán ein. Marco Ugarte, ein Reporter der Associated Press, berichtete von Jubel in der Bevölkerung.[97]
  • Bei einem Angriff am 9. Juni auf das Gefängnis in La Unión durch eine Gruppe namens Tempelritter (Eine Abspaltung der „La Familia Michoacana“) kamen zwei Wärter ums Leben.[98]
  • In den ersten sieben Monaten des Jahres töteten Drogenkartelle etwa 7000 Menschen.[99]
  • Mario Armando Ramírez Treviño, ein Anführer des Golf-Kartells, wurde am 17. August in Ciudad Río Bravo festgenommen.[100]
  • Am 17. und 18. August fand man in Michoacán 16 Leichen mutmaßlicher Folteropfer.[99]
  • Am 17. und 18. August starben bei einem Schusswechsel in Guerrero acht Menschen.[99]
  • Ein als Clown maskierter Mann erschoss am 18. Oktober 2013 bei einem Kinderfest in Cabo San Lucas den Anführer des Tijuana-Kartells, Francisco Rafael Arellano Félix. Danach gab es eine Schießerei und einen Großeinsatz der Polizei. Der Ermordete trug den Spitznamen „El Pelón“ (Der Glatzkopf) und war der älteste der Gebrüder Arellano Félix.[101]
  • Ende Oktober versuchten 300 Bewaffnete Apatzingán unter ihre Kontrolle zu bringen. Vermutlich als Reaktion darauf griffen mutmaßliche Mitglieder des Kartells Los Caballeros Templarios mehrere Kraftwerke und Tankstellen an. In der Folge waren 400.000 Menschen ohne Strom.[102]
  • Am 4. November übernahm die Kriegsmarine die Kontrolle über den Hafen von Lázaro Cárdenas. 50 Stadtpolizisten wurden wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit den Kartellen vorläufig in Gewahrsam genommen und auch die Zollbeamten wurden ersetzt.[102]
  • Am 16. November übernahmen nach einem Schusswechsel etwa 400 Mitglieder einer Selbstverteidigungsmiliz die Kontrolle über die Gemeinde Tancitaro in Michoacán. Nach Angaben der Polizei kamen dabei drei Menschen um und zwei weitere wurden verletzt.[103]

2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 12. Januar rückt eine Bürgermiliz in die Kleinstadt Nueva Italia in Michoacán ein. Der mexikanische Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong fordert die Entwaffnung dieser Selbstverteidigungstruppen und schickt staatliche Sicherheitskräfte in die Region.[104]
  • Am 22. Februar wird Joaquín Guzman („El Chapo“), von mexikanischen Marine-Soldaten gefangen genommen.
  • Am 26. September kommt es zur Massenentführung in Iguala bei denen 6 Studenten des Lehrerseminars Ayotzinapa von der Gemeindepolizei erschossen und 43 festgenommen werden.[105] Sie gehören seitdem zu den mehreren zehntausend Vermissten im Land.

2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anfang Mai 2015 wird ein Hubschrauber des mexikanischen Militärs abgeschossen.
  • Am 20. Mai 2015 wird nahe Michoacán eine Patrouille der Bundespolizei angegriffen. Die Angreifer flüchten auf eine 112 Hektar große Farm in der Nähe. Dort halten sich 40 mit großkalibrigen Waffen ausgerüstete Bewacher auf. Nach stundenlangen Feuergefechten mit der Bundespolizei sind mindestens 37 Angreifer tot, zwei Bundespolizisten wurden erschossen und Teile der Farm brannten.[106] Auf der Farm wurden weitere Waffen, darunter ein Granatwerfer, und Drogen gefunden. Eine Landebahn bei der Ranch wurde möglicherweise zum Drogenschmuggel verwendet. Vermutlich handelte es sich um eine Basis des Kartells Jalisco Nueva Generación.

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 8. Januar 2016 wird Joaquín Guzman („El Chapo“) nach über einem halben Jahr auf der Flucht von Marineinfanteristen erneut gefasst. Bei der Festnahme sterben fünf Menschen, ein Soldat wird verletzt.
  • Am 9. September 2016 wird ein Polizeihubschrauber mit einem Raketenwerfer abgeschossen. 8 Polizisten sterben, einer überlebt die Attacke.[107]

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anfang März 2017 werden Massengräber mit Überresten von Opfern im Osten des Bundesstaates Veracruz gefunden. Es ist das 125. Massengrab in der Region seit dem August 2016.[108]
  • Am 2. Mai 2017 nehmen Soldaten den Anführer des Drogenkartells von Sinaloa, Dámaso López Núñez fest.[109]
  • Der Oktober 2017 zählt mit 2764 Morden zum blutigsten Monat seit Beginn des Konflikts[110]

2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Präsidentschaftswahlkampf 2018 in Mexiko werden mehr als 120 Lokalpolitiker ermordet.[111]

2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das erste Halbjahr 2019, mit offiziell 14.603 gezählten Morden, ist neuer Höchststand.[16]
  • In der Stadt Culiacán wird Ovidio Guzmán López, ein Sohn von El Chapo, nach einer vorläufigen Festnahme durch eine rund 30-köpfige Einheit mit Soldaten des mexikanischen Militärs und der Nationalgarde wegen anschließenden Beschusses durch eine Überzahl von Mitgliedern des Sinaloa-Kartells freigelassen. Etwa sechs Stunden lang dauerte die Machtdemonstration des Kartells, während der auch 20 bis 30 Insassen einer Haftanstalt befreit wurden.[112]

Bilanz für die Amtszeit von Präsident Felipe Calderón (2006–2012)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mexikanische Regierung unter Präsident Felipe Calderón setzte ihr Schwergewicht auf die Verhaftung von Anführern der Drogenkartelle.[113] Diese sog. Kingpin Strategy wurde von der DEA 1992 für die Bekämpfung von Drogenkartellen entwickelt. Im März 2009 veröffentlichte der mexikanische Generalstaatsanwalt (Procurador General de la Republica) eine Liste der 37 meistgesuchten Drogenbosse in Mexiko. 16 von ihnen wurden zwischen 2009 und 2012 von mexikanischen Sicherheitskräften (Marine, Armee, Bundespolizei) festgenommen und sechs weitere getötet.

Nicht prioritär war die Verhinderung der Produktion, des Handels oder des Schmuggels von illegalen Drogen – im Gegensatz zum War on Drugs in den 1970er Jahren (Operation Condor), bis in die späten 1990er Jahre. Die Verlagerung der Bekämpfungsstrategie hing auch damit zusammen, dass die mexikanischen Drogenkartelle nach Schätzungen mehr als 60 % ihrer Einnahmen mit anderen kriminellen Aktivitäten als dem Drogenhandel (z. B. Erpressung) erzielen.

Ab 2010 setzte Präsident Calderón nicht mehr einzig auf Sicherheitsmaßnahmen. Der mexikanische Staat sollte nun zusätzlich in Bildung, Gesundheit und Sozialarbeit investieren. Damit sollte die Zivilgesellschaft gestärkt werden und Jugendliche bessere Perspektiven erhalten. Der „Eingriffsplan Juárez“ (benannt nach der Stadt Ciudad Juárez) sollte umgerechnet insgesamt 200 Millionen Euro kosten und galt als Pilotprojekt.

Die Frankfurter Rundschau schrieb dazu:

„Experten halten diesen Paradigmenwechsel zwar für überfällig, doch für Fachleute wie Edgardo Buscaglia geht Calderóns neue Politik noch immer nicht weit genug. ‚Nur wenn du an ihre Vermögenswerte und Besitztümer gehst, hast du eine Chance den Krieg zu gewinnen‘, sagt der Experte für organisierte Kriminalität und Hochschullehrer an der Universität ITAM in Mexiko-Stadt. Aber an dem Punkt tue die Regierung nichts, weil Politik und Justiz bis in hohe Instanzen von der organisierten Kriminalität unterwandert seien.“[114]

Auswirkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auswirkungen auf die USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drogen- und Waffenschmuggel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2009 stellte US-Präsident Barack Obama anlässlich seines ersten Staatsbesuchs in Mexiko fest, dass der US-Bedarf an Drogen den Drogenkartellen helfe, im Geschäft zu bleiben. Der Krieg werde ausgetragen mit Schusswaffen, die nicht in Mexiko, sondern in den USA erworben worden seien.[115] Die US-Behörden gehen davon aus, dass der Hauptanteil der in die USA geschmuggelten Drogen via Mexiko in die USA geschmuggelt werden. Ein Teil davon wird in Mexiko selbst angebaut (Marihuana) oder hergestellt (Methamphetamin). Vor allem aber ist Mexiko ein Transitland für Kokain aus Kolumbien und anderen südamerikanischen Ländern: Schätzungsweise 90 % des gesamten in den USA verkauften Kokains wird durch Mexiko transferiert und in die USA geschmuggelt. Der in den USA erzielte Erlös aus dem Drogenschmuggel soll für die mexikanischen und kolumbianischen Drogenkartelle jährlich zwischen 18 und 39 Milliarden Dollar betragen.[116]

Mit einem Teil der Einkünfte werden Waffen durch Strohmänner der Drogenkartelle in den USA rechtmäßig erworben und danach illegal nach Mexiko geschmuggelt. So sollen nach einer Untersuchung des U.S. Government Accountability Office 87 % aller in den letzten fünf Jahren in Mexiko beschlagnahmten Waffen in den USA gekauft worden sein.[117] Das Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives (ATF), eine dem Justizministerium der Vereinigten Staaten unterstellte Bundespolizeibehörde, versucht diesen Waffenschmuggel zu unterbinden, teilweise mit verdeckten Operationen wie etwa der gescheiterten Operation Fast and Furious der Jahre 2009 und 2010.

Merida-Abkommen (2008)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schwerpunkt der militärischen Operationen liegt in den nördlichen Bundesstaaten (Baja California, Sonora, Chihuahua, Coahuila und Tamaulipas) an der Grenze zu den USA. Weil der Drogenkrieg zunehmend in die USA überzuschwappen droht, unterstützen die USA in den nächsten drei Jahren – gestützt auf das 2008 vom US-Kongress genehmigte sog. Merida-Abkommen – die mexikanische Regierung mit 1,6 Milliarden Dollar.[118] Zusätzlich beabsichtigen sie Hilfe in Form von militärischer Ausrüstung, Ausbildung und Unterstützung durch ihre Geheimdienste.[119] Um dem Nachbarland Mexiko im Kampf gegen die mächtigen Drogenbosse zu helfen, will die amerikanische Regierung unter Barack Obama 80 Millionen Dollar zum Kauf von Black-Hawk-Hubschraubern beisteuern. Mit diesen Militärhubschraubern soll der mexikanischen Polizei die Möglichkeit gegeben werden, verstärkt gegen die rivalisierenden Drogenbosse vorzugehen. Mit dieser Maßnahme, die von US-Präsident Obama bereits angekündigt worden war, wollen die USA auch ihre eigenen Bürger schützen, da viele der Drogen über die Grenze geschmuggelt werden und auf diese Weise unter die US-amerikanische Bevölkerung geraten.

Auswirkungen auf Guatemala[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mexikanischen Drogenkartelle beherrschen seit den 1990er Jahren den Kokainschmuggel in Mittelamerika, insbesondere aber im Nachbarstaat Guatemala. Mit dem Drogenkrieg in Mexiko hat sich der Konkurrenzkampf zwischen den Drogenkartellen auf mittelamerikanische Nachbarstaaten ausgeweitet, wo sie weniger vom Staat gestört werden als in Mexiko. Seit 2007 kämpfen Los Zetas um die Drogenkorridore in Guatemala, die ehemals vom Sinaloa-Kartell und dem Golfkartell beherrscht wurden. Los Zetas haben sich (Stand 2012) offenbar fest in Guatemala etabliert. Polizei und Justiz stehen dieser Entwicklung aus verschiedenen Gründen (mangelnde Ressourcen, Korruption, Ineffizienz des Rechtssystems, Armut im Land) machtlos gegenüber.[120]

Ex-General Otto Pérez Molina, 2012 bis 2015 Präsident der Republik Guatemala, vertritt die Meinung, dass Konsum und Produktion von Drogen innerhalb bestimmter Grenzen legalisiert werden sollten.[121]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sandro Benini: Drogen, Krieg, Mexiko. Der gefährlichste Ort der Welt. Echtzeit Verlag, 2013.
  • Konrad-Adenauer-Stiftung (Hrsg.): Erfolgreiche Strategie gesucht – Mexiko debattiert „Drogenkrieg“. 16. August 2010. pdf
  • Malcolm Beith: The Last Narco. 2010. (El Chapo. Die Jagd auf Mexikos mächtigsten Drogenbaron. Aus dem Englischen übersetzt von Gunter Blank und Simone Salitter. 2011)
  • June S. Beittel: Mexico’s Drug Trafficking Organizations: Source and Scope of the Rising Violence. Hrsg. von Congressional Research Service, U.S.: CRS Report R41576, 7. September 2011. pdf; CRS Report R41576, 15. April 2013. pdf
  • Isaac Campos: Degeneration and the Origins of Mexico's War on Drugs, in: Mexican Studies/Estudios Mexicanos, Vol. 26, No. 2 (Summer 2010), S. 379–408.
  • Heinrich-Böll-Stiftung (Hrsg.): Drogen, Dollars, Demokratie. Herausforderungen durch den Drogenhandel in Mexiko und Brasilien. Berlin 2009, ISBN 978-3-86928-002-8. pdf
  • Ioan Grillo: „El Narco. The Bloody Rise of Mexican Drug Cartels“. Bloomsbury, 2011.
  • Jeanette Erazo Heufelder: Drogenkorridor Mexiko. Transit, Berlin 2011, ISBN 978-3-88747-259-7.
  • Karl-Dieter Hoffmann: Mexikos „War on Drugs“ und die Mérida Initiative. GIGA Focus, Nummer 4, 2008. pdf
  • Anne Huffschmid: Mexiko – das Land und die Freiheit. Rotpunktverlag, Zürich 2010.
  • Anne Huffschmid, Wolf-Dieter Vogel (Hg.): NarcoZones – Entgrenzte Märkte und Gewalt in Lateinamerika, Assoziation A, Berlin 2012.
  • Viridiana Rios, David A. Shirk: Drug Violence in Mexico. Data and Analysis Through 2010. Hrsg. vom Trans-Border Institute, University of San Diego, Februar 2011. pdf
  • Roberto Saviano: Zero Zero Zero. Wie Kokain die Welt beherrscht. Carl Hanser Verlag, München 2014. ISBN 978-3-446-24497-9.
  • Stratfor (Hrsg.): Mexican Drug Wars: Bloodiest Year do Date. 10. Dezember 2010.
  • Tiffany Siegert: „Mexiko im Drogenkrieg. Akteure und Strukturen“, AVM München, 2011, ISBN 978-3-86924-157-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Drogenkrieg in Mexiko – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Christopher Woody: These maps show how Mexican cartels dominate the US drug market. Abgerufen am 19. Oktober 2019.
  2. Jeremy Bender, Christopher Woody and Amanda Macias: Here are the powerful Mexican drug cartels that operate in the US. Abgerufen am 19. Oktober 2019.
  3. El Salvador Fears Ties Between Cartels, Gangs. Abgerufen am 19. Oktober 2019 (englisch).
  4. - The Washington Post. Abgerufen am 19. Oktober 2019 (englisch).
  5. A new post combating an ever-evolving threat. 11. Mai 2018, abgerufen am 19. Oktober 2019 (englisch).
  6. Database - Uppsala Conflict Data Program (UCDP). 3. Juni 2013, abgerufen am 19. Oktober 2019.
  7. Database - Uppsala Conflict Data Program (UCDP). 3. Juni 2013, abgerufen am 19. Oktober 2019.
  8. Database - Uppsala Conflict Data Program (UCDP). 3. Juni 2013, abgerufen am 19. Oktober 2019.
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  11. David Agren: Mexico's monthly murder rate reaches 20-year high. In: The Guardian. 21. Juni 2017, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 9. August 2019]).
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  50. Blutiger Drogenkrieg in Mexiko – ein Überblick. Newsgrape, 3. Oktober 2011, archiviert vom Original am 4. Oktober 2011; abgerufen am 7. Februar 2012.
  51. Wolf Dieter Vogel: Mexikanische Journalistin enthauptet. 26. September 2012, abgerufen am 7. Februar 2012.
  52. Es war wie ein Feuerball (Memento vom 20. September 2008 im Internet Archive), In: Tagesschau, 17. September 2008
  53. Drogenboss in Mexiko festgenommen (Memento vom 30. Oktober 2008 im Internet Archive), In: Tagesschau
  54. Politiker in Mexiko ermordet? Jeder denkt es, keiner spricht es aus (Memento vom 9. November 2008 im Internet Archive), In: Tagesschau
  55. David Kaminski-Morrow: Turbulence from 767 suspected in Mexican Learjet crash. In: Flightglobal. 15. November 2008, abgerufen am 20. Mai 2010 (englisch).
  56. Flugunfalldaten und -bericht Learjet 45, Mexican Government im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 15. Februar 2017.
  57. Anfragen an US-Diplomaten in aller Welt. In: ORF. 3. Dezember 2010, abgerufen am 3. Dezember 2010.
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  60. Mexikanischer Politiker stirbt im Kugelhagel. stern.de, 29. Juni 2010.
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  66. Gleich zwei Drogenbarone festgenommen. In: 20 Minuten, 26. September 2010.
  67. Polizeireform in Mexiko. In: Neue Zürcher Zeitung. 7. Oktober 2010, abgerufen am 7. Oktober 2010.
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  69. a b c Fluchttunnel in die Freiheit. In: die tageszeitung. 18. September 2012, abgerufen am 18. September 2012.
  70. Toni Keppeler: Mit Ausnahmezustand gegen das Kartell. In: die tageszeitung. 20. Dezember 2010, abgerufen am 22. Dezember 2010.
  71. Großdemo gegen Drogenkrieg. In: ORF. 9. Mai 2011, abgerufen am 9. Mai 2011.
  72. a b Nach Massaker Notstand in Teil von Guatemala. In: Neue Zürcher Zeitung. 17. Mai 2011, abgerufen am 19. Mai 2011.
  73. Cecibel Romero, Toni Keppeler: Massaker in Guatemala. die tageszeitung, 16. Mai 2011, abgerufen am 16. Mai 2011.
  74. a b Blutiges Gefecht zwischen Gangsterbanden in Mexiko. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. Mai 2011, abgerufen am 27. Mai 2011.
  75. Bandenführer soll mehr als 1500 Morde befohlen haben. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1. August 2011, abgerufen am 1. August 2011.
  76. Polizei nimmt Massenmörder fest. In: Frankfurter Rundschau. 12. August 2011, abgerufen am 12. August 2011.
  77. Kasino sollte Schutzgeld an Drogenkartell zahlen. In: Welt Online. 11. August 2011, abgerufen am 23. April 2012.
  78. Widerstand gegen die Drogenmafia. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. September 2011, abgerufen am 28. September 2011.
  79. a b c d Toni Keppeler: Die „guten Mexikaner“. In: die tageszeitung. 11. Oktober 2011, abgerufen am 12. Oktober 2011.
  80. Mexican City Linares' Police Force Detained For Corruption Investigation. In: The Huffington Post. 9. Oktober 2011, archiviert vom Original am 1. Februar 2014; abgerufen am 18. Januar 2014 (englisch).
  81. Anschlag auf Kasino organisiert? In: ORF. 2. November 2011, abgerufen am 2. November 2011.
  82. David Luhnow, Jose de Cordoba: Casino Arrests Stir Scandal in Mexico. In: The Wall Street Journal. 14. Oktober 2011, abgerufen am 14. Oktober 2011 (englisch).
  83. Alex Gertschen: Die USA im Drogenkrieg Mexikos. In: Neue Zürcher Zeitung. 20. Dezember 2011, abgerufen am 20. Dezember 2011.
  84. Wolf-Dieter Vogel: Bandenkrieg hinter Gittern. In: die tageszeitung. 20. Februar 2012, abgerufen am 21. Februar 2012.
  85. 49 verstümmelte Leichen auf mexikanischer Schnellstraße entdeckt. In: Die Welt, 13. Mai 2012.
  86. Natalie Evans: More horror in Mexico: 49 mutilated bodies dumped on highway in latest drugs war clash. In: Daily Mirror, 13. Mai 2012 (englisch).
  87. Elf Tote bei Überfall auf Klinik. In: die tageszeitung. 4. Juni 2012, abgerufen am 5. Juni 2012.
  88. a b Cecibel Romero: Bruderkrieg mit zerhackten Leichen. In: die tageszeitung, 21. September 2012.
  89. a b Sechs Leichen in Mexiko gefunden. In: Neue Zürcher Zeitung. 13. Juli 2012, abgerufen am 16. Juli 2012.
  90. Militär fasst mexikanischen Drogenboss. In: Spiegel Online, 5. September 2012.
  91. Schlag gegen Drogenkartell. In: die tageszeitung, 13. September 2012.
  92. Nach Politikermord rückt Armee in Vorort von Mexiko-Stadt ein. In: orf.at, 21. September 2012.
  93. Tote bei Gefängnisrevolte. In: die tageszeitung, 19. Dezember 2012.
  94. Sandra Weiss: Das brutale Ende der Band Kombo Kolombia. In: Die Welt, 30. Januar 2013.
  95. Leichen von Musikern in Brunnen gefunden. In: Süddeutsche Zeitung, 29. Januar 2012.
  96. Andres Wysling: Bürgerwehr „verhaftet“ Polizeichef in Mexiko. In: Neue Zürcher Zeitung. 28. März 2013, abgerufen am 29. März 2013.
  97. Mexikos Armee rückt in rebellischem Bundesstaat vor. In: derStandard.at, 22. Mai 2013.
  98. Bewaffnete befreien neun Häftlinge. In: Neue Zürcher Zeitung.
  99. a b c Der Kampf um den Markt geht weiter. In: die tageszeitung, 19. August 2013.
  100. Wieder ein Boss gefasst. In: die tageszeitung, 18. August 2013.
  101. Der Mörder kam als Clown. In: die tageszeitung, 19. Oktober 2013.
  102. a b Andreas Ross: Kriegsmarine übernimmt Kontrolle über Pazifikhafen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 5. November 2013.
  103. Michoacan als Goldgrube der Kartelle
  104. Wolf-Dieter Vogel: Miliz gegen Mafia gegen Militär. In: die tageszeitung, 14. Januar 2014.
  105. Wolf-Dieter Vogel: Bürgermeister von Iguala verhaftet. TAZ, 4. November 2014, abgerufen am 10. November 2014.
  106. Dutzende Tote bei Kämpfen zwischen Bewaffneten und Polizei in Mexiko
  107. Verbrecher schießen Polizeihubschrauber ab
  108. Massengrab mit 250 Leichen entdeckt
  109. "El Chapos" möglicher Nachfolger gefasst
  110. 2371 Morde - in einem Monat
  111. Mehr als 120 Politiker vor Präsidentschaftswahl in Mexiko getötet
  112. Jens Glüsing: Gefechte nach Festnahme von "El Chapos" Sohn: Das Parallelregime der Gangster in Mexiko. In: Spiegel Online. 18. Oktober 2019 (spiegel.de [abgerufen am 18. Oktober 2019]).
  113. Patrick Corcoran: The Kingpin Strategy, Nacho Coronel, and Violence on the Pacific. In: Sight Online. 17. Mai 2011, abgerufen am 18. Mai 2011 (englisch).
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