Aquilin (Heiliger)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Carlo Urbino (1489), Die Auffindung der Gebeine des hl. Aquilin, Mailand, San Lorenzo, Aquilinus-Kapelle
Barockes Reliquiar des hl. Aquilin, Würzburg, Marienkapelle

Aquilin, auch Wezelin (* um 970 in Würzburg; † vor 1018 in Mailand), ist ein Heiliger der katholischen Kirche, der besonders in Mailand und in Würzburg verehrt wird. Seine Biografie ist unsicher überliefert. Selbst die Angaben seiner Lebensdaten schwanken um Jahrhunderte.[1] Sein Gedenktag ist der 29. Januar.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aquilin war Dompropst am Kölner Dom. In dieser Eigenschaft unternahm er eine Reise nach Rom und machte in Mailand Station. Dort wurde er von einer Gruppe von Häretikern überfallen und erstochen.[1][2]

Verehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die liturgische Verehrung Aquilins begann in Mailand um 1400 mit der wunderhaften Auffindung seiner sterblichen Überreste.[1][2] Sie wurden in der Basilica S. Lorenzo in der Genesius-Kapelle beigesetzt. Diese wurde im 16. Jahrhundert unter Karl Borromäus in Cappella di Sant'Aquilino umbenannt.[1]

1705 und 1854 wurden Reliquien des Heiligen in die Würzburger Kirchen St. Marien und St. Peter und Paul überführt.[1][2]

Patrozinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St.-Aquilinus-Kirche in Boxberg

Die Aquilinuskirche in Boxberg ist dem heiligen Aquilin geweiht.

Daneben ist ihm auch ein Altar in der Würzburger Innenstadtkirche St. Peter und Paul geweiht.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jakob Torsy: Der große Namenstagskalender, Freiburg (Herder) 1997, S. 48
  • Josef Kuhn und Robert Kümmert: Fränkische Glaubenszeugen. Verlag Richard Mack, Mellrichstadt 1989, S. 56
  • Karl-Heinz Wirsing: Geburtshaus des Hl. Aquilin. In: Die Mainlande, 19. Jahrgang (1968), S. 23 f.
  • Karl-Heinz Wirsing: Der hl. Aquilin vor der Peterskirche in Würzburg. In: Die Mainlande, 20. Jahrgang (1969), S. 42-44
  • Bernhard Schemmel: Zu Darstellung und Verehrung des hl. Aquilin im Bistum Würzburg. Würzburger Diözesangeschichtsblätter 37-38 (1975-1976), S. 199-228
  • Wolfgang Brückner: Kirchlich geprägte Lebensstile im 19. und 20. Jahrhundert (1840-1950). In: Unterfränkische Geschichte. Hrsg. von Peter Kolb und Ernst-Günter Krenig, Band 5/2, Echter-Verlag, Würzburg 2002, S. 107-148; S. 127 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hl. Aquilin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Heiliger Aquilinus auf der Website des Bistums Würzburg unter heilige.bistum-wuerzburg.de
  • Legende (Fassung aus dem 19. Jahrhundert)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Alle hier genannten Daten nach Torsy 1997, s. Lit.
  2. a b c d e Bistum Würzburg: Heiliger Aquilinus. Online auf www.heilige.bistum-wuerzburg.de. Abgerufen am 3. Dezember 2016.