Arkas

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Arkas (Begriffsklärung) aufgeführt.

Arkas (griechisch Ἀρκάς, latinisiert Arcas) ist in der griechischen Mythologie der Sohn von Zeus und der Nymphe Kallisto, die von Hera in eine Bärin verwandelt wurde. Zeus übergab das Kind seinem Großvater Lykaon, um ihn aufzuziehen.

Lykaon aber tötete Arkas und setzte sein Fleisch dem bei ihm einkehrenden Zeus vor. Dieser setzte das Haus des Lykaon mit seinem Blitz in Brand und verwandelte ihn in einen Wolf. Der Olympier war so verärgert über die Täuschung, dass er hernach das gesamte Menschengeschlecht mittels der Deukalionischen Flut hinwegschwemmen ließ. Zeus erweckte Arkas wieder zum Leben und gab ihn zu einem Hirten in Obhut.

Später traf Arkas auf der Jagd eine Bärin an, wusste jedoch nicht, dass diese seine verwandelte Mutter war. Obwohl die Bärin versuchte, sich erkennen zu geben, erkannte Arkas sie nicht als seine Mutter und wollte sie erlegen. Da griff Zeus ein und setzte beide als Sternbilder (Großer Bär und Kleiner Bär) an den Himmel. So rettete er die Mutter vor dem Tod und den Sohn vor der Tötung der eigenen Mutter.
Nach einer ähnlichen Legende wurde Arkas nicht zum Kleinen Bär, sondern zum Sternbild Bärenhüter verwandelt.

Gattin des Arkas' war die Nymphe Erato, die am Orakel des Pan weissagte. Von ihr ist Arkas Vater von Azan, Aphidas und Elatos, unter denen er sein Reich später aufteilte. In Mantineia in Arkadien hatte Arkas bei den Sonnenaltären am Altar der Hera seine Grabstätte.

Arkas war auch ein Beiname des Hermes, da er in Arkadien geboren sein soll.

Nach Arkas wurde 2015 der Exoplanet Arkas benannt, der den Stern Intercrus im Sternbild Großer Bär umkreist.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Frederick A. Cooper: The Temple of Apollo Bassitas. ASCSA, Bassai 1996, ISBN 0-87661-947-2.
  • Catherine Tennant: Sternstunden. Ein praktischer Führer durch den Nachthimmel und seine Mythen, Wunderlich/Rowohlt 1994.