as-Samh ibn Malik al-Chawlani

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As-Samh ibn Malik al-Chawlani (arabisch السمح بن مالك الخولاني, DMG as-Samḥ b. Mālik al-Ḫawlānī; † 721) war zwischen 719 und 721 Statthalter der muslimisch besetzten Iberischen Halbinsel (al-Andalus).[1]

Zu Beginn des 8. Jahrhunderts fiel er mit einer großen Armee ins Fränkische Reich ein. Nach einigen Anfangserfolgen wie der Einnahme der Städte Narbonne,[2] Béziers, Agde, Lodève, Maguelonne (Montpellier) und Nîmes zog er sich auf die Pyrenäenhalbinsel zurück, um weitere Kämpfer für die Belagerung der stark verteidigten fränkischen Stadt Toulouse zu gewinnen. Er kam mit einer großen Armee von über 375.000 Kämpfern und Belagerungsmaschinen zurück.

Die Schlacht von Toulouse (721), der Kampf um eine Stadt mit nahezu unüberwindlichen Mauern, dauerte bis in den Frühsommer. Die Verteidiger, ausgehungert und ohne Nachschub an Munition, wollten sich fast schon ergeben, als am 9. Juni 721 der dux Eudo von Aquitanien mit einem großen Entsatzheer eintraf, as-Samhs Nachhut angriff und dessen Truppen einkesselte. Eingeschlossen zwischen den Verteidigern der Stadt Toulouse und dem Entsatzherr Eudos versuchte as-Samh mit der Masse seiner Truppen auszubrechen, aber er wurde bei einem Ort namens Balat durch die christlichen Kräfte vernichtend geschlagen und dabei tödlich verwundet.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. David L. Lewis: God's Crucible: Islam and the Making of Europe, 570-1215.. W. W. Norton, New York 2008, ISBN 0-393-06472-7, S. 56.
  2. Philip Khuri Hitti: History of Syria Including Lebanon and Palestine, Vol. 1.. Gorgias Press LLC, 2002, ISBN 1-931956-60-X, S. 468.
Vorgänger Amt Nachfolger
Al-Hurr ibn Abd ar-Rahman Statthalter von Al-Andalus
719–721
Abd ar-Rahman