Ascher Ländchen

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Ascher Ländchen (Tschechien)
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Das Ascher Ländchen im Westen Tschechiens

Koordinaten: 50° 15′ 21″ N, 12° 12′ 3″ O Ascher Ländchen (tschechisch: Ašsko oder Ašský výběžek) ist die historische Bezeichnung des Gebietes um Asch, heute in Tschechien.

Das Ascher Ländchen heißt auch „Ascher Zipfel“ nach der Form des Verlaufs der deutsch-tschechischen Grenze in diesem Bereich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisch hat sich das Ascher Ländchen aus dem Egerland herausentwickelt, dazu beigetragen haben die Vögte von Weida, die ihren Einflussbereich auszubauen versuchten. Daher rührt auch die Bezeichnung böhmisches Vogtland. Ähnlich dem benachbarten Schönbacher Ländchen ist das Ascher Ländchen ein weitgehend geschlossenes Gebiet. Als Lehensgebiet war es von Steuern und anderen Abgaben befreit. Neben den Vögten gewann die Familie von Neuberg zunehmend an Bedeutung. Durch Erbe folgte ihr die Familie von Zedtwitz, die bereits in der näheren Umgebung begütert war, u. a. mit dem Stammsitz im Hofer Land und der südlich gelegenen Herrschaft Liebenstein (Libá). Auch nach der Übernahme durch Ferdinand I. behielt das Ascher Ländchen u. a. mit dem Verbleib beim protestantischen Bekenntnis eine Sonderstellung.

Nach Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung ist das Ascher Ländchen heute deutlich dünner besiedelt als vor 1945. Insbesondere viele Dörfer und Flecken existieren nicht mehr, da die Region durch ihre besondere Grenzlage wenig attraktiv für tschechische Zuwanderer war.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Alberti: Das Evangelium im Ascher Lande, Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Asch
  • Karl Alberti: Beiträge zur Geschichte der Stadt Asch und des Ascher Bezirkes, 4 Bände
  • Asch im Spiegel der Zeit. 2005.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]