Aspermie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Aspermie ist der medizinische Ausdruck für das Ausbleiben des Ejakulats mit oder ohne Spermien (Samen) trotz des Auftretens der durch einen Orgasmus neurophysiologisch vom Sexualzentrum im Zwischenhirn ausgelösten und direkt eine Ejakulation bewirkende unwillkürlichen Kontraktionen der Geschlechtsorgane[1][2] und ist nicht zu verwechseln mit einer Azoospermie, der Abwesenheit von Samenreifungszellen und Samenzellen in einem Ejakulat, oder der Anejakulation, dem Ausbleiben der unwillkürlichen Kontraktionen der Geschlechtsorgane und damit dem Ausbleiben der Ejakulation bei vorhandenem Orgasmus.

Begriffsvariationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach auch in der Literatur zu findenden anderen Definitionen bedeutet Aspermie entweder das Fehlen zellulärer Elemente im Samen[3] oder das Fehlen von Samenfäden im Ejakulat.[4] Ein Unterschied zu Azoospermie ist bei diesen Definitionsvarianten teils kaum noch erkennbar.

Formen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Präpubertär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da in der überwiegenden Mehrzahl bei männlichen Kindern vor der Pubertät und damit vor dem Eintritt der Geschlechtsreife bei einer sexuellen Stimulation bis zum Höhepunkt trotz unwillkürlicher Kontraktionen der Geschlechtsorgane ein trockener Orgasmus ohne Ejakulat auftritt, kann man auch in diesen Fällen von einer vorübergehenden Aspermie sprechen.

Postpubertär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Lebensabschnitt handelt es sich meist entweder um eine sogenannte Transportaspermie, z. B. im Rahmen einer Innervationsstörung im Bereich der ableitenden Samenwege und/oder der akzessorischer Geschlechtsdrüsen oder um eine vollständige retrograde Ejakulation.

Erkrankungsfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Folge einer auch nach der Pubertät andauernden oder nach Erreichen der Geschlechtsreife zu irgendeinem Zeitpunkt erneut auftretenden Aspermie ist die männliche Infertilität.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Urologieskript@1@2Vorlage:Toter Link/www.agma.med.uni-giessen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Auf: agma.med.uni-giessen.de abgerufen am 1. Sep. 2007.
  2. Andrologie (Memento des Originals vom 10. November 2005 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.med.uni-giessen.de Auf: agma.med.uni-giessen.de abgerufen am 1. Sep. 2007
  3. Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage, Urban & Fischer, 2003
  4. Aspermie (Memento vom 28. November 2003 im Internet Archive) Auf: urologenportal.de ;Lexikon; Abgerufen am 3. September 2013.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trockener Orgasmus