Astertunnel

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Astertunnel
Offizieller Name Galleria Ast
Nutzung keine (ehem. Eisenbahntunnel)
Verkehrsverbindung Brennerbahn
Ort Pflersch, Südtirol, Italien
Länge 761 m
Anzahl der Röhren 1
Bau
Bauherr Karl v. Etzel
Fertigstellung 1867
Betrieb
Betreiber ehem. k.k. priv. Südbahngesellschaft
ehem. FS
Freigabe 21. August 1867 (Güterverkehr)
24. August 1867 (Personenverkehr)
Schließung 14. November 1999
Lage
Astertunnel (Südtirol)
Red pog.svg
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Koordinaten
Nordportal 46° 57′ 2,4″ N, 11° 24′ 13,5″ O
Südportal 46° 57′ 7,5″ N, 11° 23′ 43,1″ O

Der Astertunnel (italienisch Galleria Ast) war ein Eisenbahnkehrtunnel der Brennerbahn kurz nach Gossensaß. Karl von Etzel verlängerte die Trasse künstlich mit einer 4 km langen Umfahrung ins Pflerschtal, um den Höhenunterschied zwischen Gossensaß und Brenner bewältigen zu können. Charakteristisch für den Tunnel war sein enger Radius von nur 284 m, der die mögliche Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h reduzierte.

Bereits während der Erbauung hatte man mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, so dass im Jahr 1866 der Bau sogar zwischenzeitlich gestoppt werden musste, da einige Arbeiter ihr Leben darin verloren hatten. Bis zum Jahr 1999 war der Tunnel Teil der alten Trasse (die über Schelleberg nach Brennerbad führte), welche im gleichen Jahr durch den neuen Pflerschtunnel ersetzt wurde. Grund für die Schließung waren die geringen Geschwindigkeiten sowie die hohen Instandhaltungskosten des Tunnels und der steinschlaggefährdeten Strecke am Nordhang des Tales. Sofort nach der Eröffnung des neuen Teilstückes wurde das gesamte Gleisbett abgetragen, so dass heute nur noch Schotterreste im Tunnel zu finden sind. Auch hat sich die Natur im Laufe der Zeit das Südportal zurückgeholt, das heute nur noch schwer sichtbar ist. Am Nordportal führt die Eisacktal-Radroute vorbei.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Laura Facchinelli: Die Eisenbahn Verona–Brenner. Geschichte einer bedeutenden Verkehrslinie. Athesia, Bozen 1995, ISBN 88-7014-856-4.