Auferstehungskirche (Rottenmann)

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Rottenmann, Evangelische Pfarrkirche
Rottenmann, Evangelisches Gemeindehaus, 1908 von Otto Bartning

Die Auferstehungskirche Rottenmann, gelegen in der Koloman-Wallischstraße 136 in Rottenmann, Bezirk Liezen, gehört zum Pfarrverband Rottenmann/Oppenberg/Selzthal in der Evangelischen Superintendentur A. B. Steiermark. Kirche und Pfarrhaus stehen unter Denkmalschutz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits im 16. Jahrhundert war Rottenmann unter dem Schlossherrn von Burg Strechau, Hans Friedrich Hofmann (1492–1564), Zentrum einer evangelischen Kirchengemeinde. Von der im Norden der Stadt nahe von Schloss Thalhof gelegenen ersten protestantischen Kirche von 1578/79 sind nur noch die Grundmauern erhalten.

Die heutige evangelische Kirchengemeinde Rottenmann wurde 1906 im Zuge der Los-von-Rom-Bewegung gegründet. Auf Initiative ihres ersten Pfarrers Karl Schiefermair (1875–1947) war hier schon 1908 die Errichtung eines Kirchenbaus geplant gewesen. Für den Kirchenbau konnte der damals noch junge Architekt Otto Bartning gewonnen werden, der im gleichen Jahr auch im benachbarten Selzthal ein Bethaus mit Pfarrhaus errichtete. Von dem Rottenmanner Projekt – eine kreuzförmig erweiterte Rotunde mit monumentaler Pilastergliederung, durch einen massiven Turm mit dem anschließenden Pfarrhaus verbunden – kam vorerst jedoch nur das erhaltene Pfarrhaus zur Ausführung, das sich – modernisiert und durch Anbauten verändert – in seiner ursprünglichen Gestalt mit seinem schweren Mansarddach erhalten hat. In überarbeiteter Form (ohne den Turm) wurde das Projekt 1912–13 in der Heilandskirche von Krems verwirklicht. Mit diesen beiden Projekten versuchte Bartning, „bewußt architektonische Formen von auffälligen und fortschrittlichen Bauten des 16. Jahrhunderts in Österreich wiederzubeleben“, wobei „Historismus und bestimmte moderne Stilmittel … in der Tradition der ‚sprechenden Architektur‘ des Historismus gezielt zur Propagierung einer bestimmten Kirchenpolitik und neuprotestantischen Frömmigkeit instrumentalisiert“ wurden.[1]

Der bestehende Kirchenbau wurde erst fünfzig Jahre später 1958 errichtet.

Auf Initiative Rottenmanns erfolgte die Gründung der evangelischen Kirchengemeinde in Admont.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudolf Leeb: Der Kirchenbau der Los-von-Rom-Bewegung. In: Jens Bulisch, Dirk Klingner und Christian Mai (Hrsg.): Kirchliche Kunst in Sachsen. Festgabe für Hartmut Mai zum 65. Geburtstag. Beucha 2002, S. 159.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Antje Senarclens de Grancy: Evangelischer Kirchenbau in der Steiermark am Beginn der Moderne. In: Ernst-Christian Gerhold, Johann G. Haditsch (Hrsg.): Evangelische Kunst und Kultur in der Steiermark. Leykam, Graz 1996, ISBN 3-7011-7340-0

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 47° 31′ 27,2″ N, 14° 21′ 48,6″ O