Aydın Sefa Akay

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Aydin Sefa Akay (* 3. August 1950 in Ankara) ist ein türkischer Diplomat und Richter. Er war von 2003 bis 2012 als Richter am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda tätig.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akay legte 1972 seinen Bachelor an der Universität Ankara ab, setzte sein Studium im Bereich der Menschenrechte mit dem Master und dem Doktorat an der Hacettepe-Universität fort.[1]

Es folgten mehrere Jahre (1973 bis 1987) anwaltliche Tätigkeiten. Ab 1987 arbeitete er als Rechtsberater für das Außenministerium.

Ab 2003 gehörte er einem fünfköpfigen UN-Panel an, das mit der Prüfung des Urteils gegen den ruandischen Planungsminister Augustin Ngirabatware beauftragt worden war.[2]

Im September 2016 wurde er verhaftet und trotz diplomatischer Immunität angeklagt und zu 7,5 Jahren Haft verurteilt. Akay erhielt ein Ausreiseverbot und wurde aus der Haft entlassen. Der Fall wird vor dem Kassationshof verhandelt werden.

Internationale Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zudem arbeitet er für die Staatengruppe gegen Korruption (GRECO) des Europarats.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografie von Aydin Sefa Akay. In: library.cornell.edu. Abgerufen am 20. Juni 2019 (englisch).
  2. Yavuz Baydar: Türkische Chronik (XLII). Jetzt wurde auch noch ein UN-Richter verurteilt. In: Süddeutsche Zeitung. 19. Juni 2017, abgerufen am 19. Juni 2019.
  3. Liste der Richter am IRMCT. Abgerufen am 19. Juni 2019 (englisch).