BKK family

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BKK family
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Sozialversicherung Gesetzliche Krankenversicherung
Kassenart Betriebskrankenkasse (offen)
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Gründung 1892
Auflösung 31. Dezember 2015
Zuständigkeit Deutschland
Verwaltungssitz Äppelallee 27
65203 Wiesbaden
Vorstand Heinz-Werner Stumpf, Hagen Stark (Stellv.)
Verwaltungsrat Nils Hindersmann (alternierender Vors.)
Bernd Halter (alternierender Vors.)
Aufsichtsbehörde Bundesversicherungsamt
Versicherte 10.741
Website www.bkk-family.de
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Die BKK family war eine deutsche gesetzliche Krankenversicherung aus der Gruppe der Betriebskrankenkassen. Sie hatte ihren Sitz in Wiesbaden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BKK ging zurück auf die vor 1892 gegründete Betriebskrankenkasse der Didier Schamotte Fabrik Aktien Gesellschaft in Stettin. Später erfolgte die Erweiterung auf die Friedhelm Loh Group. 1996 wurde die BKK Didier in Betriebskrankenkasse für Industrie, Handel und Versicherungen (BKK IHV) umbenannt.

Ab 1. Juni 2014 änderte die BKK IHV ihren Namen in BKK family. Vorstand war Heinz-Werner Stumpf. Vorstand Stumpf kandidierte 2012 als Oberbürgermeisterkandidat für die Bürgerbewegung pro Mainz[1], einer Wählergruppe bei der laut dem Sozialwissenschaftler Alexander Häusler alles darauf hindeutete, dass sie ein „weiterer Knoten im Netzwerk“ der rechtspopulistischen Pro-Bewegung sei.[2]

Die Kasse fusionierte am 1. Januar 2016 mit der BKK ProVita.

Beitragssätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1. Januar 2009 wurden die Beitragssätze vom Gesetzgeber einheitlich vorgegeben. Die BKK erhob ab dem 1. Januar 2015 einen einkommensabhängigen Zusatzbeitrag in Höhe von 1,2 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens.

Kritik an der Kooperation mit Pro Life[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab 2009 bestand eine enge Kooperation der BKK IHV mit dem Lebensschützer-Verein „ProLife Deutschland“. Gemeinsam wurde beschlossen, eine „ganz besondere Krankenversicherung“ zu gründen, um dem „demografischen Trend entgegenzuwirken“: Alle ProLife-Mitglieder verpflichteten sich, auf Schwangerschaftsabbrüche zu verzichten. Als Mitglieder der BKK IHV erhielten sie von der Krankenkasse für die Geburt eines Kindes eine Entbindungs- und Stillprämie.[3] Auch Der Spiegel[4] und die Süddeutsche Zeitung[5] berichteten im Februar 2012 kritisch über die Kooperation der BKK IHV mit ProLife, die als die einflussreichste Vereinigung von Abtreibungsgegnern in Europa gilt und eine Nachfolgeorganisation des Vereins zur Förderung der Psychologischen Menschenkenntnis ist.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mainzer OB-Wahl. Auch Rechte und ÖDP dabei, Frankfurter Rundschau, 26. November 2011
  2. „Mainzer Republikaner im Schafspelz“ in Die Zeit-online vom 12. Juli 2010, online, abgerufen am 21. Juli 2014
  3. Reiner Burger: Die zweifelhaften Methoden der Lebensschützer, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. Januar 2013
  4. a b Heilige Allianz spiegel.de vom 13. Februar 2012
  5. 300 Euro Prämie für ein Baby süddeutsche.de vom 14. Februar 2012