Baboua

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Baboua in der Präfektur Nana-Mambéré

Baboua ist eine Provinzstadt und ein Verwaltungsbezirk (Unterpräfektur) in der Zentralafrikanischen Republik (CAR), ca. 550 km nordwestlich von Bangui an der Grenze zu Kamerun.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die hier lebende Bevölkerung leidet, wie das gesamte Land, unter den immer wieder aufkeimenden Auseinandersetzungen zwischen Rebellengruppen und Regierungsmilizen. Verdienstmöglichkeiten gibt es kaum, man lebt vom eigenen Feldanbau (Subsistenzwirtschaft).

Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befindet sich eine Grundschule (École Primaire de Baboua) sowie ein staatliches Hospital mit einer Abteilung für Geburtsmedizin, Pädiatrie und Chirurgie. Zum Hospital gehören auch eine Apotheke und ein einfach ausgestattetes Labor.

Weitere Einrichtungen sind ein Theologisches Seminarzentrum sowie die, seit 1949 bestehende, Bibelschule der Ev.-luth. Landeskirche (Église Évangélique Luthérienne de la République Centrafricaine), in der Pastoren und Katechisten für den landesweiten Gemeindeaufbau ausgebildet werden. Zur Bibelschule gehört auch eine Wohnsiedlung und ein Kindergarten.

Hospital und Bibelschule werden seit mehreren Jahren vom Ev.-luth. Missionswerk in Hermannsburg unterstützt.

Entwicklungshilfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehmhütten in Baboua

In Zusammenarbeit mit den regionalen Gesundheitszentren bemüht sich das Hospital, eine medizinische Grundversorgung für rund 100.000 Menschen sicherzustellen. Neben der unzureichenden Ausstattung bereitet der permanente Mangel an Fachpersonal Probleme. Staatliche Unterstützung gibt es kaum. Gehälter werden nur unregelmäßig ausgezahlt. Die ohnehin angespannte Versorgungssituation verschärft sich durch das sporadische Eintreffen von Flüchtlingsgruppen aus den umliegenden Krisengebieten (Tschad, Sudan, Kongo).

Waldrodungen zur Gewinnung von Anbauflächen und Feuerholz haben in den 80er und 90er Jahren zu einem Absinken des Grundwasserspiegels geführt. Ein vor mehreren Jahren gestartetes Aufforstungsprojekt brachte einige Verbesserungen.

Ein solar betriebenes Brunnenprojekt sichert seit 1998 den täglichen Wasserbedarf.

Missionsärzte seit 2005:

  • 2005–2007 Dr. Klaus Schustereder, * 1973
  • 2007–2010 Dr. Christa von Oertzen, Gynäkologin und Tropenmedizinerin, * 1955

Missionare seit 1992:

  • 1992–2002 Pastor Stefan Melcher
  • 2002–2005 Pastor Hermann Heinrich
  • 2005–2010 Pastor Mirco Kühne

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 5° 47′ N, 14° 49′ O