Kamerun

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kamerun (Begriffsklärung) aufgeführt.
République du Cameroun (frz.)
Republic of Cameroon (engl.)
Republik Kamerun
Flagge Kameruns
Wappen Kameruns
Flagge Wappen
Wahlspruch: Paix, Travail, Patrie / Peace, Work, Fatherland
(frz. bzw. eng., „Frieden, Arbeit, Vaterland“)
Amtssprache Französisch und Englisch
Hauptstadt Yaoundé
Staatsform Republik
Regierungssystem Präsidialsystem
Staatsoberhaupt Präsident Paul Biya
Regierungschef Premierminister Philémon Yang
Fläche 475.442 km²
Einwohnerzahl 20.549.221(Stand: Juli 2013)[1]
Bevölkerungsdichte 43 Einwohner pro km²
Bruttoinlandsprodukt
  • Nominal
2009[1]
  • 42.778 Mio. US$ (95.)
Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner 1.095 US$ (129.)
Human Development Index 0,504 (152.)[2]
Währung CFA-Franc BEAC (XAF)
Unabhängigkeit 1. Januar 1960 (von Frankreich)
1. Oktober 1961
(vom Vereinigten Königreich)
Nationalhymne Chant de Ralliement
Zeitzone UTC+1
Kfz-Kennzeichen CAM
ISO 3166 CM, CMR, 120
Internet-TLD .cm
Telefonvorwahl +237
Ägypten Tunesien Libyen Algerien Marokko Mauretanien Senegal Gambia Guinea-Bissau Guinea Sierra Leone Liberia Elfenbeinküste Ghana Togo Benin Nigeria Äquatorialguinea Kamerun Gabun Republik Kongo Angola Demokratische Republik Kongo Namibia Südafrika Lesotho Swasiland Mosambik Tansania Kenia Somalia Dschibuti Eritrea Sudan Ruanda Uganda Burundi Sambia Malawi Simbabwe Botswana Äthiopien Südsudan Zentralafrikanische Republik Tschad Niger Mali Burkina Faso Jemen Oman Vereinigte Arabische Emirate Saudi-Arabien Irak Iran Kuwait Katar Bahrain Israel Syrien Libanon Jordanien Zypern Türkei Afghanistan Turkmenistan Pakistan Griechenland Italien Malta Frankreich Portugal Madeira Spanien Kanaren Kap Verde Mauritius Réunion Mayotte Komoren Seychellen Îles Éparses Madagaskar São Tomé und Príncipe Sri Lanka Indien Indonesien Bangladesch Volksrepublik China Nepal Bhutan Myanmar Antarktika Südgeorgien (Vereinigtes Königreich) Paraguay Uruguay Argentinien Bolivien Brasilien Frankreich (Französisch-Guayana) Suriname Guyana Kolumbien Kanada Dänemark (Grönland) Island Mongolei Norwegen Schweden Finnland Irland Vereinigtes Königreich Niederlande Barbados Belgien Dänemark Schweiz Österreich Deutschland Slowenien Kroatien Tschechische Republik Slowakei Ungarn Polen Russland Litauen Lettland Estland Weißrussland Moldawien Ukraine Mazedonien Albanien Montenegro Bosnien und Herzegowina Serbien Bulgarien Rumänien Georgien Aserbaidschan Armenien Kasachstan Usbekistan Tadschikistan Kirgisistan RusslandCameroon on the globe (Africa centered).svg
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Kamerun ([ˈkʰaməʁuːn] oder [kʰaməˈʁuːn]; frz.: Cameroun [kamˈʁun]; engl.: Cameroon [ˈkʰæməˌɹuːn, ˌkʰæməˈɹuːn]) ist ein Land in Zentralafrika (nach anderer Auffassung Westafrika). Es grenzt an Nigeria, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea und den Atlantischen Ozean durch die Bucht von Bonny.

Landesname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die portugiesischen Seefahrer, die als erste Europäer die Region erreichten, gaben dem heutigen Fluss Wouri den Namen Río dos Camarões nach einem Schwarm der Garnele Lepidophthalmus turneranus, den sie dort vorfanden. Später wurde der Name für die umliegenden Berge und von der deutschen Kolonialverwaltung zunächst für die heutige Stadt Douala und später für das ganze Land übernommen.[3]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Regionen Kameruns

Das Landesinnere besteht vorwiegend aus flachen Plateaus, die sich nach Norden bis zum Adamaua-Hochland und dem Mandara-Gebirge erheben, um dann allmählich zur Niederung des Tschadsees im äußersten Norden abfallen, an dem Kamerun noch kleinere Anteile hält. Der Westen und Nordwesten Kameruns ist von vulkanischem Gebirge entlang der Kamerunlinie bestimmt, das in Küstennähe vom aktiven Vulkan und der höchsten Erhebung Westafrikas, dem Kamerunberg, überragt wird. Entlang der Kamerunlinie erhebt sich das bis zu 3011 Meter hohe Vulkanfeld Oku, in dem der Nyos- und Manoun-See liegen. Das Vulkanfeld Oku liegt im Bamenda-Hochland, in dem die höchsten Gebirgsregenwälder Westafrikas liegen.[4] Die dritthöchste Erhebung Kameruns bildet das Bambouto-Massiv. Weitere bedeutende Berge des Kamerungebirges sind die heiligen Berge der Bakossi, der Manengouba und der Kupe.[5] Die südlichen Plateaus sind mit tropischem Regenwald bedeckt und senken sich zu breiten Ebenen in der Küstengegend ab. Um den Naturraum Kamerun zusammenfassend zu kennzeichnen, lässt sich sagen, dass Kamerun ein „Afrika im Kleinen“ darstellt. Bei den in Kameruns Süden und Mitte vorkommenden Böden handelt es sich um ferrallitische Böden, also um Böden der äquatoriale Braunlehme der immerfeuchten Tropen. Im Norden, dem Bereich der Trocken- und Dornensavanne liegen typische rotbraune und rote Böden der Trockensavanne vor.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Klima ist tropisch mit niederschlagsreichen Regenperioden und hohen Temperaturen, die in den Höhenlagen gemildert sind. Im Norden des Landes, beim Tschadsee, ist das Klima trocken. Das tropische Klima insgesamt lässt eine Unterteilung in drei regionale Klimazonen zu. Im Norden des Landes ist es wechselfeucht mit einer Trockenzeit von Oktober bis April und einer durchschnittlichen Niederschlagsmenge von rund 700 mm im Jahr. Hier liegen Kameruns Anteile am Tschadbecken mit den Überflutungsgebieten des Logone in der Waza-Ebene, die Yaeres oder Grand Yaeres genannt werden. Mit dem Abtrocknen des Yaeres, ab November, erhält der Fluss El Beid das Wasser für seine Hauptflutsaison. Der Flusslauf des El Beid bildet zwischen dem Mandara-Gebirge und dem Tschadsee den Grenzverlauf zu Nigeria.[6]

Die Zeit, in der nur geringer Niederschlag fällt, erstreckt sich von Juli bis September. Die mittlere Temperatur liegt bei 32,2 °C. Aufgrund der hohen Temperaturen und den dazu im Gegensatz stehenden geringen Niederschlägen liegt in diesem Raum eine mittlere Dürrewahrscheinlichkeit (alle zwei bis fünf Jahre) vor. Im sich nach Süden anschließenden inneren Hochland (1.000 bis 1.500 m über dem Meer) erreicht die Temperatur durchschnittlich 22 °C im Jahr und es fallen Niederschläge von 1.500 bis 1.600 mm jährlich. Hier vollzieht sich der Wechsel von den Savannen des Nordens zum Regenwald des Südens. Das folgende Westkameruner Bergland weist konstante Niederschläge zwischen 2.000 und 11.000 mm auf. Die Gegend an den südlichen Ausläufen des Kamerunbergs hat durchschnittliche Niederschlagsmengen von 11.000 mm und gehört damit zu den regenreichsten Gebieten der Welt. In diesen beiden Regionen kommt es zu einer „Trockenzeit“ zwischen Dezember und Februar, wobei auch diese Zeit nicht vollständig ohne Niederschläge bleibt. Die Küstenebene im Süden hat äquatoriales Klima mit Niederschlägen zwischen 1.500 und 2.000 mm und einer Durchschnittstemperatur von 25 °C. Hier gibt es dichten tropischen Regenwald. Die trockeneren Monate sind Dezember und Januar.

Bodenschätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den natürlichen Ressourcen des Landes gehören unter anderem Erdöl, Bauxit, Eisenerz, Gold und Diamanten. Diese Bodenschätze werden bisher nicht intensiv genutzt. In den 1980er Jahren gab es erste Anstöße durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen.

Die Erschließung von Erdölvorkommen ist seit 1986 zurückgegangen.[7]

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bakossi-Berge und der Manengouba bilden einen Biodiversitätshotspot.[8]

Laut einer Studie von Bernard Foahom aus dem Jahre 2001 leben in Kamerun mindestens 542 verschiedene Fischarten, von denen 96 Endemiten sind. Außerdem wurden über 15.000 Schmetterlingsarten, 280 Säugetiere (einschließlich der größten und der kleinsten Säugetierart), 165 der 275 in Afrika existierenden Reptilien, 3 Krokodilarten und 190 bis 200 Froschlurche gezählt. Zusätzlich gibt es mindestens 900 verschiedene Vogelarten, von denen etwa 750 in Kamerun heimisch und die übrigen 150 Zugvögel sind.[9]

Die Bergregenwälder im Westen des Landes sowie das Tiefland im Süden gelten als Gebiete mit einem hohen Anteil endemisch auftretender Vogelarten.[10] [11]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung von 1961 bis 2003 in 1000 Einwohnern

Am dichtesten besiedelt sind das Grasland in der West- und Nordwest-Region, die Küstenprovinz um die Hafenstadt Douala und das Gebiet um die Hauptstadt Yaoundé. Demgegenüber sind die Mitte und der Südosten des Landes nur dünn besiedelt.

Die Geburtenrate je 1000 Menschen beträgt 36 (Weltdurchschnitt 21), während die Sterberate je 1000 Menschen bei 13 liegt (Weltdurchschnitt 8). 42 % der kamerunischen Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt und 4 % über 65 Jahre.[12]

Ethnische Gliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angaben zur Zahl der in Kamerun lebenden Ethnien unterscheiden sich stark und sind u.a. teilweise von Ideen kolonialer Herrschaftspraxis durchdrungen (Divide et impera). Grob können vier geographische Räume mit kulturellen Clustern unterschieden werden:

  • Die Gesellschaften der Küstenregion, u.a. geprägt durch den im 15. Jh. eintretenden Kontakt mit europäischen Händlern (z.B. Duala, Kpe/Bakwiri, Batanga-Gruppen, u.a.)
  • Die Gesellschaften des Südlichen Waldlandes, größtenteils geprägt durch Migrationsbewegungen aus den benachbarten Savannengebieten, welche teilweise bereits vor einigen Jahrhunderten einsetzten. Die geringe Bevölkerungsdichte und das nur schwer zu durchdringende Gelände begünstigten die Bildung von segmentären Gesellschaften mit besonderen Austauschformen [13] (z.B. Ewondo, Basaa, Ngumba, Eton, Bulu, Makaa, Njem, Ndzimu, Fang u.a.)
  • Die Gesellschaften des Berglandes im Westen, v.a. geprägt durch eine günstige geographische Lage, welche bereits in vorkolonialer Zeit zu einer hohen Bevölkerungsdichte und damit einhergehend zu Phänomenen der sozialen Stratifikation geführt haben, u.a. in Form einer Vielzahl kleinerer „Königreiche“ (z.B.Bamun, „Bamileke“-Gruppen, u.a.)
  • Die Gesellschaften nördlich des Sanaga-Beckens, v.a. geprägt durch den Kontakt mit dem Gesellschaften im Sahel sowie insbesondere durch die Fulbe-Invasion im 19. Jh. bzw. durch die Auseinandersetzung mit dieser. (z.B. Fulbe, Kanuri, Mandara, Musgum, Kotoko, Massa, Mundang, Gbaya, „Kirdi“)

Migration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kamerun ist Ziel von Migranten v.a. aus den Nachbarländern Nigeria, Zentralafrikanische Republik und dem Tschad. Der UNHCR zählte im Juni 2015 insgesamt rund 400.000 Flüchtlinge im Land.[14]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Sprachen Kameruns

Die Zahlen zu den verschiedenen Sprachgruppen unterscheiden sich ebenfalls stark. Die Ethnologue-Datenbank listet aktuell 285 Sprachen auf, die im Land gesprochen werden.[15] Jedoch ist auch diese Einteilung im Detail widersprüchlich. Amtssprachen sind Französisch (rund 80 % der Bevölkerung) und Englisch (ca. 20 % der Bevölkerung), entsprechend der Zuordnung der Verwaltungsdistrikte nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg (Völkerbundsmandate/UNO-Treuhandschaft). Kameruner Pidginenglisch dient als Lingua franca; daneben gewinnt Camfranglais, eine Mischung aus Französisch, Pidgin und mehreren kamerunischen Sprachen, in den Städten und unter Jugendlichen an Bedeutung.

Die Hauptsprachen des Nordens sind Fulfulde, Kanuri, die Kotoko-Sprachen und Shuwa, im Süden (etwa 40 % der Gesamtbevölkerung) vor allem Sprachen aus dem Nordwestzweig der Benue-Kongo-Familie (Duala, Basaa, Kpe-Mboko, Malimba-Yasa, Makaa, Njyem, Ndsimu, Ngumba und Kunabembe) und verschiedene Beti-Fang-Sprachen, darunter Ewondo, Bulu und Fang. Über 20 % sprechen sudanische und Az-Sande-Sprachen. Wichtige Sprachen im Westen sind Ghomálá, Fe’fe’, Medumba und Yemba. Im Grenzgebiet zu Äquatorialguinea wird immer häufiger Spanisch gesprochen. Rund 230.000 Menschen in Kamerun lernen Deutsch.[16]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kamerun sind rund 69,2 Prozent der Bevölkerung Christen, davon etwa 26,3 Prozent Protestanten und 38,4 Prozent Anhänger der katholischen Kirche Kameruns, ca. 0,5 Prozent der Bevölkerung sind orthodoxe Christen und 4 Prozent Anhänger anderer christlicher Konfessionen. 20,9 Prozent der Einwohner sind Muslime und 5,6 Prozent sind Anhänger traditioneller west- und zentralafrikanischer Religionen. 1 Prozent bezeichnen sich als Anhänger anderer Religionen und 3,2 Prozent als religionsfrei.[17]

Ein großer Teil der Bevölkerung praktiziert außerdem überlieferte lokale Glaubensvorstellungen. Unter den christlichen Missionsgesellschaften ist im Süden, vor allem in Kribi und Doume, die katholische Pallottiner-Mission in Kamerun von Bedeutung. Die Kameruner Baptisten unterhalten seit über 100 Jahren enge Beziehungen zum deutschen Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Die meisten Muslime leben in den nördlichen Regionen des Landes, deren Städte inzwischen stark durch den Islam geprägt sind. Zahlenmäßig sind die Muslime im Norden in der Überzahl.[18]

Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staatliche Universitäten gibt es in Jaunde, Duala, Buea, Dschang, Ngaunderé, Bamenda, Maroua und Bertoua. Neben den konfessionell geprägten Hochschulen (katholische zentralafrikanische Universität in Jaunde, protestantische zentralafrikanische Universität in Jaunde, die adventische Universität in Nanga Ebogo), gibt es eine wachsende Zahl an privaten Hochschulen (z.B. Universität des Montagnes in Banganté und die Bamenda-Universität der Technologie und Wissenschaften, Douala Institute of Technology)

Die Einschulungsquote beträgt 79 % und ist für afrikanische Verhältnisse hoch, jedoch besteht ein starkes Süd-Nord-Gefälle. Der Schulbesuch an staatlichen Grundschulen ist kostenlos. Schulmaterial, Uniformen und Pausenverpflegung müssen von den Eltern getragen werden, was in den südlichen Provinzen die Einschulungsrate senkt. In den nördlichen Provinzen ist die Einschulungsrate auch aus kulturellen Gründen niedriger. Trotz der Schulpflicht beträgt der Anteil der Analphabeten über 25 Prozent.

Eine Auswertung der Daten des 2001 Cameroon Household Survey ergibt eine Chancengleichheit für Jungen und Mädchen bei der Einschulung; bei Mädchen zeigt sich jedoch eine höhere Schulabbruchquote, sobald ihre Schulkarriere Unregelmäßigkeiten aufweist.[19]

Gesundheitswesen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zusammengefasste Fruchtbarkeitsziffer von Kamerun liegt bei 4,7 Kindern je Frau (Stand 2008), was unter anderem daran liegt, dass nur 13 % der verheirateten Frauen moderne Verhütungsmittel zu Verfügung stehen.

Die Lebenserwartung der Männer beträgt 51 Jahre, die der Frauen 52 Jahre (Stand 2008). Die Säuglingssterblichkeit pro 1.000 Geburten beträgt 74 und die Sterblichkeit der Mütter pro 100.000 Geburten 1.000. Je nach Quelle werden zwischen 5,1 %[12] und 7,0 %[1] der erwachsenen Bevölkerung als mit dem HI-Virus infiziert bezeichnet.

Siehe auch: HIV/AIDS in Afrika

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte Kameruns

Bis 1884 wurde das Gebiet des heutigen Staates Kamerun von einer Vielzahl unterschiedlich organisierter Gesellschaften besiedelt.

Historische Karte (um 1888)

Der europäische Einfluss begann im Jahr 1472, als portugiesische Seeleute an der Küste Kameruns landeten. Kamerun erhielt seinen Namen aufgrund der vielen Krabben im Fluss Wouri (damals Rio de Camarões, Krabbenfluss). Um 1520 begann ein Handel mit den Portugiesen insbesondere mit Elfenbein und Zuckerrohr. Der Sklavenhandel erlangte an der Kameruner Küste nie eine besondere Bedeutung; schon 1820 wurde der Sklavenhandel aufgehoben und die Sklavenhändler wurden verfolgt. Schließlich unterzeichneten am 10. Juli 1840 die Douala-Könige mit Großbritannien die völkerrechtlichen Verträge für das weltweite Verbot des Menschenhandels bzw. der Sklaverei. (Zum Vergleich: In den USA wurde die Sklaverei 1865, in Brasilien 1888 abgeschafft.) Der Sklavenhandel wurde im 19. Jahrhundert durch den Handel mit Palmöl und Palmkernen abgelöst. Die starke Nachfrage war ein Ergebnis der industriellen Revolutionen in Teilen Europas.

Deutsche Kolonie Kamerun[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Deutsche Kolonie Kamerun
Deutsche Siedler zusammen mit Einheimischen (Weihnachten 1901)

1868 wurde durch die Errichtung von Handelsniederlassungen des Hamburger Handelshauses Woermann an der Mündung des Wouri der deutsche Einfluss auf Kamerun immer stärker. Am 14. Juli 1884 schloss der deutsche Generalkonsul Gustav Nachtigal als Kaiserlicher Kommissar mit mehreren Headmen der Duala und anderen regionalen Herrschern Schutzverträge ab und proklamierte damit das „Schutzgebiet“ Kamerun als Deutsche Kolonie. Dabei bezog sich die Namensgebung zunächst auf den Schutz deutscher Wirtschaftsinteressen.[20] Die faktische Inbesitznahme des Hinterlandes und die gewaltsame oder kooperative Integration der dortigen Gesellschaften vollzog sich allerdings erst in den folgenden 30 Jahren und war bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges noch nicht endgültig abgeschlossen.

Im Jahr 1911 erfolgte im Marokko-Kongo-Abkommen auf Kosten der französischen Kolonien in Zentralafrika eine bedeutende Vergrößerung der Kolonie (Neukamerun). Die hierdurch angeschlossenen Territorien gingen allerdings auf der Grundlage des Artikel 125 des Versailler Vertrags wieder an Frankreich.

Im Ersten Weltkrieg konnte sich die zahlenmäßig und materiell unterlegene Schutztruppe nur zwei Jahre in Kamerun halten. 1916 ergab sich die letzte Garnison in Mora (Nordkamerun) der britischen Kolonialarmee.

Französisch-Britisches Mandat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Versailler Vertrag von 1919 ging Kamerun offiziell in den Besitz des Völkerbundes über, der wiederum ein Mandat zur Verwaltung an Großbritannien und Frankreich gab. Es kam zur Aufteilung, bei der Frankreich vier Fünftel erhielt.

Frankreich betrieb eine massive Assimilationspolitik. Der Gebrauch lokaler Sprachen in Schulen wurde verboten. Auch wurden nach der Weltwirtschaftskrise die Mobilität eingeschränkt und ein Zwangsarbeitsstatut verhängt, das an das deutsche Zwangsarbeitssystem vor dem Krieg erinnerte.

Die Bananen- und Kakaoplantagen am Kamerunberg lagen nach 1919 im britischen Mandatsgebiet. Sie wurden enteignet, aber 1924 konnten die deutschen Unternehmen die Pflanzungen auf einer Londoner Auktion zurückkaufen. Nach 1933 wurden die Kameruner Plantagen zum Versuchsfeld einer zukünftigen nationalsozialistischen Kolonialwirtschaft („Deutsche Kamerun-Bananen“).[21]

1940 trat der Hochkommissar der Vichy-Regierung für das französische Mandatsgebiet auf die Seite der Bewegung France Libre über.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden beide Völkerbundmandate durch die UNO in Treuhandmandate umgewandelt. Ziel der UNO war es, eine allmähliche Selbstverwaltung des Gebietes zu erreichen. In den folgenden Jahren bis 1957 kam es häufig zu Unruhen und zum Kampf um die Unabhängigkeit des französischen Treuhandgebietes. Am 10. Mai 1957 wurde André Marie Mbida als Ministerpräsident eingesetzt.

Am 1. Januar 1960 erhielt das französische Kamerun nach einer Volksabstimmung und nach dem Auslaufen des UN-Mandats die Unabhängigkeit und nannte sich Ost-Kamerun. Der Norden des britischen Mandats-Treuhandsgebietes hatte bei einer vorangegangenen Volksabstimmung für den Anschluss an Nigeria gestimmt, der südliche Teil entschied sich für einen Anschluss an den Staat Kamerun (1. Oktober 1961). Das ist der Hintergrund dafür, dass heute zwei Amtssprachen (Französisch und Englisch) in Kamerun anerkannt sind.

Zeit der Unabhängigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der vom Ministerpräsidenten zum kamerunischen Staatspräsidenten aufgestiegene Fulbe Ahmadou Ahidjo errichtete eine Diktatur. Außenpolitisch lehnte sich die Führung des Landes eng an Frankreich an. Mit Hilfe verdeckter und offener französischer Unterstützung und brutaler Repression gelang es Ahidjo, sein Regime zu festigen. Am 1. September 1966 wurde die Einheitspartei Union Nationale Camerounaise (UNC) gegründet, die seit 1985 Demokratische Sammlung des Kameruner Volkes bzw. Cameroon People’s Democratic Movement (RDPC) genannt wird.

1972 wurden Reformen durchgeführt. Die Bundesrepublik Kamerun wurde in einen Einheitsstaat umgewandelt (Vereinigte Republik Kamerun). Nach dem Rücktritt des Staatspräsidenten Ahidjo am 6. November 1982 wurde sein Premierminister Paul Biya zum Staatsoberhaupt und Vorsitzenden der Einheitspartei UNC. Er gewann 1984 die Wahlen und konnte einen Putschversuch vereiteln. Mit der neugegründeten Einheitspartei RDPC versprach Biya die Demokratisierung des Landes und mehr soziale Gerechtigkeit. Bei den Wahlen 1988 kandidierte Biya jedoch ohne Gegenkandidat und erhielt die Mehrheit. Belastet wurde seine Regierung durch die wirtschaftliche und soziale Krise des Landes während der 1980er Jahre, die ihm und seinem korrupten Kabinett angelastet wurde. Die Forderungen nach Pressefreiheit und Beendigung des Einparteiensystems wurden immer lauter. Mit der Zulassung der Pressefreiheit erschienen viele kritische Zeitungen, und die Opposition im Land wurde immer stärker. Anfang der 1990er Jahre kam es vermehrt zu Unruhen und Generalstreiks mit der Forderung nach dem Ende der Monopolstellung der RDPC. Biya gab dem Druck der Straße zögerlich nach und ließ die Bildung von Oppositionsparteien zu, so dass 1992 die ersten freien Wahlen stattfanden, bei denen Biya erneut gewann. Die Opposition vermutete Wahlbetrug, da ausländische Wahlbeobachter behindert wurden. Wahrscheinlicher ist aber, dass die Oppositionsparteien zu sehr zersplittert waren (bei der Wahl traten 32 Parteien an), um ihre Stimmen zu bündeln. Trotzdem hatte das Wahlergebnis zur Folge, dass die RDPC (89 Sitze) mit der größten Oppositionspartei Nationale Union für Demokratie und Fortschritt (UNPD) (65 Sitze) koalieren musste. Durch französische Unterstützung und geschicktes Ausspielen seiner politischen Gegner konnte Biya bis 1997 seine Mehrheit im Parlament halten und wurde bei den Wahlen im gleichen Jahr bestätigt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige französische Mandatsgebiet Ost-Kamerun ist seit Januar 1960 unabhängig, das britische West-Kamerun folgte im Oktober 1961.

Politische Verhältnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1960 ist Kamerun eine Präsidialrepublik mit einer neuen Verfassung. Kamerun ist nach dieser Verfassung ein Einheitsstaat, wobei im Vergleich zu früher weiter dezentralisiert wurde. Der Präsident wird für die Dauer von sieben Jahren gewählt und kann nach einer Verfassungsänderung vom 10. April 2008 unbegrenzt zur Wiederwahl antreten. Die Nationalversammlung mit 180 Mitgliedern wird für fünf Jahre gewählt; sie besteht aus zwei Kammern, darunter der Senat. Es herrscht ein Mehrparteiensystem.[22]

Paul Biya (links)

Staatsoberhaupt ist seit 1982 Paul Biya. Bei den Wahlen 1997 und 2004 wurde er bestätigt. Die letzten Wahlen fanden am 9. Oktober 2011 statt. Paul Biya, inzwischen 78-jährig, trat erneut an und wurde mit 77 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Regierungschef des Landes ist seit 2009 Philémon Yang. Dieser löste den bisherigen Regierungschef Ephraim Inoni (von der RDPC), der seit dem 8. Dezember 2004 im Amt war, ab.

Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Paul Biya hat die Mehrparteiendemokratie eingeführt. Die aktuelle Regierungspartei ist der RDPC, die frühere Einheitspartei. Sie wurde seit dem Machtantritt Amadou Ahidjos und zuletzt bei den 2013 abgehaltenen Parlamentswahlen in die Nationalversammlung in ihrer Mehrheit bestätigt. Die letzten Wahlen haben die Oppositionsparteien weiter geschwächt. Die wichtigste und größte Oppositionspartei ist die Sozialdemokratische Front (Front social démocrate – SDF, sozialdemokratisch) unter dem Parteichef John Fru Ndi. Sie hat ihre Anhänger vor allem im englischsprachigen Teil Kameruns. Die Opposition beklagt regelmäßig Wahlmanipulationen. Kamerun-Kenner erachten die Vorwürfe als nicht grundsätzlich abwegig.[23]

Außenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kamerun ist Mitglied des Commonwealth of Nations. Es ist das erste Land, das dem Bund beigetreten ist, ohne vorher vollständig eine Kolonie Großbritanniens gewesen zu sein. Das Land hat zudem traditionell gute Beziehungen zur zweiten ehemaligen Kolonialmacht Frankreich.[24] Kamerun ist UN-Mitglied. Es ist auch ein Mitglied der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), obwohl nur etwa 20 % der Einwohner Muslime sind.

Kamerun ist bestrebt, gute Beziehungen zu den Nachbarstaaten zu haben. Der früher teils gewaltsame Grenzstreit um die Bakassi-Halbinsel mit dem mächtigen Nachbarstaat Nigeria ist durch Zugeständnisse Nigerias 2008 friedlich beigelegt worden. Seitdem haben sich die Beziehungen zu Nigeria verbessert. Des Weiteren engagiert sich Kamerun in der Zentralafrikanischen Republik mit einer 120 Mann starken Friedenstruppe und nahm zahlreiche Flüchtlinge aus dem Tschad auf.[25]

Kamerun unterhält besonders freundliche Beziehungen zu Frankreich, gehört deshalb zu den Schwerpunktländern der französischen Entwicklungszusammenarbeit und ist Mitglied der Francophonie.[26]

Nach 2006 entwickelten sich die Beziehungen zu China sprunghaft. China weitete seinen Einfluss auf Kamerun und andere afrikanische Länder seit dem China-Afrika-Gipfel aus. Zahlreiche chinesische Unternehmen sind in Kamerun tätig und der Handel mit der Volksrepublik China ist stark gewachsen.[27]

Kamerun ist Mitglied der Internationalen Kakao-Organisation.

Innenpolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch wenn Kamerun als ein Stabilitätsanker in der Region angesehen wird, mehren sich die Warnungen vor zukünftigen Gewaltausbrüchen im Land, insbesondere im Zusammenhang mit der allgemein als ungeklärt angesehenen Nachfolgeregelung für das Amt des Staatspräsidenten.[28][29]

Staatsrecht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Das kamerunische Rechtssystem ist hybrid aufgebaut: Einerseits gilt für Nachbarschaftsstreitigkeiten, Kleinkriminalität und Landstreitigkeiten lokales traditionelles, mündlich überliefertes Recht. Für Strafrechtsfälle andererseits gilt geschriebenes, nach französischem Vorbild aufgebautes Recht. Nach „traditionellem Recht“ gesprochene Urteile können im „französischen“ Recht an das Gericht Großer Instanz (Tribunal of Grand Instance/Tribunal de Grande Instance) und schließlich an den Obersten Gerichtshof (Supreme Court/Court Suprème) übertragen werden. Das Gericht erster Instanz (Tribunal of First Instance/Tribunal de Première Instance) nach französischem Recht steht auf der gleichen Stufe wie das traditionelle Recht, das damit also gleichbehandelt wird.[30]

Seit 2007 gilt das Neue Strafprozessrecht (New Code of Penal Procedure/Nouveau code de procédure pénale), welche als wichtigste Neuigkeit das Prinzip des Habeas Corpus gebracht hat, d. h. das Recht auf Schutz vor willkürlicher Inhaftierung. Die Fristen für Anklagen, Inhaftierung ohne Anklage und das Recht auf einen Anwalt werden nunmehr garantiert. Die Polizei wurde seitdem in mehreren Wellen entsprechend ausgebildet. Das neue Gesetz hat klare Fortschritte auf dem Weg hin zu einem Rechtsstaat gebracht.

Kamerun hat im Zuge der Dekolonisation in der Rechtsprechung Urteile wegen „Hexerei“ zugelassen. Seitdem können Menschen durch das Hinzuziehen eines witch doctors als Zeugen der Hexerei für schuldig erklärt werden – die Bestrafung beinhaltet hohe Geldstrafen bis hin zu langjähriger Haft oder Zwangsarbeit. Der Glaube an Hexerei ist in Kamerun weit verbreitet.

Ebenfalls mit Haft bedroht ist Homosexualität. Die Haftstrafe beträgt sechs Monate bis zu fünf Jahren, zudem wird ein Bußgeld von (umgerechnet) bis zu 305 Euro auferlegt.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kamerunische Soldaten (2007)

Das Kamerunische Militär verfügt über eine Territorialarmee, eine Marine und Luftstreitkräfte und hat zurzeit rund 23.100 Soldaten im Dienst. Eine Wehrpflicht besteht nicht.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Staat gliedert sich in zehn Regionen:

Die Bezeichnung Provinz (engl./frz.: province) wurde am 12. November 2008 durch Region (engl.: region, frz.: région) ersetzt. Die Regionen gliedern sich in 58 Bezirke (departments/départements) und mehr als 300 Gemeinden.

Die Regionen Kameruns
Nr. Name (französisch/englisch) Hauptstadt
1 Adamaoua Ngaoundéré
2 Centre Yaoundé
3 Est/East Bertoua
4 Extrême-Nord/Extreme North Maroua
5 Littoral Douala
6 Nord/North Garoua
7 Nord-Ouest/Northwest Bamenda
8 Sud/South Ebolowa
9 Sud-Ouest/Southwest Buea
10 Ouest/West Bafoussam

Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die größten Städte Kameruns im Jahre 2005:

Nr. Stadt Einwohner
1 Yaoundé 1.926.496
2 Douala 1.884.802
3 Garoua 287.586
4 Bamenda 229.109
5 Maroua 205.635

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schienenverkehr in Kamerun wird von Camrail betrieben, besitzt aber nur ein sehr rudimentäres Streckennetz, das nicht das gesamte Land erschließt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Yaoundé ist Hauptstadt, Duala wichtigstes Wirtschaftszentrum im Land

Die Wirtschaft Kameruns konnte im Gegensatz zu denen der meisten anderen afrikanischen Staaten lange Zeit von einer liberalen Wirtschaftspolitik profitieren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes betrug im Jahre 2004 rund 12,7 Milliarden Euro (2002: 7,5 Milliarden Euro). Das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Einwohner liegt bei etwa 780 Euro (2002: 500 Euro).

Das BIP des Landes setzt sich zusammen aus 42 Prozent Landwirtschaft, 22 Prozent Industrie und 36 Prozent Dienstleistungen. Obwohl die Landwirtschaft nur 42 Prozent des BIPs ausmacht, sind rund 60 Prozent der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig. Jedoch ist diese Zahl in den letzten Jahren leicht rückläufig.

Duala ist das wirtschaftliche Zentrum der CEMAC-Zone.

Innerhalb von elf Jahren (1990–2001) verzeichnete man eine jährliche Inflationsrate von 4,9 Prozent.

Arbeitsmarkt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Arbeitslosigkeit lag im Jahre 1992 durchschnittlich bei 25 Prozent der Bevölkerung. Ein großer Anteil der Bevölkerung ist im informellen Sektor ohne Sozialversicherung und ohne Schutz durch das Arbeitsrecht beschäftigt. Der größte Arbeitgeber, der Angestellte nach geltendem Arbeits- und Sozialversicherungsrecht anstellt, ist der Staat.

Das geltende Arbeitsrecht ist nach französischem Vorbild ausgestaltet und bewirkt einen großzügigen Schutz der Arbeitnehmer (Mindestlohn nach category of employment/catégorie d’emploi, basierend auf erreichter Ausbildungsstufe, gesetzliche Abgangsentschädigungen nach Dienstjahren, wenige mögliche Entlassungsgründe, großzügige Kündigungsfristen). In der Realität werden die meisten Angestellten außerhalb des staatlichen Sektors schwarz angestellt und das Arbeitsrecht nur beschränkt beachtet (siehe Kapitel Korruption).

Die staatliche Arbeitsverwaltung, der Fonds National de l’Emploi oder National Employment Fund mit Hauptsitz in Jaunde und zehn Arbeitsämtern landesweit (zwei davon in Duala), versucht aktiv, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen.[31]

Außenhandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holztransporter in Kamerun: Holz zählt zu den Hauptexportgütern

Das Land importiert Waren im Wert von 1,205 Billionen CFA-Francs. Importwaren sind vor allem Alkohol und Rohstoffe zur Produktion alkoholischer Getränke, mineralische und andere Rohstoffe, Halbfertigwaren, industrielle Verbrauchsgüter, Nahrungsmittel, Tabak und Transportausrüstungen. Etwas mehr wird in andere Länder exportiert: 1,363 Billionen CFA-Francs, darunter vor allem Erdöl, Holzprodukte, Kakao, Kaffee und im Inland produzierte Lebensmittel. Kamerun hat den höchsten Holzeinschlag aller Staaten Afrikas, der meist unzertifiziert[32] und zu einem großen Teil illegal[33] exportiert wird.

Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nur etwa die Hälfte der Bevölkerung hat Zugang zu einer elektrischen Energieversorgung. In den ländlichen Gebieten ist die Versorgung mit nur etwa 14 % sehr gering. Die Wasserkraft macht mit 77 % den größten Anteil an der Energieversorgung aus. Die Gesamtleistung der Wasserkraftwerke beträgt 721 MW,[34] die größten befinden sich am Fluss Sanaga, wovon allerdings 60 % für die Aluminiumindustrie genutzt werden. Das Kraftwerk in Edéa hat eine Leistung von 264 MW, das in Song Loulou 384 MW.

Korruption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Korruption ist ein weit verbreitetes Problem. Kamerun nimmt den Platz 146 von insgesamt 178 gelisteten Staaten auf der Weltrangliste von Transparency International im Jahr 2010 ein[35] (2009 Platz 146[36]) (je höher die Platzzahl, desto mehr Korruption ist vorhanden). Die Begriffe, die in Kamerun für Korruption benutzt werden, sind vielfältig: Gombo, bière, taxi, carburant, motivation, le tchoko und andere.

Seit den massiven Lohnsenkungen in der Folge der Austeritätsmaßnahmen des IMF (Internationaler Währungsfonds) zu Beginn der 1990er Jahre hat sich das Phänomen vervielfacht. Die überbordende Bürokratie und Intransparenz der administrativen Prozeduren fördert das Phänomen. Die Justiz gilt als vollständig korrupt. Lynchjustiz gegenüber auf frischer Tat ertappten Straftätern ist weit verbreitet und wird in der Regel durch das mangelnde Vertrauen in die Integrität der Sicherheitskräfte begründet.

Der Hafen von Duala gilt als eines der Zentren der Korruption. Die Zollabfertigung ist von Intransparenz, Willkür und Bürokratie gekennzeichnet. Die Abfertigungsgebühren sind sehr hoch. Zölle werden in drei Tarifstufen (10 %, 20 % und 30 %) erhoben. Wegen der hohen Transportkosten, welche in die Zollberechnung gemäß internationalem Standard eingehen und der darauf erhobenen Mehrwertsteuer von 19,25 % ergeben sich sehr hohe Beschaffungsnebenkosten, welche große Korruptionsanreize generieren und in der Volkswirtschaft erhebliche Schäden verursachen (Steuerausfälle, hohe Kosten für Importwaren generell und Investitionsgüter im besonderen, Rechtsunsicherheit, Wettbewerbsverzerrungen).

Staatshaushalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 3,7 Milliarden US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 3,8 Milliarden US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsüberschuss in Höhe von 0,5 % des BIP.[1] Die Staatsverschuldung betrug 2009 3,16 Milliarden US-Dollar oder 14,3 % des BIP.[1]

2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:

Umwelt- und Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2008 wurde entlang der Grenze zu Nigeria der Takamanda-Nationalpark eingerichtet, um die vom Aussterben bedrohten Cross-River-Gorillas zu schützen. Jagd und Entwaldung hatten zu einem Rückgang der Population auf unter 300 Tiere weltweit geführt.[38] Eine weitere Schutzzone ist das Banyang-Mbo-Naturschutzreservat in dem der Waldelefant (Loxodonta cyclotis) lebt.

Zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört seit 1987 das Wildtierreservat Dja[39]

Auf der UNESCO-Welterbe-Vorschlagsliste stehen folgende Nationalparks:

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Nationalfeiertag wird am 20. Mai mit Paraden der Uniformierten Staatsdienste und der Organisationen der Zivilgesellschaft (Schulen, Parteien, Firmen, etc.) gefeiert. Die wichtigste Parade findet in Jaunde am „Boulevard of 20th May / Boulevard du 20 mai“ statt.

Bildende Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Frauenfigur aus Elfenbein ist ein Amulett mu po aus dem Kameruner Grasland, Bamunkung.

Das Kameruner Grasland, das Übergangsgebiet zwischen der Savannenzone im Norden und den südwärts anschließenden Wäldern ist als eines der produktivsten Zentren westafrikanischer Kunst renommiert. Der Wiener Ethnologe Walter Hirschberg verglich die Region mit einer Künstlerstraße. In der Geschichte künstlerisch herausragende Volksgruppen sind die von Nordosten zugewanderten Tikar, das „große Volk“ der Bamileke sowie die Bamun um Foumban, die wegen ihrer hoch entwickelten Hofkunst berühmt wurden. In Sultan Njoya fanden sie einen eifrigen Förderer der Kunst.

Wichtige künstlerische Fertigungen sind verschiedene Arten von Masken – auch in Tierform, reich beschnitzte Türpfosten, Trommeln und Hocker sowie Glasperlenapplikationen an Stoffmasken, Kalebassen, Figuren und thronartigen Sesseln.[47]

Wichtige Vertreter der bildenden Kunst in der Gegenwart sind u.a. Pascale Marthine Tayou, Hervé Yamguen und Joseph-Francis Sumégné. Als zentrales Treffen hat sich in den vergangenen Jahren der vom Kunstzentrum Doual'art organisierte Salon Urbain de Douala (SUD) etabliert.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bekannten kamerunischen Schriftstellern französischer Sprache zählen Francis Bebey, Mongo Beti, Calixthe Beyala, Papé Mongo, Ferdinand Oyono und René Philombe. Mongo Beti sorgte schon in seinem 1956 erschienenen Roman Le pauvre Christ de Bomba (Der arme Christ von Bomba) mit seiner kritischen Darstellung der Missionare für Aufsehen. Jean Ikellé-Matiba (1936–1984), der zeitweise in Frankreich und Deutschland lebte, verarbeitete in seinem mit dem Großen Literaturpreis von Schwarzafrika ausgezeichneten Buch Cette Afrique-là (1963) die Kolonialperiode. In deutscher Sprache erschien Adler und Lilie in Kamerun: Lebensbericht eines Afrikaners. Es erzählt die Geschichte eines Kameruners, der – preußisch-protestantisch sozialisiert – für die deutschen Eroberer arbeitete und unter der französischen Kolonialverwaltung in sein Dorf zurückkehrte.[48] Patrice Nganang (* 1970) in Yaounde, studierte u. a. in Frankfurt und Berlin Literaturwissenschaft und lebt seit 2000 in den USA, wo er an der Shippensburg University / Pennsylvania arbeitet. 2001 erhielt er für Temps de chien den Prix Litteraire Marguerite Yourcenar und 2002 den Großen Literaturpreis für Schwarzafrika.

Zu den englischsprachigen, stark durch die Literatur Nigerias beeinflussten Schriftstellern Kameruns zählen Sankie Maimos (mit I am Vindicated von 1959, der ersten literarische Veröffentlichung eines englischsprachigen Kameruners überhaupt, und A Few Nights and Days, 1966), der Theaterautor Bole Butake, Mbella Sonne Dipoko, Jedida Asheri (Promise, 1969), Kenjo Jumbam (The White Man of God, 1980) und Nsanda Eba (The Good Foot, 1977).[49]

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurden insbesondere die Regisseure Jean-Marie Teno und Jean-Pierre Bekolo. Auch der Schauspieler Emile Abossolo-M’bo ist in den letzten Jahren als Charakterdarsteller vieler afrikanischer Filme bekannt geworden (unter anderem Ezra von Newton I. Aduaka, Les Saignantes von Jean-Pierre Bekolo, Als der Wind den Sand berührte von Marion Hänsel, Africa Paradis von Sylvestre Amoussou). Er spielt auch in Night on Earth von Jim Jarmusch mit.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der berühmtesten Musiker des Landes ist der Dichter, Sänger, Komponist und Liedermacher Francis Bebey. Sein musikethnologisches Werk Musique de L’Afrique (1969) gilt als grundlegend. Ebenfalls ist Manu Dibango, der mit seinem Album Soul Makossa bekannt wurde, zu erwähnen. Makossa ist die Musikrichtung bzw. der Rhythmus, die/der in der Littoralprovinz rund um die Stadt Duala zu Hause ist. Die Musik wurde von Nelle Eyoum entwickelt. Weitere wichtige Vertreter sind Albert Premier, Ange Bagnia, Ben Decca, Efilingue Hiroshima und Grace Decca. Bikutsi ist aus der Gegend um Jaunde. Modernere Popsänger sind Dora Decca aus Duala, Petit Pays, Sérgo Polo und Longue Longue. Im musikalischen Segment der Gospels und Spirituals hat sich die Sängerin Siyou Isabelle Ngnoubamdjum aus Bafang in Deutschland, Frankreich und Kamerun einen Namen gemacht. Im Bereich Jazz/Weltmusik ist der aus Kamerun stammende Multiinstrumentalist Richard Bona hervorzuheben und auch Jean Férouze Darouiche, der mit der aus drei Brüdern bestehenden Formation Voodoo Gang 1986 mit dem Preis für die Best Ethno-Jazz Recording ausgezeichnet wurde. Wes Madiko verbindet traditionelle Musik aus Ost-Kamerun mit modernen Einflüssen. Keng Godefroy, Saint Bruno, No T’ack De wo, Tala Jeannot, Takam II und Tapros – alle aus der Bamilike-Region – spielen traditionelle Musik des Graslandes und mischen moderne Elemente in unterschiedlichem Ausmaß bei.

Das Zentrum der kamerunischen Musikindustrie ist Duala, wo sich eine bedeutende Anzahl von Musikern, Studios und Video-Produktionsfirmen konzentriert.

Kleidung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Typische Kopfbedeckungen aus dem Kameruner Grasland

Diplomatische Vertreter von Kamerun bei den Vereinten Nationen oder in anderen Hauptstädten – so die Ministerin für Kultur Ama Tutu Muna in Berlin[50] – tragen häufig die farbenfrohe Kaba-Ngondo-Kleidung.[51] Allgemein gilt in Kamerun bei Empfängen mit formellem Charakter, dass entweder formelle europäische Kleidung (Anzug, Krawatte für Herren und Ensemble für Damen) getragen wird oder eben traditionelle Kleidung. Dies ist oft auf der Einladung zum Anlass entsprechend vermerkt.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Kamerunische Fußballnationalmannschaft im Spiel gegen Deutschland

Die beliebteste Sportart in Kamerun ist Fußball. Erstmals wurde die Fußballnationalmannschaft The Indomptable Lions/Les Lions Indomptables – „Die unbezähmbaren Löwen“ – durch Erfolge bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien weltbekannt, wo sie nur knapp am späteren Weltmeister Italien in der Vorrunde scheiterte. Acht Jahre später folgte ein Triumph bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien, wo man als erstes afrikanisches Team in das Viertelfinale einziehen konnte, wo es eine Niederlage gegen England mit 2:3 nach Verlängerung gab. Star der Mannschaft war Roger Milla, der zweimal zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt wurde. In der Folge konnte sich Kamerun drei Mal für die Fußballweltmeisterschaft qualifizieren.

Der Sieg bei den Olympischen Spielen 2000 sowie die gewonnenen Afrikameisterschaften 2000 und 2002 folgten. Kamerun nahm an der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika teil, schied allerdings nach drei verlorenen Spielen in der Vorrunde aus, ebenso wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Portal: Kamerun – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Kamerun

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ben West: Cameroon. Bradt Pubn, 2008, ISBN 978-1-84162-248-4.
  • Regina Fuchs, Stefanie Michels: Kamerun. Reise Know-How Verlag Därr, 2004.
  • International Business Publications: Cameroon Country Study Guide. International Business Publications, 2005, ISBN 978-0-7397-4284-6.
  • Engelbert Mveng SJ: Histoire du Cameroun. Présence Africaine, Paris 1963.
  • Mongo Beti: Main basse sur le Cameroun. Autopsie d’une décolonisation (1972). Neuauflage bei La Découverte, Paris 2003. (Thema Neokolonialismus, das der damalige französische Innenminister Raymond Marcellin verbot)
  • Thomas Deltombe, Manuel Domergue, Jacob Tatsitsa: Kamerun!: Une guerre cachée aux origines de la Françafrique (1948–1971). Editions La Découverte, Paris 2011, ISBN 2-7071-5913-1.
  • D. Murphy: Cameroon with Egbert (1960). Flamingo, New edition (1999), ISBN 978-0-00-655195-9 (Mutter, Tochter und das Packpferd Egbert wandern durch das ländliche Kamerun).
  • Max F. Dippold: Une bibliographie du Cameroun. Les écrits en langue allemande. (Gesamtbibliographie des deutschen Schrifttums über Kamerun bis 1970) Préface S. Eno Belinga Liechtenstein, Kraus Thomson Organization Ltd, 1971.
  • Théophile Owona: Die Souveränität und Legitimität des Staates Kamerun. tuduv-Verlag, München 1991, ISBN 3-88073-385-6.
  • Adalbert Owona: Naissance du Cameroun, 1884–1914. Racines du Présent, L´Harmatann, Paris 1996, ISBN 2-7384-3696-X.
  • Joan Riera: Rumbo A Camerún. LAERTES S. A., Barcelona 2007, ISBN 978-84-7584-590-6.
  • Alexandre Kum’a N’dumbe: Das Deutsche Kaiserreich in Kamerun. Wie Deutschland in Kamerun seine Kolonialmacht aufbauen konnte. 1840–1910, Berlin 2008.
  • Kleiner Deutscher Kolonialatlas, in 3. Auflage hrsg. von der Deutschen Kolonialgesellschaft im Verlag Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), Berlin 1899, mit Bemerkungen zu den Karten (Beschreibung der Kolonialgebiete). Ausgabe 2002 der Verlagsgruppe Weltbild GmbH in Augsburg, ISBN 3-8289-0526-9
  • Uwe Schulte-Varendorff: Krieg in Kamerun. Die deutsche Kolonie im Ersten Weltkrieg. Chr. Links-Verlag, Berlin 2011, ISBN 978-3-86153-655-0.
  • Christian Bommarius: Der gute Deutsche. Die Ermordung Manga Bells in Kamerun 1914. Berenberg Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-937834-77-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Kamerun – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Kamerun – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Kamerun – Reiseführer
 Wikimedia-Atlas: Kamerun – geographische und historische Karten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g The World Factbook
  2. Human Development Report Office: Cameroon – Country Profile: Human Development Indicators, abgerufen am 23. Oktober 2014
  3. Flags of the World – Union of the Populations of Cameroon
  4. Rettet den tropischen Regenwald. (Memento vom 12. August 2011 im Internet Archive) (PDF; 324 kB) Publikation der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit 1995
  5. Mounts Kupe and Muanenguba: Custodian of tradition and biodiversity. auf der WWF-Webseite (englisch)
  6. TRANSBOUNDARY DIAGNOSTIC ANALYSIS OF THE Lake Chad Basin Autor: DR HASSAN HARUNA BDLIYA, FEDERAL MINISTRY OF ENVIRONMENT AND HOUSING FEDERAL SECRETARIAT MAITAMA, ABUJA PDF-Dokument (englisch)
  7. Cossé, Stéphane: Strengthening Transparency in the Oil Sector in Cameroon. IMF. 2006. Abgerufen am 12. April 2013.
  8. Western Cameroon Projects: Mount Kupe & the Bakossi Mountains: MOUNT KUPE AND THE BAKOSSI MOUNTAINS auf Royal Botanic Gardens (englisch)
  9. Bernard FOAHOM: Biodiversity Planning Support Programme − Integrating Biodiversity into the Forestry Sector. 13. August 2001, abgerufen am 27. Juni 2010 (PDF, englisch).
  10. BirdLife International (2015): Endemic Bird Area factsheet: Cameroon mountains. Abgerufen am 23. Dezember 2015 (englisch).
  11. BirdLife International (2015): Endemic Bird Area factsheet: Cameroon and Gabon lowlands. Abgerufen am 23. Dezember 2015 (englisch).
  12. a b Länderdatenbank der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung: „Kamerun“. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  13. Jane I. Guyer: Retour au fascicule Indigenous Currencies and the History of Marriage Payments. A Case Study from Cameroon. Abgerufen am 23. Dezember 2015 (englisch).
  14. UNHCR: 2015 UNHCR country operations profile – Cameroon. Abgerufen am 23. Dezember 2015 (englisch).
  15. SIL: Cameroon – Languages. Abgerufen am 23. Dezember 2015 (englisch).
  16. Goethe-Institut, u.a.: Afrika – Deutschlerner-Zahlen. Abgerufen am 23. Dezember 2015.
  17. Etat et structure de la population: indicateurs démographiques. Institut national de la statistique du Cameroun, abgerufen am 17. August 2011 (PDF; 4,7 MB).
  18. Auswärtiges Amt – Kamerun. In: diplo.de. Abgerufen am 28. Februar 2015.
  19. Michel Tenikue: Gender Gap in Current School Enrolment in Cameroon: Selection Among „Irregular“ Children? (PDF) CEPS/INSTEAD und Universität von Namur, November 2009.
  20. Straehler: Artikel Schutzgebietsgesetz. In: Deutsches Kolonial-Lexikon (1920), Band III. S. 317 f., abgerufen am 23. Dezember 2015.
  21. Heiko Möhle: Eine endlose Geschichte - Nachwirkungen des Deutschen Kolonialismus in Kamerun freiburg-postkolonial.de, 2004
  22. Auswärtiges Amt: Staatsaufbau Kameruns
  23. Auswärtiges Amt: Wahlen in Kamerun
  24. Auswärtiges Amt: Außenpolitik Kameruns
  25. Beziehungen Kameruns zu den Nachbarstaaten
  26. Grundzüge der Außenpolitik. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  27. Beziehungen Kameruns mit China; Wikileaks:Cablegate, 10YAOUNDE95, China’s Growing Presence in Cameroon (Memento vom 23. Dezember 2010 im Internet Archive), Kabel vom 18. Februar 2010, veröffentlicht am 8. Dezember 2010, abgerufen am 19. Dezember.
  28. Denis M. Tull: Kamerun und Boko Haram. Warum es jetzt gilt, über Terrorismus und Sicherheit hinauszudenken. Abgerufen am 23. Dezember 2015.
  29. International Crisis Group: Cameroun: mieux vaut prévenir que guérir. 4. September 2014, abgerufen am 23. Dezember 2015.
  30. Ann Kathrin Helfrich: Afrikanische Renaissance und traditionelle Konfliktlösung: das Beispiel der Duala in Kamerun. LIT Verlag Münster, 2005. ISBN 3-8258-8352-3.
  31. Le FNE. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  32. Satte Gewinne für den Schweizer Tropenholzhändler Fritz Jäggi. Abgerufen am 31. Juli 2014.
  33. Tropenholz. Rettet den Regenwald e. V., abgerufen am 31. Juli 2014.
  34. Yves Andre Prevost: Präsentation: Harnessing central africa's hydropower potential Weltbank, abgerufen vom 29. Februar 2016
  35. CPI 2010: Tabellarisches Ranking. Abgerufen am 21. Oktober 2014.
  36. Transparency International: Corruption Perceptions Index 2009. Abgerufen am 19. Juni 2010 (englisch).
  37. Der Fischer Weltalmanach 2010: Zahlen Daten Fakten, Fischer, Frankfurt, 8. September 2009, ISBN 978-3-596-72910-4
  38. Richard Black: Protection boost for rare gorilla. British Broadcasting Corporation, 28. November 2008, abgerufen am 27. Juni 2010 (englisch).
  39. Dja Faunal Reserve. In: World Heritage List. UNESCO, abgerufen am 27. Juni 2010 (englisch).
  40. a b Complexe des parcs nationaux de Boumba Bek et de Nki. In: Tentative Lists. UNESCO, abgerufen am 27. Juni 2010.
  41. Parc national de Campo Ma’an. In: Tentative Lists. UNESCO, abgerufen am 27. Juni 2010.
  42. Parc national de Korup. In: Tentative Lists. UNESCO, abgerufen am 27. Juni 2010.
  43. Les chutes de la Lobé. In: Tentative Lists. UNESCO, abgerufen am 27. Juni 2010.
  44. Parc national de Lobeke. In: Tentative Lists. UNESCO, abgerufen am 27. Juni 2010.
  45. Partie camerounaise du Lac Tchad. In: Tentative Lists. UNESCO, abgerufen am 27. Juni 2010.
  46. Parc national de Waza. In: Tentative Lists. UNESCO, abgerufen am 27. Juni 2010.
  47. Kamerun. In: Gudrun Berger, Ellen Astor (Hrsg.): Meyers Großes Länderlexikon. Meyers Lexikonverlag, Mannheim / Leipzig / Wien / Zürich 2004, ISBN 3-411-07431-0, S. 309.
  48. Erdmann Verlag, Herrenalb 1966; frz. Ausgabe 1963.
  49. Dzekashu MacViban: Englischsprachige Literatur aus Kamerun: Eine Bilanz Goethe-Institut Kamerun von Oktober 2014
  50. Thomas Bayee, 2010: Kamerun: Ministerin für Kultur besucht Berlin (Memento vom 24. März 2011 im Internet Archive)
  51. postnews.com, Up Station Mountain Club 2007: The new Ministers

Koordinaten: 5° N, 12° O