Bader Versand

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BRUNO BADER GMBH + CO KG
Logo
Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1929
Sitz Pforzheim, Deutschland
Leitung Klaus Bader, Colin Bader
Mitarbeiter 927 (2013)
Umsatz 445 Mio. € (2013)
Branche Versandhandel
Website www.bader.de

BADER Versand (Bruno Bader GmbH & Co. KG, Komplementär ist die BADER-Großversand GmbH) ist ein Versandhändler mit einem sogenannten Vollsortiment und Sitz in Pforzheim. Es besteht aus den Unternehmensteilen Versandhaus BADER, BADER Direktkauf und Maxi`s PreisHalle.

Firmensitz in der Maximilianstraße

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1929 wurde das Unternehmen von Bruno Bader (1901–1992) in Pforzheim gegründet. Zunächst wurden nur Schmuck, Armbanduhren, Tafelbesteck und Silberwaren versendet. 1938 hatte der Bader-Katalog 100 Seiten und das Unternehmen 500 Mitarbeiter. Bei dem Bombenangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 wurde das Unternehmen vollständig zerstört und Bruno Bader begann mit zwölf Mitarbeitern neu. 1949 war der wirtschaftliche Stand aus der Zeit vor dem Krieg wieder erreicht. Neben den für Pforzheim typischen Produkten aus der Schmuck- und Goldwarenindustrie kamen weitere Sortimentsbereiche hinzu. 1952 nahm das Unternehmen auch Mode in das Sortiment auf, und der erste Katalog mit Bekleidung wurde im Sommer 1953 versandt. 1965 wurden schließlich die beiden Kataloge „BADER Schmuck“ und „BADER Moden“ in einem großen Katalog zusammengefasst. 1977 gehörte das Unternehmen zu den zehn bedeutendsten Versandhäusern Deutschlands und führte ein umfassendes Sortiment Oberbekleidung.

1965 entschied man sich für das Pforzheimer Industriegebiet Brötzinger Tal als Versandstandort, 1972 wurde dieser Standort ausgebaut, 1995 ein neues Verwaltungsgebäude bezogen.[1] Das Unternehmen hatte im Jahr 2000 einen Umsatz von etwa 1 Milliarde DM. 2011 beschäftigte Bader rund 1.000 Mitarbeiter, 2001 waren es 1.200 Mitarbeiter. Für seinen Einsatz beim Wiederaufbau nach dem Krieg und für die fortschrittliche Sozialpolitik in seinem Unternehmen erhielt Bruno Bader das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.[2] Bruno Bader entwickelte ein neuartiges Teilzahlungssystem, das ohne Kreditvertrag lediglich auf dem Vertrauen in die Bonität des Kunden basierte und somit den knappen Geldverhältnissen der damaligen Zeit angepasst war. Bis dahin war der Kreditkauf lediglich in sicherer Stellung befindlichen Beamten vorbehalten gewesen.[3]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hauptkatalog bietet auf rund 1.000 Seiten etwa 17.000 verschiedene Produkte an. Dazu gehören Kleidung für Damen und Herren, Heimtextilien, Möbel, Haushaltswaren, Geschenkartikel, Technik sowie Uhren und Schmuck. Zusätzlich erscheinen mehrmals im Jahr spezielle Kataloge zu verschiedenen Produktbereichen. Der Bader-Direktkauf in Pforzheim umfasst eine Verkaufsfläche von über 3000 Quadratmetern.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Artikel aus der Pforzheimer Zeitung (Nummer 148) vom 30. Juni 1979, Seite 10
  2. Artikel aus der Pforzheimer Stadtseiten (Nummer 230) vom 29. Oktober 1969, Seite 11
  3. Artikel aus der Pforzheimer Zeitung (Nummer 245) vom 22. Oktober 1977
  4. Artikel aus der Pforzheimer Zeitung (Nummer 120) vom 27. Mai 1994, Seite 15

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]