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Badisches Tagblatt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Badisches Tagblatt

Logo des Badischen Tagblatts
Beschreibung Abonnement-Tageszeitung
Verlag Badisches Tagblatt GmbH
Erstausgabe 1951
Erscheinungsweise Montag bis Samstag
Verkaufte Auflage 29.223 Exemplare
(IVW 4/2025, Mo–Sa)
Chefredakteur Florian Krekel
Geschäftsführer Klaus Michael Baur

Das Badische Tagblatt (BT) ist eine Tageszeitung für den Landkreis Rastatt und den Stadtkreis Baden-Baden. Sie erscheint in den vier Lokalausgaben Baden-Baden, Rastatt, Bühl und Murgtal. An dem Nachrichtenangebot arbeiteten 2018 rund 50 Redakteure.[1] Seit 2023 erscheint das Badische Tagblatt unter der Dachmarke der Badischen Neuesten Nachrichten.

Das Badische Tagblatt ging aus der Fusion der Zeitungen Südwest-Echo (Rastatt) und dem Badener Tagblatt (Baden-Baden) im Jahr 1951 hervor.[2] Letzteres wurde ursprünglich unter dem Namen Anzeigenblatt für die Großherzogliche Stadt Baden im Jahr 1811 als Kur- und Anzeigenzeitung gegründet. 1941 durfte die Zeitung kriegsbedingt nicht mehr erscheinen, der Vertrieb erfolgte daraufhin im Mantel des Völkischen Beobachters. Im August 1945 erhielt das Badener Tagblatt als erste Tageszeitung in der französischen Besatzungszone eine Lizenz.[3] Das Südwest-Echo geht zurück auf das Rastatter Wochenblatt aus dem Jahr 1803.[2] Es trat zudem an die Stelle der Rastatter Nachrichten.

Ab 1968 war der Schriftsteller Heinz Bischof (Pseudonym: Günther Imm) Redakteur der Heimatbeilage des Badischen Tagblatts.[4] Am 11. Mai 2021 wurden Pläne bekannt gegeben, dass das Badische Tagblatt und die Badischen Neuesten Nachrichten fusionieren wollen.[5] In der folgenden Zeit begann der Austausch von Inhalten. Seit dem 23. Mai 2022 werden die Artikel beider Zeitungen im Internet nur noch auf der Seite der BNN publiziert. Die Online-Abonnements wurden hierzu zusammengelegt.[6] Seit dem 1. Juli 2023 erscheint das Badisches Tagblatt unter der Dachmarke der Badischen Neuesten Nachrichten.[7]

Die verkaufte Auflage beträgt 29.223 Exemplare.[8] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei 75,6 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[9]
1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025
40.428 40.364 40.387 40.210 39.560 38.961 38.297 37.833 37.206 36.771 35.951 35.394 34.786 34.094 34.141 33.747 33.303 32.857 32.311 31.536 30.814 29.934 29.625 28.761 27.182

Die Badisches Tagblatt GmbH mit Sitz in Baden-Baden gibt neben der Tageszeitung zwei kostenlose Wochenzeitungen (das Wochenjournal WO und das WO zum Sonntag), ein Veranstaltungs- und TV-Magazin (Auszeit) sowie ein Nachrichtenblatt (Ortszeit) heraus. Ein Online-Nachrichtenportal sowie Auftritte in den sozialen Medien ergänzen das Angebot elektronisch.[2]

Der Druck der Verlagsprodukte erfolgte von Mitte 2014 bis 30. Juni 2023 bei der Tochtergesellschaft des Verlages, der Badisches Druckhaus Baden-Baden GmbH.[10] Seit 1. Juli 2023 wird die Zeitung im Druckhaus der Badischen Neuesten Nachrichten in Karlsruhe-Neureut gedruckt.[7]

Einzelnachweise

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  1. Bereiche im Verlag. In: Badisches Tagblatt. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 28. Februar 2018; abgerufen am 27. Februar 2018.
  2. a b c Badisches Tagblatt GmbH
  3. 200 Jahre Zeitungsgeschichte in Baden (Memento vom 3. Oktober 2011 im Internet Archive)
  4. Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 102.
  5. Badische Neueste Nachrichten und Badisches Tagblatt fusionieren. 11. Mai 2021, abgerufen am 11. Mai 2021.
  6. BNN und BT nun auf einem Nachrichtenportal. 22. Mai 2022, abgerufen am 12. Oktober 2022.
  7. a b Badisches Tagblatt kommt ab jetzt in neuer Form aus Karlsruhe-Neureut. 30. Juni 2023, abgerufen am 3. Juli 2023.
  8. laut IVW, viertes Quartal 2025, Mo–Sa
  9. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.de)
  10. „Badisches Druckhaus hat die Produktion aufgenommen“ (Memento vom 17. Januar 2015 im Internet Archive) (VSZV am 29. Juli 2014)