Bahnstrecke Beerwalde–Drosen

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Beerwalde–Drosen[1]
Strecke der Bahnstrecke Beerwalde–Drosen
Streckennummer (DB): -
Kursbuchstrecke (DB): -
Streckenlänge: 6,0 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
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0,0 von Ronneburg und Meuselwitz
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1,1 Beerwalde
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4,1 Löbichau
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5,9 Drosen

Die Bahnstrecke Beerwalde–Drosen war eine Anschlussstrecke der Wismut-Werkbahn in Ostthüringen, die primär für den Uranerz- und Sandtransport der SDAG Wismut gebaut und betrieben wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der erste Streckenabschnitt von der Bahnstrecke Meuselwitz–Ronneburg zum Werkbahnhof Beerwalde ging mitsamt einem Gleisbildstellwerk am 31. Mai 1975 in Betrieb. Damit einher ging auch die Einführung von Schichtarbeiterzügen zwischen Gera Hauptbahnhof und Beerwalde. Im Dezember 1979 erfolgte die erste Erweiterung zum Bahnhof Löbichau, bei dem ein Versatzwerk errichtet wurde. Für den Sandtransport von Kayna aus wurde von der Strecke Meuselwitz–Ronneburg eine Verbindungskurve errichtet, wodurch ein mit für das Wenden von Zügen genutztes Gleisdreieck Beerwalde Süd W 11–Beerwalde Nord W 22–Bf Beerwalde entstand.[2]:50 Inmitten des Gleisdreiecks entstand ein Biotop. Am 2. Januar 1981 wurde vom Streckengleis Beerwalde–Löbichau ein Gleis zur Erzverladung in Drosen eröffnet, das betrieblich als Teil des Bahnhofs Löbichau behandelt wurde.[2]:52 Durch die Lage des Abzweigs war eine Ausfahrt von Löbichau nach Beerwalde, nicht aber nach Drosen möglich. Zunächst wurde in Drosen das Erz nur über eine Rampe verladen. Erst im April 1984 ging der Bahnhof Drosen mitsamt Gleisbildstellwerk, Verladebunker und Bahnsteiggleisen komplett in Betrieb. Fortan wurden die Schichtarbeiterzüge über Beerwalde hinaus bis Drosen gefahren.

Nach nur zehn Betriebsjahren wurde der Bahnhof Drosen, zu dem zuletzt nur noch ein einzelner Zementwagen regelmäßig zugestellt wurde, 1994 geschlossen. Der Bahnhof Löbichau wurde noch bis zum Frühjahr 1997 bedient, doch schon im Herbst des Jahres wurde die gesamte Strecke zu Gunsten der Schwerlastkraftwagen-Trasse zur Verlagerung der Drosener Halde abgebrochen.[2]:80

Fahrzeugeinsatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Güterzugverkehr setzte die Wismut-Werkbahn eigene Exemplare der Baureihe 120 ein. Der Schichtarbeiterverkehr wurde von der Deutschen Reichsbahn mit der Baureihe 118 in Verbindung mit Doppelstock-Gliederzügen und in den 1980er Jahren dann mit einzelnen Doppelstockwagen durchgeführt. Zur Erzverladung im Bahnhof Beerwalde setzte die Wismut in den 1980er Jahren ein Elektroschleppfahrzeug ESF 3 ein, das aufgrund zu geringer Leistung bald durch das stärkere Fahrzeug ESF 4 ersetzt wurde.[2]:59

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gleispläne: Angabe FZMP=Fahrzeitmesspunkt für Beerwalde und Löbichau; südliche Signalgruppe Q, S und T in Drosen
  2. a b c d Hans-Jürgen Barteld: Die Wismut-Bahn um Ronneburg (= Nebenbahndokumentation. Band 41). 1. Auflage. Kenning, Nordhorn 1998, ISBN 3-927587-92-3.