Bahnstrecke Etgersleben–Förderstedt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Etgersleben–Förderstedt
Streckennummer (DB): 6907
Kursbuchstrecke: 205g, 205e(1967)
Streckenlänge: 17,7 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
   
von Blumenberg
   
0,0 Etgersleben
   
nach Staßfurt
   
2,3 Egeln Nord früher Bleckendorf
   
6,2 Wolmirsleben
   
9,5 Unseburg
   
11,7 Grube Marie
   
Marbe
   
von Güsten
Bahnhof, Station
17,7 Förderstedt
Strecke – geradeaus
nach Schönebeck

Die Bahnstrecke Etgersleben–Förderstedt war eine größtenteils im Tal der Bode gelegene und nicht elektrifizierte eingleisige Nebenbahn in der Magdeburger Börde. Sie verband, die Braunkohlegruben bei Unseburg erschließend, Etgersleben an der ehemaligen Bahnstrecke Staßfurt–Blumenberg mit Förderstedt an der Bahnstrecke Schönebeck–Güsten. Heute ist sie stillgelegt und größtenteils abgebaut.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. November 1891 wurde der Abschnitt zwischen Etgersleben und Unseburg eröffnet, ein Jahr später folgte das östliche Teilstück zwischen Unseburg und Förderstedt. Am 1. Oktober 1893 wurde der Personenverkehr aufgenommen.[1] Die Strecke unterstand damals den Preußischen Staatseisenbahnen und diente sowohl dem Güter- als auch dem Personenverkehr. Transportiert wurde vorwiegend Braunkohle, welches in den Gruben um Unseburg gewonnen wurde. Die im Marbeschacht gewonnene Kohle wurde ausschließlich von Güterzügen dieser Strecke abtransportiert und an eine Brikettfabrik geliefert.[2] Am 5. Februar 1967 wurde der Personenverkehr auf der Strecke aufgegeben. Am 28. Mai 1967 wurde das größte Stück der Strecke östlich von Egeln Nord stillgelegt und später abgebaut, es verblieb lediglich ein etwa fünf Kilometer langes Teilstück westlich von Förderstedt.[3] Der Güterverkehr zwischen Etgersleben und Egeln Nord wurde am 22. Mai 1993 eingestellt. Heute ist die Strecke stillgelegt und zwischen Etgersleben und Unseburg abgebaut.

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Strecke begann im Bahnhof Etgersleben. Anschließend zweigte die Bahn von der Strecke nach Staßfurt ab und der Bahnhof Egeln Nord wurde erreicht. Anschließend führte die Strecke weiter nach Wolmirsleben und anschließend Unseburg. Ab dort wurde das Tal der Bode verlassen und die Grube Marie sowie der Marbeschacht erreicht. Schließlich erreichte die Strecke den Bahnhof Förderstedt, wo sie einen eigenen Bahnhofsteil separat von den Gleisen der Hauptbahn Schönebeck–Güsten besaß. Erst im Anschluss mündete das Nebenbahngleis in die Hauptbahnstrecke.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website über die RBD Magdeburg, abgerufen am 28. Dezember 2010
  2. Braunkohle im Kreisgebiet Staßfurt. Abgerufen am 27. Dezember 2010
  3. Atlas DR, Drucksachenverlag der Deutschen Reichsbahn (Hrsg.), 1979