Bahnstrecke Holdorf–Damme

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Holdorf (Oldb)–Damme (Oldb)
Streckennummer (DB): 1562
Kursbuchstrecke: 220d (1952)
Streckenlänge: 7,488 km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Maximale Neigung: 16 
Minimaler Radius: 300 m
Strecke – geradeaus
von Delmenhorst
Haltepunkt, Haltestelle
0,00 Holdorf (Oldb) 47 m
   
nach Hesepe
   
1,97 Handorf 63 m
   
7,40 Damme (Oldb) 68 m
   
Wittlager Kreisbahn

Die Bahnstrecke Holdorf–Damme war eine sieben Kilometer lange eingleisige Bahnstrecke in Niedersachsen. Sie begann in Holdorf (Oldb) an der Bahnstrecke Delmenhorst–Hesepe. Am Endpunkt Damme (Oldb) gab es einen Übergang auf die Wittlager Kreisbahn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1900 wurde die Bahnstrecke von den Großherzoglich Oldenburgischen Staatseisenbahnen eröffnet.

Viele Jahre verkehrten täglich sechs Personenzugpaare.

Der Güterverkehr war ursprünglich landwirtschaftlich ausgerichtet. 1910 wurde ein Eisenerzvorkommen bei Damme festgestellt. 1939 entstand die Eisenerzgrube Damme mit eigenem dreigleisigen Grubenbahnhof. Ab 1914 war in Damme der Anschluss an die Wittlager Kreisbahn hergestellt und ein Übergang von Güterwagen möglich.

Eingestellt wurde der Personenverkehr am 15. Februar 1952. Der Anschluss der Wittlager Kreisbahn in Damme wurde 1963 mit der Einstellung des Abschnittes Schwegermoor–Damme aufgegeben. Hier waren in guten Zeiten täglich zehn bis zwölf Wagen übergeben worden. 1967 wurde die Eisenerzgrube Damme und damit auch der Grubenbahnhof geschlossen. Der Güterverkehr Holdorf–Damme war bis zum 31. Dezember 1993 möglich. Der letzte Kunde im Güterverkehr war der Landmaschinenhersteller Grimme in Damme. Stillgelegt wurde die Strecke am 1. Januar 1996. Ab 2000 wurde die Strecke demontiert.

Inzwischen verläuft auf der Trasse ein 2002 angelegter Radweg, im Bereich der Stadt Damme ist ab dem ehemaligen Bahnübergang gegenüber vom Schulzentrum der nach der Demontage der Gleise verbliebene Bahndamm teilweise überbaut oder wurde sich selbst überlassen und ist seitdem überwuchert. In Damme existiert auch noch die alte Eisenbahnbrücke, [1] über die der Anschluss an die Wittlager Kreisbahn verlief. Die Schienen wurden hier aber auch demontiert und die an die Brücke anschließenden Bahndämme sind ebenfalls überwuchert bzw. überbaut.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Urs Kramer, Matthias Brodkorb: Abschied von der Schiene. Güterstrecken 1980 bis 1993. Transpress, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-613-71346-8, S. 38.
  • A. Mausolf: 7,4 Kilometer - Holdorf–Damme. In: Lok-Magazin, Ausgabe 9/2015, S. 110f.
  • Bernard Schönhöft: Erzbergbau und Eisenbahn. Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung im Südkreis. In: Zug um Zug. Eisenbahn als Motor für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region. Lohne (Oldenburg) 2015, ISBN 3-945579-01-5, S. 161–166

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alte Eisenbahnbrücke in neuem Glanz. Abgerufen am 30. Dezember 2013