Banyak-Inseln

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Banyak-Inseln
Gewässer Indischer Ozean
Geographische Lage 2° 10′ N, 97° 15′ OKoordinaten: 2° 10′ N, 97° 15′ O
Banyak-Inseln (Sumatra)
Banyak-Inseln
Anzahl der Inseln 50
Hauptinsel Tuangku

Die Banyak-Inseln sind eine Gruppe von 50 relativ kleinen Inseln vor der Westküste Sumatras im Malaiischen Archipel im Indischen Ozean.

Sie liegen rund 30 Kilometer westlich von Sumatra, ungefähr 80 km nördlich von Nias und 40 bis 80 km südöstlich von Simeuluë. Sie gehören zur indonesischen Provinz Aceh.

Die meisten Inseln sind unbewohnt, insgesamt leben auf der Inselgruppe rund 7.000 Menschen. Die Einheimischen sind sehr gastfreundlich und freuen sich auf Fremde. Geisterglaube und schwarze Magie sind bei den Dorfbewohnern lebendig. Die Einwohner sind zum größten Teil als Siedler von Nias und aus Zentral-Sumatra eingewandert. Auf einer der bewohnten Inseln leben Christen. Dies ist die einzige christliche Gemeinschaft in dem muslimisch geprägten Aceh.

Die Inseln werden kaum landwirtschaftlich genutzt. Die Dorfbewohner leben hauptsächlich vom Fischfang sowie zum Teil vom Verkauf von Kokosnüssen. Sämtliche Waren des täglichen Bedarfs müssen von Sumatra herübergebracht werden. Diese Waren werden einmal wöchentlich auf dem Markt angeboten. Es gibt keine medizinische Versorgung. Die vorherrschenden sanitären Bedingungen sind teilweise primitiv.

Im Jahr 2008 fanden 300 Touristen Weg zu den Banyaks. Von der Hafenstadt Singkil auf Sumatra verkehren Fähren oder andere Boote. Touristische Angebote sind im Entstehen, es gibt aber beispielsweise noch keinen Geldautomaten und kein Internetcafé auf den Inseln.

Auf der Insel Balai leben im gleichnamigen Dorf die meisten Bewohner.

Die größte Insel Tuangku hat eine Fläche von 206 km²[1] und ihre höchste Erhebung liegt 315 m hoch. Die größte Siedlung heißt Alaban.

Die Insel Bangkaru ist ein Nationalpark. Dort nesten jede Nacht viele Wasserschildkröten. Die Organisation "Yayasan Pulau Banyak" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Populationen zu schützen. Ehemalige Eierdiebe und Einheimische sind in das Projekt eingebunden.

Auf der Insel Palambak gibt es eine kleine Bungalowanlage. Dort kann man seinen Urlaub in traumhafter Kulisse mit dem gewissen Robinson-Crusoe-Feeling verbringen. Außerdem werden durch "Yayasan Pulau Banyak" Kanutouren, Dschungeltrekks und Schildkrötenbeobachtung angeboten.

Beim verheerenden Tsunami 2004 sind einige Inseln gesunken. Das Epizentrum lag unweit der Inseln.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://islands.unep.ch/IHB.htm#652

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fotogalerie