Batak (Bulgarien)

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Batak (Батак)
Wappen von Batak Karte von Bulgarien, Position von Batak hervorgehoben
Basisdaten
Staat: Bulgarien
Oblast: Pasardschik
Einwohner: 3782 (31. Dez. 2005)
Koordinaten: 41° 57′ N, 24° 13′ OKoordinaten: 41° 57′ 0″ N, 24° 13′ 0″ O
Höhe: 1036 m
Postleitzahl: 4580
Telefonvorwahl: (+359) 03553
Kfz-Kennzeichen: PA
Verwaltung
Bürgermeister: Petar Paunow
Regierende Partei: Bulgarische Sozialistische Partei
Website: www.batak-bg.com
Kirche Sweta Nedelja
Kirche im Zentrum

Batak [bɐˈtak] (bulgarisch: Батак) ist eine Stadt im Süden von Bulgarien, in der Nähe von Peschtera.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in den Rhodopen in einer Höhe von 1100 Metern etwa 32 Kilometer südlich von Pasardschik.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der hellenistischen und römischen Zeit wurde die Gemarkung von Batak vom thrakischen Stamm Bessi bewohnt. Im 6. und 7. Jahrhundert ließen sich in den Rhodopen die Slawen nieder. Später, zur Zeit des bulgarischen Khans Krum befand sich die Grenze Bulgariens südlich von Batak. Ab Ende des 14. Jahrhunderts wurden die Rhodopen von den Türken beherrscht. Der Name der Stadt Batak wurde erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt.

In Batak entwickeln sich die Holzgewinnung und Holzbearbeitung, der Handel, verschiedene Handwerke, und die Bildung und Kultur blühen auf. Im Jahre 1813 wurde die Kirche Sweta Nedelja (die heutige historische Kirche) gebaut, und 1835 wurde die Schule „Kyrill und Method“ eröffnet.

Im Jahr 1876 kam es während des Aprilaufstands gegen die osmanische Herrschaft zum Massaker von Batak. Nahezu die gesamte Bevölkerung wurde umgebracht. Batak wurde infolgedessen in Bulgarien zu einem zentralen Ort des Gedenkens an den bulgarischen Freiheitskampf gegen die Türken.

Am Septemberaufstand von 1923 beteiligte sich die Bevölkerung Bataks mit einer aufständischen Abteilung und zog die Grenzsoldaten im Bezirk Newrokop, dem heutigen Goze Deltschew, auf ihre Seite.

Staubecken und Wasserkraftwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Bau des Bataker Wasserkraftweges (1953–1959), des größten Bauvorhabens des 2. und 3. Fünfjahrplans, hatte sich die Stadt und ihre Umgebung völlig umgewandelt. So entstanden nacheinander die Staubecken Wassil Kolarow, Batak, Schiroka Poljana, Beglika und Toschkow Tschark. Fertig ist auch das erste bulgarische unterirdische Wasserkraftwerk Batak, dem Peschtera, Aleko und andere folgten.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Batak ist ein beliebter Erholungsort mit zahlreichen Unterkunftsmöglichkeiten. An den Ufern der Talsperren entstehen immer neue Erholungsheime und touristische Komplexe sowie Privatvillen. In den Erholungsheimen verbringen jedes Jahr tausende, meist bulgarische Touristen ihren Urlaub.

Der 2082 Meter hohe Bataker Schneeberg (Bataški Snežnik) in den Rhodopen ist ein beliebtes Wanderziel.

Söhne der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Batak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien