Beichlingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Beichlingen
Beichlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Beichlingen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 14′ N, 11° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Verwaltungs­gemeinschaft: Kölleda
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 19,1 km2
Einwohner: 510 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99625
Vorwahl: 03635
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 003
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 1
99625 Kölleda
Bürgermeister: Lutz Bauer (WG)
Lage der Gemeinde Beichlingen im Landkreis Sömmerda
AlperstedtAndislebenBeichlingenBilzingslebenBüchelButtstädtButtstädtEckstedtEllerslebenElxlebenEßleben-TeutlebenFrömmstedtGangloffsömmernGebeseeGriefstedtGroßbrembachGroßmölsenKölledaGroßneuhausenGroßrudestedtGünstedtGuthmannshausenHardislebenHaßlebenHenschlebenHerrnschwendeKannawurfKindelbrückKleinbrembachKleinmölsenKleinneuhausenKölledaMannstedtMarkvippachNödaOlberslebenOllendorfOstramondraRastenbergRiethgenRiethnordhausen (bei Erfurt)Ringleben (bei Gebesee)RudersdorfSchillingstedtSchloßvippachSchwerstedtSömmerdaSprötauStraußfurtUdestedtVogelsbergWalschlebenWeißenseeWerningshausenWitterdaWunderslebenThüringenKarte
Über dieses Bild

Beichlingen ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Kölleda hat. Das benachbarte Altenbeichlingen ist ein Ortsteil von Beichlingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beichlingen liegt 5 km nördlich von Kölleda im Thüringer Becken am Südrand der Schmücke. Zum östlichen Teil der Gemarkung gehört der bewaldete Künzelsberg (380,1 m ü. NN).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 1014 erstmals urkundlich erwähnt. Das gleichnamige Grafengeschlecht von Beichlingen hatte hier auf dem oberhalb der Gemeinde liegenden Schloss Beichlingen seinen Stammsitz, später die Grafen von Werthern-Beichlingen.

Beichlingen war in den Jahren 1618 bis 1690 von Hexenverfolgungen betroffen. Eine Frau und zwei Männer gerieten in Hexenprozesse.[2]

Im April 1945 wurde der Ort von US-Truppen besetzt. Anfang Juli wurden diese von der Roten Armee abgelöst. Diese bezog Quartier im zum Rittergut gehörenden Oberweimarischen Hof („Die Schäferei“), der danach auch „Russenhof“ oder „Roter Hof“ genannt wurde.

Zu DDR-Zeiten wurde im Ort ein Zentrales Pionierlager betrieben.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: 670
  • 1995: 659
  • 1996: 666
  • 1997: 672
  • 1998: 649
  • 1999: 613
  • 2000: 613
  • 2001: 598
  • 2002: 573
  • 2003: 568
  • 2004: 589
  • 2005: 594
  • 2006: 578
  • 2007: 576
  • 2008: 572
  • 2009: 563
  • 2010: 564
  • 2011: 514
  • 2012: 512
  • 2013: 505
  • 2014: 502
  • 2015: 510

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Beichlingen setzt sich aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

  • FWG: 6 Sitze
  • FZSV: 2 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 27. Juni 2004)

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Lutz Bauer wurde 2006 gewählt.

Ortsfreundschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 2002 besteht eine Ortsfreundschaft mit Berlichingen in Baden-Württemberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feuerwehrverein e. V.
  • Freizeitsportverein (FSV) Beichlingen e. V., 1990 gegründet, veranstaltet seit 1997 jährlich den Schlossberglauf
  • Förderverein Schloss Beichlingen e. V., gegründet 1991

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schlossberglauf Beichlingen
  • Osterfeuer Beichlingen

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Kinderferienlager Beichlingen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum (= Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland. Bd. 2). DOBU-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-934632-03-3, S. 250, (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 2000).
  3. Lebenslernort am Windberg (Webpräsenz des Vereins); Wohnen im eigenen Dorf in Nordthüringen@bring-together.com, abgerufen 11. November 2016
  4. Woldemar LippertWerthern, Georg von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 42, Duncker & Humblot, Leipzig 1897, S. 125–127.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beichlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien