Beichlingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Beichlingen
Beichlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Beichlingen hervorgehoben
Koordinaten: 51° 14′ N, 11° 15′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Sömmerda
Verwaltungs­gemeinschaft: Kölleda
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 19,1 km2
Einwohner: 498 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 26 Einwohner je km2
Postleitzahl: 99625
Vorwahl: 03635
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 003
Adresse der Verbandsverwaltung: Markt 1
99625 Kölleda
Bürgermeister: Lutz Bauer (WG)
Lage der Gemeinde Beichlingen im Landkreis Sömmerda
AlperstedtAndislebenBeichlingenBilzingslebenBüchelButtstädtButtstädtEckstedtEllerslebenElxlebenEßleben-TeutlebenFrömmstedtGangloffsömmernGebeseeGriefstedtGroßbrembachGroßmölsenGroßneuhausenGroßrudestedtGünstedtGuthmannshausenHardislebenHaßlebenHenschlebenHerrnschwendeKannawurfKindelbrückKleinbrembachKleinmölsenKleinneuhausenKölledaMannstedtMarkvippachNödaOlberslebenOllendorfOstramondraRastenbergRiethgenRiethnordhausen (bei Erfurt)Ringleben (bei Gebesee)RudersdorfSchloßvippachSchwerstedtSömmerdaSprötauStraußfurtUdestedtVogelsbergWalschlebenWeißenseeWerningshausenWitterdaWunderslebenThüringenKarte
Über dieses Bild

Beichlingen ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Kölleda an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Kölleda hat. Das benachbarte Altenbeichlingen ist ein Ortsteil von Beichlingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beichlingen liegt fünf Kilometer nördlich von Kölleda im Thüringer Becken am Südrand der Schmücke. Zum östlichen Teil der Gemarkung gehört der bewaldete Künzelsberg (380,1 m ü. NN).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 1014 erstmals urkundlich erwähnt. Das gleichnamige Grafengeschlecht von Beichlingen hatte hier auf dem oberhalb der Gemeinde liegenden Schloss Beichlingen seinen Stammsitz, später die Grafen von Werthern-Beichlingen.

Beichlingen war in den Jahren 1618 bis 1690 von Hexenverfolgungen betroffen. Eine Frau und zwei Männer gerieten in Hexenprozesse.[2]

Im April 1945 wurde der Ort von US-Truppen besetzt. Anfang Juli wurden diese von der Roten Armee abgelöst. Diese bezog Quartier im zum Rittergut gehörenden Oberweimarischen Hof („Die Schäferei“), der danach auch „Russenhof“ oder „Roter Hof“ genannt wurde.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Altenbeichlingen eingegliedert.

Zu DDR-Zeiten wurde im Ort ein Zentrales Pionierlager betrieben.

Im Oktober 2017 stimmte der Gemeinderat für einen Beitritt zur Stadt Kölleda.[3] Dieser ist laut Landtags-Drucksache 6/6060 im Gesetzesentwurf für das Thüringer Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2019 (ThürGNGG 2019) zum 1. Januar 2019 vorgesehen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1994: 670
  • 1995: 659
  • 1996: 666
  • 1997: 672
  • 1998: 649
  • 1999: 613
  • 2000: 613
  • 2001: 598
  • 2002: 573
  • 2003: 568
  • 2004: 589
  • 2005: 594
  • 2006: 578
  • 2007: 576
  • 2008: 572
  • 2009: 563
  • 2010: 564
  • 2011: 514
  • 2012: 512
  • 2013: 505
  • 2014: 502
  • 2015: 510
  • 2016: 511
  • 2017: 498

Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Beichlingen setzt sich aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen. Er wird alle fünf Jahre neu gewählt.

Sitzverteilung des Gemeinderates 2014
  
Insgesamt 8 Sitze
  • FWG: 7
  • FSV: 1
Parteien und Wählergemeinschaften 2014[4] 2009[5] 2004[6] 1999[7] 1994[8]
Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze Anteila Sitze
Freie Wählergemeinschaftb FWG 86,0 7 72,2 6 74,1 6 65,1 3
Freizeitsportverein Beichlingen FSV 14,0 1 27,8 2 25,9 2
Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD 34,9 3 50,3 5
Bauernverband/Landfrauen BAUERN 49,7 3
prozentualer Anteil ungültiger Stimmabgaben 3,6 8,2 8,6 7,7 4,6
Sitze gesamt 8 8 8 8 8
Wahlbeteiligung 58,2 % 54,8 % 62,4 % 71,7 % 73,1 %
a prozentualer Anteil an den abgegebenen gültigen Stimmen
b 2009 & 1999 als Freie Wählergemeinschaft Beichlingen; 2004 als Wählergemeinschaft

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Lutz Bauer wurde am 18. September 2005 gewählt. Er wurde zuletzt am 24. September 2017 mit 95,6 % der Stimmen in seinem Amt bestätigt.[9][10]

Ortsfreundschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Seit 2002 besteht eine Ortsfreundschaft mit Berlichingen in Baden-Württemberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Feuerwehrverein e. V.
  • Freizeitsportverein (FSV) Beichlingen e. V., 1990 gegründet, veranstaltet seit 1997 jährlich den Schlossberglauf
  • Förderverein Schloss Beichlingen e. V., gegründet 1991

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schlossberglauf Beichlingen
  • Osterfeuer Beichlingen

Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Kinderferienlager Beichlingen

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum (= Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland. Bd. 2). DOBU-Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-934632-03-3, S. 250, (Zugleich: Marburg, Universität, Dissertation, 2000).
  3. "Beichlingen wird in die Stadt Kölleda eingegliedert" Thüringer Allgemeine vom 04.11.2017, abgerufen am 11.10.2018
  4. Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 5. März 2018.
  5. Gemeinderatswahl 2009 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 5. März 2018.
  6. Gemeinderatswahl 2004 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 5. März 2018.
  7. Gemeinderatswahl 1999 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 5. März 2018.
  8. Gemeinderatswahl 1994 in Thüringen – endgültiges Ergebnis. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 5. März 2018.
  9. Bürgermeisterwahlen in Thüringen – Wahl vom 18.09.2005. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 5. März 2018.
  10. Bürgermeisterwahlen in Thüringen – Wahl vom 24.09.2017. In: wahlen.thüringen.de. Abgerufen am 5. März 2018.
  11. Lebenslernort am Windberg (Webpräsenz des Vereins); Wohnen im eigenen Dorf in Nordthüringen@bring-together.com, abgerufen 11. November 2016
  12. Woldemar LippertWerthern, Georg von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 42, Duncker & Humblot, Leipzig 1897, S. 125–127.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Beichlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien