Benedikt XIV. (Gegenpapst)

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Benedikt XIV. (* um 1370 in Südfrankreich; † um 1430; eigentlich Bernard Garnier) wurde am 12. November 1425 als einer der beiden Nachfolger des Gegenpapstes Benedikt XIII. gewählt. (1423 wurde bereits Clemens VIII. als Nachfolger Benedikt XIII. gewählt.)

Die Wahl Benedikt XIV. stellt eine der größten Grotesken und Auswüchse des Gegenpapsttums dar: Benedikt XIII. war bereits 1417 vom Konzil von Konstanz zugunsten des neugewählten Martin V. für abgesetzt erklärt worden, um das abendländische Schisma zu beenden. Er weigerte sich aber, seine Absetzung anzuerkennen. Nach seinem Tod konnten sich die vier von Benedikt XIII. ernannten Kardinäle nicht auf einen gemeinsamen (Gegenpapst-)Kandidaten einigen. Der französische Kardinal Jean Carrier war als Legat des vorherigen Papstes unterwegs, während seine drei Kollegen bereits Clemens VIII. am 10. Juni 1423 in Peñíscola zum Nachfolger wählten. Nach seiner Rückkehr erklärte sich Carrier mit dieser Wahl nicht einverstanden und erhob Bernard Garnier, zuvor Domkustos in Rodez, zum „Gegenpapst des Gegenpapstes“.

Praktische Auswirkungen hatte diese Wahl nicht mehr, da bereits zu Zeiten Benedikts XIII. fast alle Länder (außer Aragonien) Martin V. als Papst anerkannt hatten. Als Ende seines Gegenpontifikates, über das inhaltlich so gut wie nichts überliefert ist, wird 1430 angegeben.

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Literatur[Bearbeiten]