Benoît Cœuré

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Benoît Cœuré (* 1969) ist ein französischer Wirtschaftswissenschaftler. Er studierte zunächst Japanisch und dann an der Elitehochschule École Nationale de la Statistique et de l’Administration Économique (ENSAE). Cœuré arbeitete für das Nationale statistische Amt Frankreichs (INSEE) und war Direktor der Agence France Trésor.

Am 29. November 2011 votierten die EU-Finanzminister bei ihrem Treffen in Brüssel einstimmig für Benoît Cœuré als Direktoriumsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB).[1] Im Januar 2012 trat Cœuré die Nachfolge von Lorenzo Bini Smaghi an.

Am 20. Mai 2015 geriet Benoît Cœuré in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass er Insiderinformationen an Hedge-Fonds weitergegeben hatte.[2] Rechtliche Konsequenzen wurden daraus jedoch nicht gezogen, da die Frage, ob die EZB publizitätspflichtig ist, nicht abschließend geklärt ist.[3]

Vom 11. bis 14. Juni 2015 nahm er an der 63. Bilderberg-Konferenz in Telfs-Buchen in Österreich teil.

Schriften / Reden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Weg für Franzosen Benoît Cœuré frei“, Handelsblatt, 29. November 2011.
  2. „EZB steckt Hedgefonds-Managern Insider-Informationen“, Die Welt, 21. Mai 2015.
  3. „EZB ist nicht ad-hoc-pflichtig“, FAZ, 20. Mai 2015.