Bergbahnstation

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Eine Bergbahnstation ist die Ein-/Ausstiegsstelle einer Seilbahn, einer Standseilbahn, einer Zahnradbahn, einer Pendelbahn, eines Skiliftes und ähnlicher Aufstiegshilfen im Gebirge. Die untere Station nennt man Talstation, die obere Bergstation, manchmal gibt es auch eine Mittelstation (seltenst mehrere). Die Ausdrücke werden aber auch bei entsprechenden urbanen Bahnen analog verwendet.

Bau- und Konstruktionsweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pistenplan mit den zahlreichen Berg- und jeweiligen Talstationen der Anschlussbahnen und -lifte und den verbindenden Pisten (Savognin CH).

Bergbahnstationen können klassische Gebäude oder offene Stahlkonstruktionen sein. Gondelbahnen haben oft horizontal ausgerichtete Bergstationen, oft fährt die Gondel aber auch direkt ein, und die Konstruktion orientiert sich an der Neigung der Seile.

Bei Pendelbahnen werden eine oder gegenläufig zwei Kabinen zwischen Berg- und Talstation betrieben (sie „pendeln“), was längere Aufenthalte in den Stationen ermöglicht. Dasselbe gilt für Standseilbahnen und die meisten Zahnradbahnen. Einfache Schlepp- und Sesselliften fahren über Umlenkrollen des Zugseils direkt durch die Station, was gravierende Nachteile hat: Die Seilgeschwindigkeit muss niedrig genug sein, was lange Aufstiegzeiten bedingt, trotzdem setzt es die Zu- und Aussteigenden unter Stress und auch der Verletzungsgefahr aus, und bei Fehlstiegen muss die ganze Bahn angehalten werden. Daher werden schon länger modernere Konstruktionen der Umlaufseilbahnen verwendet, bei denen das Seil permanent durchläuft, die Sessel oder Kabinen aber ausgekuppelt werden, und über Fördersysteme ein komfortabler Zu- und Ausstieg – auch für mehrere Einheiten parallel – möglich ist, bis sie wieder auf das schnelllaufende Zugseil eingekuppelt werden, mit diversen Hilfskonstruktionen einer ruckfreieren Beschleunigung. Tal-, Mittel- und Bergstation sind entsprechend aber baulich und technisch deutlich aufwändiger.

Die Bauweisen reichen von einfachen ungeschützten Plattformen über eingehauste Räume bis hin zu großen Baukomplexen, in denen neben der eigentlichen Zustiegsstelle und ihrer Infrastruktur auch Restaurants, Skiverleih und ähnliche Dienstleistungen angeboten werden, oder Bergrettungsstationen angesiedelt sind. Sonst finden sich diese oft auch im direkten Umfeld. Besonders die Bergstationen eigenen sich für Berggasthöfe und -hotels in attraktiver ausgesetzter Lage. Die Talstationen befinden sich in Wintersportorten teils direkt im Ortskern, teils entstehen außerhalb eigene Skizentren mit großzügigen Parkflächen, den kleinen Talliften für Anfänger und den Talabfahrten direkt zur Talstation. Viele Skigebiete sind etappenweise erschlossen, vom Tal herauf oder von mehreren Orten werden komfortablere Bahnen geführt, um deren Bergstation dann die alpinen Skisportzentren entstehen, und wo die Talstationen der Lifte und Seilbahnen liegen, die hinauf auf die Gipfel und Grate des Skigebiets führen, oft über weitere Umstiegsetappen.

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name der Bahn Talstation Bergstation
Klewenalpbahn Beckenried (420 m) Klewenalp (1590 m)
Titlisbahn Engelberg (1000 m) Titlis (3020 m)
Säntisbahn Schwägalp (1345 m) Säntis (2503 m)
Klein Matterhorn-Bahn Zermatt (1619 m) Kleines Matterhorn (3885 m)
Stockhornbahn Erlenbach (720 m) Stockhorn (2190 m)
Weisshornbahn Obersee Arosa (1750 m) Weisshorn (2650 m)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Bergstation – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen