Bernd Cailloux

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Bernd Cailloux (* 9. Juli 1945 in Erfurt) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernd Cailloux wuchs in Niedersachsen auf. Nach dem Besuch des Gymnasiums absolvierte er ein zweijähriges Volontariat und eine Ausbildung zum Redakteur in Bremen und Düsseldorf. Anschließend versorgte er Diskotheken mit Stroboskop-Lichtanlagen, bevor er sich im Umkreis der Hamburger Literatengruppe Boa Vista und ihrer Zeitschrift für Neue Literatur an erste Erzählversuche wagte. Seit 1977 lebt er als Schriftsteller in Berlin.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernd Cailloux ist Verfasser von Romanen, Erzählungen, Essays, Rundfunkfeatures und Hörspielen.

Sein Debütroman Das Geschäftsjahr 1968/69 wurde von der Kritik begeistert aufgenommen. Er schildert das legendäre Jahr 1968 aus der Sicht zweier Jungunternehmer, die mit ihrer Erfindung, ein Stroboskop in Diskotheken und Konzertveranstaltungen einzusetzen, zunächst erfolgreich sind, dann aber nicht zuletzt aufgrund ihrer Widersprüchlichkeiten scheitern. Dabei gelang, so die Kritiker, dem Autor eine ehrliche, nicht nostalgisch verbrämte Schilderung dieser Epoche. Das Buch wurde 2005 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Bernd Cailloux erhielt u.a. 1988 das Alfred-Döblin-Stipendium, 1998 ein Stipendium des Autorenförderungsprogramms der Stiftung Niedersachsen sowie 2003 ein Stipendium des Künstlerhauses Edenkoben. 1994 nahm er am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die blauen Stunden. Erzählung. In: Boa Vista 4 (Hrsg. D. Dubbe/N. Neutert/P. Waldheim), Hardebek, April 1977, S. 77–78.
  • Rosa Zuckerwatte. Erzählung. In: Boa Vista 4 (Hrsg. D. Dubbe/N. Neutert/P. Waldheim), Hardebek, April 1977, S. 79–82.
  • Cazzama — ein Gedanke in mehreren Teilen. Erzählung. In: Boa Vista 5 (Hrsg. D. Dubbe, M. Hennig, N. Neutert, P. Waldheim), Edition Boa Vista Hamburg, Oktober 1977, S. 73–78.
  • Im Loch Leumund. Erzählung. In: Boa Vista 4 (Hrsg. Natias Neutert/Peter Waldheim/Manfred Hennig), Edition Boa Vista Hamburg, Juni 1978, S. 11–16.
  • 5 aus 79. Erzählung. In: Boa Vista 7 (Hrsg. Natias Neutert/Peter Waldheim/Manfred Hennig), Edition Boa Vista Hamburg, Juni 1978, S. 11–16.
  • Intime Paraden, Frankfurt am Main 1986
  • Die sanfte Tour, Frankfurt am Main 1989
  • Der gelernte Berliner, Frankfurt am Main 1991
  • Das Geschäftsjahr 1968/69, Frankfurt am Main 2005
  • german writing, Frankfurt am Main 2006
  • Der gelernte Berliner. Sieben neue Lektionen, Frankfurt am Main 2008
  • Gutgeschriebene Verluste, Suhrkamp Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-518-42279-3.[1]
  • Surabaya Gold – Haschischgeschichten, Suhrkamp Verlag, Berlin 2016

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rezension: Zierleisten der Persönlichkeit in FAZ vom 28. Februar 2012, Seite 28