Beschaffungskriminalität

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Der Begriff Beschaffungskriminalität bezeichnet strafbare Handlungen zum Erwerb oder zur Finanzierung von Betäubungsmitteln und ist damit Teil der Drogenkriminalität.

Es wird zwischen direkter bzw. unmittelbarer Beschaffungskriminalität und indirekter bzw. mittelbarer Beschaffungskriminalität unterschieden. Zur direkten Form zählen Delikte, die begangen werden, um Drogen zu erlangen. Dazu gehören insbesondere Apothekeneinbrüche und Rezeptdiebstähle. Indirekte Beschaffungskriminalität besteht in Straftaten, die begangen werden, um an Geldmittel zur Beschaffung von Drogen zu kommen, dabei handelt es sich um Eigentumsdelikte wie Einbruch, Diebstahl, Raub.[1] Besonders häufig gehört auch Drogenhandel von „Kleindealern“ dazu.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Armand Mergen: Beschaffungskriminalität. Interdependenzen von Sucht, Spiel und Vermögensdelikten, Heidelberg: Kriminalistik-Verlag, 1990.
  • Arthur Kreuzer und andere: Beschaffungskriminalität Drogenabhängiger, Wiesbaden: BKA, 1991.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Beschaffungskriminalität – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Beschaffungskriminalität – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Stock und Arthur Kreuzer: Drogen und Polizei. Eine kriminologische Untersuchung polizeilicher Rechtsanwendung. Forum-Verlag, Bonn 1996, ISBN 978-3-927066-90-8, S. 197.
  2. Gundula Barsch, Armut und illegalisierter Drogenkonsum. In: Dieter Henkel und Irmgard Vogt (Hrsg.), Sucht und Armut. Alkohol, Tabak, illegale Drogen, Leske und Budrich, Opladen 1998, ISBN 978-3-8100-1885-4, S. 167–190, hier. S. 177.