Besondere Leistungsfeststellung

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Die Besondere Leistungsfeststellung zur Bescheinigung einer dem Realschulabschluss gleichwertigen Schulbildung (kurz: Besondere Leistungsfeststellung oder BLF) ist eine an Gymnasien in Thüringen und Sachsen am Ende der zehnten Klasse durchgeführte Prüfung.

Die Besondere Leistungsfeststellung wurde als Reaktion auf den Amoklauf von Erfurt eingeführt, da der Schüler Robert Steinhäuser keinen Abschluss besaß, was als eine Ursache für seine Tat gesehen wurde. Schüler der Thüringer Gymnasien konnten im Jahr 2003 auf eigenen Wunsch am Ende der zehnten Klasse an einer Prüfung teilnehmen. Seit 2004 ist diese Prüfung für alle Thüringer Gymnasiasten Pflicht.

Die Prüfungsfächer der BLF in Thüringen sind Deutsch, Mathematik, eine Fremdsprache und eine Naturwissenschaft (Biologie, Chemie oder Physik). Das Ergebnis der Besonderen Leistungsfeststellung macht 51 Prozent der Jahresfortgangsnote der entsprechenden Fächer aus. In Sachsen jedoch wird in Mathematik, Deutsch und Englisch geprüft. Die Länge der Prüfungen ist vom Fach abhängig.

Des Weiteren dürfen in Thüringen in den BLF-Fächern in dem 2. Halbjahr des laufenden Schuljahres keine Klassenarbeiten mehr geschrieben werden. Die BLF hat zwar Prüfungscharakter, wurde aber vom Kultusministerium nicht als solche deklariert, da die Schüler zwischen den Prüfungstagen normal Unterricht und nicht, wie bei Prüfungen üblich, frei haben.

Durch ein höheres Aufgabenniveau und strengere Bewertung als bei den Realschulprüfungen und durch die Beschränkung, dass nur in der ersten Fremdsprache eine Prüfung abzulegen ist, geriet die BLF des Öfteren in die Kritik der Thüringer Medien.

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