Beveridge-Modell

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Das Beveridge-Modell ist ein steuerfinanziertes Gesundheitssystem,[1] das nach dem Fürsorgemodell die gesamte Bevölkerung in die Absicherung einschließt.

Es wird auf William Henry Beveridge zurückgeführt, Mitglied der liberalen Fraktion des Britischen Parlaments in den 1940er Jahren. Das Modell kann als Ausrichtung des Sozialstaates auf die Bedarfsgerechtigkeit im Sinne eines standardisierten Mindestbedarfs verstanden werden.

Der britische National Health Service stellt ähnlich wie z. B. in Dänemark, Spanien, Portugal, Finnland, Schweden, Norwegen oder Italien die Gesundheitsleistungen nicht durch freiberuflich tätige Ärzte, sondern als für den Versicherten kostenlose Sach- und pauschale Geldleistungen durch staatliche Stellen bereit.[2]

Das deutsche Versicherungsmodell bezieht dagegen nur den gesetzlich bestimmten schutzbedürftigen Personenkreis in die gesetzliche Krankenversicherung ein (§§ 5 bis 10 SGB V). Die Beiträge sind einkommensabhängig bis zur Beitragsbemessungsgrenze zu entrichten.[3] Die Höhe von Entgeltersatzleistungen wie dem Krankengeld steht ebenfalls in Relation zu dem zuletzt erzielten Einkommen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. N. Lameire, P. Joffe, M. Wiedemann: Healthcare systems–an international review: an overview. In: Nephrology, dialysis, transplantation : official publication of the European Dialysis and Transplant Association - European Renal Association. Band 14 Suppl 6, 1999, S. 3–9, PMID 10528706 (Review).
  2. Frank Oschmiansky, Jürgen Kühl: Wohlfahrtsstaatliche Grundmodelle Bundeszentrale für politische Bildung, 1. Juni 2010
  3. Klaus-Peter Schmid: Zwischen Bismarck und Beveridge Die Zeit, 10. Dezember 1993
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