Bierstein

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Bierstein bezeichnet:

  • Unerwünschte kalkhaltige Ablagerungen beim Brauvorgang in Kesseln und Rohren ähnlich dem Kesselstein. Er besteht vor allem aus Calciumoxalat und ist oft schwer zu entdecken. Da er Bakterien (Milchsäurebakterien) Unterschlupf bietet, wird er bei geringer Schichtdicke zum Beispiel mit jodhaltigen Desinfektionsmitteln und bei größeren Ablagerungen mit saurer Reinigung beseitigt.[1][2][3][4]
  • Früher eine Bezeichnung für eingedampfte gehopfte Bierwürze, die sich in fester Form jahrelang hielt. Sie wurde in wärmere Gegenden exportiert, wo sie in Wasser aufgelöst als Bierersatz diente, das sonst in diesen Gegenden schnell verdarb.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bierstein bei Braukultur-Franken.
  2. Ludwig Narziß: Abriss der Bierbrauerei. Ferdinand Enke Verlag, Stuttgart, 1980, ISBN 3-527-30860-1. 4. Auflage, S. 222, 223.
  3. Dana Johnson: Removing Beerstone, Modern Brewery Age, 1998.
  4. Reinigung und Desinfektion in der Brauerei (PDF; 259 kB), Informationsmaterialien über den ökologischen Landbau und zur Verarbeitung ökologischer Erzeugnisse für die Aus- und Weiterbildung im Ernährungshandwerk und in der Ernährungswirtschaft.
  5. Meyers Konversationslexikon, Bibliographisches Institut, 4. Auflage 1885–1892.