Biguanid

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Strukturformel
Strukturformel von Biguanid
Allgemeines
Name Biguanid
Andere Namen
  • Guanylguanidin
  • Amidinoguanidin
  • 2-Carbamimidoylguanidin
Summenformel C2H7N5
CAS-Nummer
  • 56-03-1
  • 2583-53-1 (Sulfat)
  • 4761-93-7 (Hydrochlorid)
PubChem 5939
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 101,11 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

130 °C[2]

Löslichkeit
  • löslich in Ethanol[2]
  • praktisch unlöslich in Ether, Benzol und Chloroform[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Biguanid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Biguanide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biguanid kann durch Reaktion von Dicyandiamid mit Ammoniak gewonnen werden.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biguanid ist eine farbloser, kristalliner Feststoff, der sich in Wasser mit stark alkalischer Reaktion löst.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Sulfat dient zur Bestimmung von Kupfer und Nickel. Von der Verbindung leiten sich Antidiabetika (Buformin), Antimalariamittel (Proguanil) oder Viruzide (Moroxydin) und andere Arzneistoffe (zum Beispiel Chlorhexidin), Komplexierungsmittel und andere chemische Verbindungen ab.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu Biguanide. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 3. Juli 2017.
  2. a b W.L.F. Armarego: Purification of Laboratory Chemicals. Butterworth-Heinemann, 2017, ISBN 978-0-12-805456-7, S. 110 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  4. Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft. Verlag Chemie., 1889, S. 334 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).