Bilderkennung

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Bilderkennung (englisch image analysis) ist ein Teilgebiet der Mustererkennung und der Bildverarbeitung. In der Bilderkennung versucht man, Objekte in einem Bild zu segmentieren. Diesen wird eine symbolische Beschreibung zugewiesen, aber es wird nicht nach Zusammenhängen zwischen den Objekten gesucht, wie es in der Musteranalyse üblich ist.

Anwendungsgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Objekte in Bildern großer Bilddatenbanken automatisch beschriften (taggen, z. B. bei flickr.com oder Cloud Vision API von Google).
  • Bilder bzw. Bildausschnitte von Medienprodukten erkennen und dem entsprechenden Produkt zuordnen. Zu den Produkten können dann Informationen beispielsweise Inhaltsinformationen, Genre, Zuordnung, Kritik, Reviews oder Preisvergleiche abgefragt werden.
  • Gesichtserkennung
  • Passmarkenerkennung in der Industrie. Es werden Elektronische Bauteile, und Passmarken vermessen um eine möglichst genaue Bestückung zu erzielen.
  • Sortierung und Fehlererkennung von Schüttgut, Platinen, Fotodrucken, …
  • Object-based image analysis OBIA als Methode der Geographie
  • Automatisiertes Erkennen „abnormalen Verhaltens“ von Personen in den Videodatenströmen öffentlicher Überwachungskameras zur Kriminalitätsprävention, siehe das umstrittene EU-Projekt INDECT

Anwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der App TapTapSee können Blinde die Umgebung fotografieren. Daraufhin sagt eine Stimme, was auf dem Bild zu sehen ist. So können Blinde etwa die Farbe eines Kleidungsstückes herausfinden. Die App ist kostenlos, so dass man diese Technik selbst austesten kann.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • H. Niemann: Pattern Analysis and Understanding. Springer Series in Information Sciences, Berlin 1990
  • A. Pinz: Bildverstehen. Lehrbücher der Informatik, Springer-Verlag

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eine Gratisapp zeigt Blinden die Welt chip.de