Bildungsanstalt für Elementarpädagogik

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Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP/BAKIP/KGP)
Schulart
Staat Österreich
Schultyp (allgemein) Höhere Schule für Elementarpädagogik
ISCED-Ebene 4B
Klassifikation (national) Anstalt der Lehrerbildung und der Erzieherbildung / Lehrerbildende höhere Schule (33.1)[1][2]
Voraussetzung Positive 8. Schulstufe, Eignungsprüfung
Dauer 5 Jahre
Stufen: 9.–13. Schulstufe, 1.–5. Klasse,
Regelalter 14–19
Schulabschluss Reife- und Diplomprüfung
Anzahl 29 (2012)[3]
Schüler 9.305 (2011/12)[4]
auch Zusatzausbildung Hortpädagogik oder Früherziehung (3-jährig), Lehrgang für Integrative Pädagogik (4/5 Semester), Kolleg (4 Semester),[2]

Eine Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP), bis August 2016 Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik (BAKIP oder KGP) genannt, ist eine Einrichtung zur Vermittlung von Kindergarten-, Hort- und Früherziehungspädagogik und Teil des berufsbildenden Schulwesens (BMHS)[5] bzw. Lehrer- und Erzieherbildenden Schulwesens (LBS) in Österreich.[1] Die fünfjährige Ausbildung beginnt in der neunten Schulstufe und schließt mit einer Reife- und Diplomprüfung (Matura) ab. Für Inhaber einer Reifeprüfung kann die Ausbildung als viersemestriges Kolleg absolviert werden. Es gibt auch ein Kolleg für Berufstätige, das sechs Semester dauert. An mehreren BAfEPs werden, als weiterführende Ausbildung, Lehrgänge für Integrative Pädagogik und Frühförderung angeboten.

Umbenennung 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Umbenennung zu Bildungsanstalt für Elementarpädagogik trat mit 1. September 2016, aufgrund des Schulrechtsänderungsgesetzes (BGBl. I/Nr. 56) vom 11. Juli 2016, in Kraft. Die Zusatzausbildung Früherziehung ist seit dem fixer Bestandteil des Lehrplans für alle Schülerinnen und Schüler einer BAfEP.

Unterscheidung der Berufszweige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusätzlich gibt es Lehrgänge zur Ausbildung zum Sonderkindergartenpädagogen.

Aufnahmevoraussetzungen und Aufnahmeprüfung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Besuch einer BAfEP muss eine Eignungsprüfung abgelegt werden. Diese umfasst die musikalische Eignung, körperliche Gewandtheit und Belastbarkeit, sowie die Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit. Ein weiteres Kriterium zur Aufnahme ist die positive Absolvierung der 8. Schulstufe.[6]

Lehrplan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Lehrplan umfasst neben allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch, Englisch, Mathematik, Religion, Geschichte, Geographie oder Chemie spezifische Fächer wie Pädagogik, Didaktik, praktische Ausbildung, Heil- und Sonderpädagogik, Fächer zur Ernährungserziehung und Fächer des musisch-kreativen Bereichs (Textiles Gestalten, Bildnerische Erziehung, Werkerziehung, Musik, Instrumentalunterricht in zwei Instrumenten [Gitarre und Flöte]), sowie rhythmisch-musikalische Erziehung und Bewegungserziehung.

Manche Schulen bieten ihren Schülern die Möglichkeit, im schulischen Rahmen Zertifikate für den Helferschein im Schwimmen, den Eislaufschein oder für Erste Hilfe zu erlangen.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BAfEPs gibt es in allen österreichischen Bundesländern. Die meisten der 29 Einrichtungen werden vom Bund unterhalten, mehrere sind katholische Privatschulen:[3]

  • Burgenland: BAfEP Oberwart
  • Kärnten: BAfEP Klagenfurt
  • Niederösterreich: BAfEP der Kongregation der Schulschwestern des 3. Ordens des Hl. Franz von Assisi Amstetten, BAfEP Mistelbach, BAfEP Sacré Coeur Pressbaum, BAfEP St. Pölten, BAfEP Wiener Neustadt, BAfEP Sta. Christiana Frohsdorf[7]
  • Oberösterreich: BAfEP Don Bosco Vöcklabruck, BAfEP Linz, BAfEP der Kreuzschwestern Linz, BAfEP Ried, BAfEP Steyr
  • Salzburg: BAfEP Franziskanerinnen Salzburg, BAfEP Bischofshofen
  • Steiermark: BAfEP Hartberg, BAfEP Graz, BAfEP der Caritas der Diözese Graz-Seckau Bruck an der Mur, BAfEP Judenburg, BAfEP Liezen, BAfEP Mureck
  • Tirol: BAfEP Innsbruck, BAfEP Barmherzige Schwestern Innsbruck, BAfEP-Barmherzige Schwestern Zams
  • Vorarlberg: Institut St. Josef: BAfEP - Barmherzige Schwestern Feldkirch
  • Wien: BAfEP Mater Salvatoris, BAfEP8, BAfEP10, BAfEP Maria Regina[6], BAfEP De La Salle[8], bafep21 (Stadt Wien)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • BMUKK Abteilung II/5 (Hrsg.): Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik – Bildungsanstalten für Sozialpädagogik. Bundes-Qualitätsbericht. Version 2 Auflage. Wien Mai 2009 (pdf, berufsbildendeschulen.at).

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Österreichische Schulformensystematik, Stand 2011/12
  2. a b 33.3 Kollegs im Bereich der höheren Anstalten der Lehrerbildung und Erzieherbildung – 333.1 Kollegs für Elementarpädagogik
  3. a b BAKIP Standorte, bakip-basop.at
  4. 8.109 Normalform + 934 Kolleg + 262 Lehrgang: Schülerinnen und Schüler 2010/11 nach detaillierten Ausbildungsarten und Geschlecht, Statistik Austria (PDF)
  5. Berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS), Bundesministerium für Bildung
  6. a b Ausbildung, Bildungsanstalt für Elementarpädagogik Maria Regina
  7. Bildungsanstalt für Elementarpädagogik, Schulverein Institut Sta. Christiana
  8. BAfEP, BAfEP, Schulverein De La Salle