Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation

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Hauptsitz der Einrichtung im Stadtteil Oststadt

Der Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation e. V. ist eine gemeinnützige Einrichtung der Erwachsenenbildung in Hannover. An den vier Lernorten in den Stadtteilen Oststadt, List, Linden-Nord und Hainholz bietet er pro Jahr über 1800 Kurse, Seminare, Bildungsurlaube und Arbeitskreise an.

Sitz der in Hannover auch kurz „Bildungsverein“ genannten Einrichtung[1] ist die denkmalgeschützte[2] Villa Köhler[1] in der Wedekindstraße 14[3] im Stadtteil Hannover-Oststadt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der nach eigenen Angaben parteipolitisch, religiös und weltanschaulich unabhängige Verein entstand aus der soziokulturellen „Szene“ der 1970er und 1980er Jahre, die durch Schlagworte wie „Kultur für alle“, „Kultur von allen“, und „Kulturarbeit ist Politik“ geprägt war. Aus dem Kontext des selbstverwalteten Pavillons heraus und mit teilweise den gleichen Initiatoren entstand 1981 der jetzige Verein. Die Kombination von Entwicklungsgeschichte, Trägerschaft, Organisationsstruktur, Angebotsvielfalt und Arbeitsumfang macht den Bildungsverein deutschlandweit einmalig. Heute (2016) ist der Bildungsverein die zweitgrößte Volkshochschule in Niedersachsen. Jährlich werden ca. 1.800 Veranstaltungen mit insgesamt mehr als 83.000 Unterrichtsstunden von über 23.000 Personen besucht.

Zielsetzung und Rechtsstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angelehnt an § 1 niedersächsisches Erwachsenenbildungsgesetz besteht für den Verein folgende Definition für Erwachsenenbildung:

„Die Erwachsenenbildung ist ein eigenständiger, gleichberechtigter Teil des Bildungswesens und umfasst die allgemeine, politische, kulturelle und berufliche Bildung. Den Inhalt der Erwachsenenbildung bestimmen die Bildungsbedürfnisse der Erwachsenen. Die Erwachsenenbildung soll alle Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht und Alter, ihrer Bildung, sozialen und beruflichen Stellung, ihrer politischen und weltanschaulichen Orientierung und ihrer Nationalität, die Chance bieten, sich für die freie Entfaltung der Persönlichkeit und die Mitgestaltung der Gesellschaft erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen.“

Der Verein ist seit 1. Januar 1985 als finanzhilfeberechtigte örtliche Einrichtung der Erwachsenenbildung gemäß § 3 niedersächsisches Erwachsenenbildungsgesetz anerkannt. In Niedersachsen gibt es derzeit 60 derartige meist von Kommunen oder Landkreisen getragene Einrichtungen, davon führen 58 den Namen „Volkshochschule“.

Organisationsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seminarräume im Stadtteil List

Das geschäftsführende pädagogische Leitungsteam besteht aus vier Personen mit kollektiver Gesamtverantwortung, wobei bestimmte Geschäftsführungsaufgaben und die pädagogischen Fachbereiche einzelnen Leitern zugeordnet sind. Weitere pädagogische Mitarbeiter sind für verschiedene durch Drittmittel finanzierte Projekte verantwortlich. Über 350 Dozenten sind als freie Mitarbeiter tätig und erhalten Werkverträge für Kurse, Seminare oder Bildungsurlaube. Der Verein führt seine Veranstaltungen an drei Lernorten mit insgesamt 51 Seminarräumen in Hannover durch.

Konzeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben den Bildungsinhalten werden die sozialen und kommunikativen Aspekte des Lernens für besonders wichtig erachtet. Bildungsangebote schaffen Orte und Anlässe, an denen Menschen verschiedener Herkunft und Nationalität in einen persönlichen Kontakt treten. Der Bildungsverein versteht sich dabei als Orientierungsfeld in einer sich rasch verändernden Gesellschaft.

Zugehörigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein ist Mitglied im Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen, im Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsen und in der Kulturpolitischen Gesellschaft. Er ist Geschäftsstelle des Niedersächsischen Integrationsrats und der AG Stadtleben – Verein zur Erforschung und Diskussion des Verhältnisses von Stadt und Kultur.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Detlef H.O. Kopmann: Die Wedekindstraße - Vom Villenviertel zur Durchgangsstraße, in: Oststadt Journal, Ausgabe Februar 2007; online auf der Seite hannover-oststadt.de, hrsg. von Eckhard von Knorre, Achim Sohns, Uwe Brennenstuhl (Stadtteil-Informationssystem Hannover-Oststadt), zuletzt abgerufen am 25. Februar 2013
  2. Gerd Weiß: Östliche Seitenstraßen der Bödekerstraße, in: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 1, [Bd.] 10.1, hrsg. von Hans-Herbert Möller, ISBN 3-528-06203-7, S. 165, sowie Anlage Oststadt, in: Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand 1. Juli 1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt - Institut für Denkmalpflege, S. 11f.
  3. Vergleiche etwa dieses Foto

Koordinaten: 52° 23′ 9″ N, 9° 45′ 10″ O