Bisten

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Bisten
Gemeinde Überherrn
Koordinaten: 49° 15′ 14″ N, 6° 42′ 21″ O
Höhe: 200 m
Fläche: 1,35 km²
Einwohner: 937 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte: 694 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66802
Vorwahl: 06836
Bisten (Saarland)

Lage von Bisten im Saarland

katholische Kirche St. Peter

Bisten ist der kleinste Ortsteil (Gemeindebezirk) der Gemeinde Überherrn im Landkreis Saarlouis (Saarland). Bis Ende 1973 war Bisten eine eigenständige Gemeinde.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisten liegt am Flüsschen Bist, direkt an der Grenze zu Frankreich, zu Füßen des Saargaus, unterhalb von Berus, unmittelbar neben Überherrn.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Bisten in einer Urkunde der Abtei Wadgassen aus dem Jahre 1221. In einem Schreiben des Papstes Honorius III. an die Abtei werden diesem „Patronatsrechte“ an einer Kapelle in Bisten bestätigt. Diese Kapelle befand sich auf dem Gelände des heutigen Dorffriedhofes.

Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Bisten am 1. Januar 1974 der Gemeinde Überherrn zugeordnet.[1]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus Bisten stammt der Europa-Abgeordnete Jo Leinen. Der für die SPD im Europäischen Parlament tätige Politiker wurde hier am 6. April 1948 geboren.

In Bisten wohnte Michael Kunzler, katholischer Priester und Lehrstuhlinhaber für Liturgiewissenschaften an der Theologischen Fakultät Paderborn.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bisten beherbergt die Gemeindeverwaltung, den gemeindlichen Bauhof und die Kommunalen Dienste Überherrn (KDÜ).

Das Wahrzeichen des Ortes ist die Pfarrkirche „St. Peter“, erbaut von 1783 bis 1788.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 808.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]